Zwergische Geschichte
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Entstehung der Zwerge
OOC-Info
Dies ist eine Darstellung über die Entestehung der Zwerge, so wie die Zwerge sie sehen und kennen. Das Volk der Zwerge hat ihre ganz eigene Sicht was ihre Schöpfung betrifft, und von dem, den sie als ihren Schöpfer ansehen. Die Zwerge kennen und verehren ihren Schöpfer nur als „Angrosch der Seelenschmied“. Wer sich hinter Angrosch verbirgt, oder ob sich hinter Angrosch überhaupt eine andere Göttheit verbirgt, ist ihnen unbekannt.
Einleitung
Die Geschichte dieses Volkes beginnt in den Tiefen der Erde. Sie war stets geprägt von Aufstieg und Niedergang. Von der Herrlichkeit ihrer wunderschönen Künste und dem folgenden Verfall all ihrer Hoffnungen. Dieses, beinahe gesetzmäßige, Auf und Ab verfolgte dieses Volk stets durch alle Lebenslagen. Auch in der Geschichte ihrer Gottheiten. Wie eine typische Zwergengeschichte ist sie geprägt von Zwist und Gier, Versagen und Klagen. Sie ist epochal und wiegt schwer in ihrer Bedeutung für das kleine Volk. Es ist die Geschichte des kleinen Volkes, der Angroschim.
Entstehung - Frühzeit - Angrosch der Seelenschmied
Am Anfang waren die Zwerge nicht in den Landen der Schattenwelt. Denn ihre Zeit hatte noch nicht begonnen. Doch auch nachdem sie die Lichter des Lebens von ihrem Schöpfer erhielten blieben sie lange verborgen. Am Anfang war der Erschaffer, auch Creator oder Angrosch, genannt. Wie die anderen, vielen Götter kam er aus dem weiten der Ebenen und hatte seinen Platz im Pandemonium der Unsterblichen. Er war ein Geist des Materiellen, ein kreativer Geist der stets versuchte aus den Elementen schöne Dinge zu schaffen. Anders als viele andere der Götter war er ein Geist der stets auf der Schattenwelt hauste. Er war ein Geist der Erde, des Erzes vor allen Dingen, und schmiedete herrliche Dinge. Die Kraft des heiligen Feuers hatte er in sich, mit dessen Hilfe er die Erze zu formen vermochte wie kein anderes Geschöpf dieser Zeit. Doch schnell war er betrübt das nur selten ein Geschöpf besonderes Gefallen an seinen Werken zeigte. Menschen wussten seine Artefakte zu schätzen, doch nur weil die Klingen seiner Schwerter scharf, die Blätter seiner Äxte ausbalanciert und die Spitzen seiner Speere lang waren. Kein Volk der Schattenwelt vermochte sich seiner Künste würdig zu zeigen. Er trat zu den Elfen, getarnt als einer der Ihrigen, und offenbarte seine Schätze vor ihnen. Doch die Elfen war selbst Meister der Künste. Sie waren stolz und voller Hochmut. Als sie seine Schätze sahen, erkannten sie die göttlichen Kräfte und Schönheiten in ihnen nicht, und achteten seine Werke schnell als nicht außergewöhnlich, denn ihre Künste erschienen ihnen gleichwertig. Das sollte den Erschaffer erzürnen und er hegte fortan einen Groll gegen das Volk der Wälder und des Lichtes. Solange er auch suchte, kein Wesen auf dem Gesicht dieser Welt schien seiner Vorstellung zu genügen. So erfasste ihn schließlich der Gedanke eine neue Art zu schaffen. Schön wie seine Schätze waren, und behände in den Formen seiner Künste, gesegnet mit der Kraft seines heiligen Feuers. So stieg er hinab in die tiefen Höhlen in den er seine Schätze hortete und arbeitet lange Zeit. Er nahm den Fels aus dem Herzen dieser Welt und heizte ihn lange im Feuer seiner Esse. Er nahm von jedem der herrlichen Erze eine lupenreine Ader aus den tiefsten Bergen der Welt und heizte sie mächtig in seinen Essen. Denn Pyros war sein Gefährte und er half dem Erschaffer die Essen zu feuern. Mit dem heiligen Feuer geschürt hauchte der Erschaffer ihnen Leben ein. Er erschuf ein Volk nach dem Abbild seiner liebsten elementaren Materialien. Sie waren klein und robust wie der Fels der das Erz umschließt, ihr Wesen suchte nach Beständigkeit wie das geschmiedete Erz, ihre Muskeln waren stark und hart wie das geschmiedete Eisen. Doch auch das heilige Feuer war Teil ihrer Persönlichkeit und Pyros unstillbare Hitze war tief in ihre Seelen gebrannt. Und so geschah es, dass auch dieses kleine Volk ein Laster hatte, wie all die anderen Völker der Schattenwelt. Denn in ihnen loderte die heilige Flamme und sie trieb sie dazu an ungeduldig nach den Schätzen der Erde zu suchen. Und wo Feuer lodert, da steigt auch Ruß auf der die Dinge schwärzt. Begünstigt durch ihre kleine Größe und die robuste Statur, wurden sie zu meisterhaften Gräbern. Der Erschaffer gab ihnen einen Namen, doch dieser ist seit den Tagen des Zorns vergessen, doch davon wird später erzählt. Der Erschaffer liebte seine Schöpfung, und nachdem er sah, dass sie kaum mehr im Stande waren ihre Künste selbst zu verfeinern trat er an sie heran. Bewundernd glänzten ihre Augen auf die Schätze ihre Schöpfers und fleißig lernten sie von ihm, sie lernten das feinste Geschmeide aus den Materialien der Erde zu schaffen, genauso wie die besten Waffen und Rüsten. Auch lehrte er sie stets einander zu achten und nie Hand gegen einander zu erheben. Denn dies würde er ihnen nicht verzeihen, denn sie mussten in Brüderlichkeit leben um nicht vom heiligen Feuer verzehrt zu werden. Denn die Elfen und Menschen schätzten das kleine Volk gering, waren sie doch nicht schön und hochgewachsen wie das Elfenvolk, und sangen keine prachtvollen Lieder denn ihre Stimmen klangen wie rauer Fels, webten keine arkanen Kräfte und nutzen die Natur nur als Ressource. Doch gierig ist das Gemüt des kleinen Volkes, und ungeduldig vor allem anderen. Sie strebten nach der Perfektion ihres Herrn, suchten gierig nach noch wertvolleren Metallen, strebten gierig nach seiner Meisterkunst. Aus Gier und Ungeduld wird schnell Neid der den Weg zu Hass schürt. Doch es sollte einige Zeitalter dauern bis das kleine Volk den Rücken zum Erschaffer kehrte. Währenddessen hatten sie eine Sprache entwickelt, die klang wie polternde Felsen, und sie gaben dem Erschaffer einen Namen, Angrosch. Ihre Kunst des Schmiedens erreichte einen Hochpunkt und auch die Bearbeitung des Steins, der die Erze einbettet, war ihr Element. So bauten die zahllose Festen in den Stein der Erde und sicherten missmutig ihre Schätze mit Armeen von kleinen Leuten die mit den besten Waffen und Rüsten ausgestattet waren. Über die Zeit hatte Angrosch Abstand zum kleinen Volk gewonnen, wollte sie ihren eigenen Weg auf Schattenwelt gehen lassen.
Geschichte der Zwerge
„Nachdem seine erste Wut verraucht war, gab er zwei Wesen, die er noch nicht verunstaltet hatte den Befehl, eine Waffe zu schmieden, die gegen die Worte von Osten Immun wäre und ihn für immer vernichten konnte. Die beiden Brüder hießen Shgrad und Ebera Prham. Jahrhunderte lang suchten sie ganz Schattenwelt nach einem geeignetem Material ab und endlich fanden sie es tief in der Erde. Doch es war sehr schwer zu bergen und so befahl Westen einigen der mißgestalteten Wesen in die Erde zu kriechen und dieses seltene Metall zu besorgen, selbst wenn es unendliche Zeiten dauern würde. Aber die Kleinwüchsigen trafen dort unten in der Erde auf einen Gegner, der sich unbemerkt von allen Lebewesen oben auf Schattenwelt entwickelt hatte. Ihr Leben spendendes Licht war die Lava der versiegten Vulkane gewesen, die ihnen über viele Generationen hinweg das einzige gewesen war was sie kannten. Dieser Gegner, der in der Lage war, selbst Feuer zu speien verteidigte das seltene Metall mit seinem Leben und erst als die Kleinwüchsigen ihnen erzählten, das es Oben viel schöner sei als hier tief unter der Erde, überließen die Drachen ihnen etwas von dem seltenen Metall und begannen ihren Aufstieg an die Oberfläche! Die Kleinwüchsigen, die von den Drachen den Namen Zwerge erhalten hatten, brachten etwas von dem Material zu den beiden Brüdern Shgrad und Ebera, dann aber stiegen sie wieder in die Erde hinab, denn die Gier hatte sie gepackt. Sie wollten etwas von diesem Material für sich selbst und es dauerte viele Jahrtausende, bis man wieder einen von ihren Nachfahren auf der Oberwelt antraf. (...)“
– aus der Schattenwelt Geschichte
Von Drachen und Metallen
Unter den mächtigen Bergen der Schattenwelt, fernab aller Streitereien der Vier, gab es eine ganz eigene Welt. Eine gnadenlose Welt, welche auch in der Geschichte der Dunkelelfen, der Drow, eine wichtige Rolle spielt. Im Herzen dieser Welt fließt flüssiges Gestein umher, frisst sich wie die kühlen Flüsse der Oberwelt durch das Innere der Gesteine. In großer Hitze und gewaltigem Druck entstehen auf diese Weise all die schönen Erze und Metalle die wir kennen. Wie das Wasser der Erhalter und Erschaffer beinahe allen Lebens ist, welches auf dieser Welt lebt, so ist die Lava der Lebenssaft der grausigen Unterwelt. Aus ihrer Kraft und Wildheit entprang in den frühesten Tagen dieser Welt selbst Leben. Denn am Anfang war die Glut des Herzens dieser Erde so heiß und ungestüm, dass sich selbst Götter darin verbrennen mochten. So kam es, dass ungesehen von allen Geschichsschreibern eine mächtige Rasse das Antlitz dieser Welt betrat. Eine Rasse die von der Welt selbst erschaffen war. Kein Gott, keine Macht die ihnen Leben einhauchte und sich zu ihrem Vater erklärte. Bastarde der Elemente selbst waren sie und unstillbar ihr Hunger. Die Drachen, so wie wir sie heute nennen, waren anfangs wenige. Denn mit den ersten Bahnen die sich das flüssige Gestein aus dem Herz der Erde bahnte traf es auf je eines der bekannten Erze dieser Welt: als erstes auf das Gold, dann auf das Silber, dann auf das Mytheril, dann auf den Schwarzfels, dann auf das Verite, dann auf das Valorit, dann auf das Kupfer, dann auf das Eisen. Und mit jeder dieser jungfäulichen Berührungen entfuhr dem Strom des Gesteins ein Funken seiner Macht, welcher den Massen des Metalls Leben gab. Leben das nur aus dem Hunger des Feuers bestand. Mit der Berührung von Gold und Lava entstanden zwei Dinge. Denn so heiß war der erste innige Kuss der beiden Elemente, dass der Strom selbst zum Leben erwachte und den Geist der irdischen Hitze formte, welchen wir heute Pyros den feurigen Titan nennen. Doch zunächst war nichts außer Wut und Hass in den Drachen welche entstanden waren. Und so preschten sie durch das Gestein der Unterwelt und fraßen alles Leben war dort zu finden war. Doch im Vergleich zu den übermächtigen Drachen war jedes Wesen zu gering ihren gewaltigen Hunger zu stillen. Und so trafen sich die acht Herrscher der Unterwelt nach Jahrzehnten des Hungers dort wo sie alle erschaffen wurden, am Herzen dieser Welt. Keiner war des anderen Gewahr gewesen und so machte sich Verblüffung unter den Drachen breit. Keiner wagte angesichts der mächtigen Gestalt des anderen den ersten Schlag. So standen die Drachen einhundert und zwei weitere Jahre stumm am Herzen der Erde und grübelten. Und es war erneut das Gold welches als erstes die Stimme erhob. Es nannte sich Güldener Herrscher der Welt. Die anderen Drachen lachten voller Hohn. Dann ergriff das Silber das Wort und nannte sich Silberner Herrscher der Welt. Wieder lachten die übrigen voller Hohn. Und so nannten sich die Drachen acht Tage ihre Namen, denn die Sprache der Drachen war furchtbar unaussprechlich. Sodann alle ihre Namen genannt hatten fielen sie übereinander her. Mit ihren gewaltigen Mäulern und Klauen hieben sie sich große Wunden in ihre metallenen Leiber, die nur heißes Gestein bluten konnten. Und die Blutstropfen fielen danieder vor das Herz dieser Erde und erkalteten. So kämpften die Drachen drei Ewigkeiten miteinander, ohne sich jemals zu töten. Und ihr Hass schwand zu geringen Teilen, doch klang er niemals ganz ab. Nach drei Ewigkeiten erschütterte es die Welt unter dem Krieg der Brüder und das Herz der Welt ergoß einen neuerlichen, kleineren Strom an heißem Gestein. Der Strom ergoß sich zu Füßen des andauernden Kampfes und umspülte mit lautem Poltern und Drachen die erkalteten Blutstropfen der Drachen. Und mit der Berührung entstand erneut Leben im Herzen der kleinen Gesteinkugeln. Im Innern der Schalen waren die ersten Nachkommen der Drachen erwacht. Doch ihre Macht war geringer, denn nur wenig der reinen ursprünglichen Erze war in ihnen zurückgeblieben. Und so musste ihr Leben erst reifen und die Drachen wurden ihrer nicht Gewahr.
Syzzlan'Kar - Herrscher der Unterwelt
Der Güldene Herrscher der Welt war der größte unter den ersten Drachen. Der Silberne Herrscher der Welt barg tief in sich großen Neid auf die Macht seines Gegenübers, ebenso wie die übrigen seiner Art. Und so waren die Wunden die sie ihm zufügten zahlreicher als bei den anderen, denn sie erkannten, dass keiner ihn einzeln zu töten vermochte. Da ihre Herzen aber getrieben von Gier und Neid ihnen verboten sich gegen der Güldenen Herrscher der Welt zu verbünden, dauerte ihr Kampf erneut an. Und so verging eine weitere Ewigkeit. Nach dieser neuen Ewigkeit war das Leben in den Tropfen des Drachenblutes gereift und die kleinen Geschöpfe, nagten an der Schale ihrer Träger. Und als sie das glutrote Licht der Unterwelt erblickten, da fanden sie sich inmitten des gewaltigen Drachenkampfes wieder, welcher immer noch andauerte. So schlüpften aus den Blutstropfen der ersten Drachen in der vierten Ewigkeit nach der Geburt der Herrscher der Welt ,deren Nachkommen. Auch hier Hunger war riesig und so stürzten sie sich wie ihre Vorfahren aufeinander und verschlangen sich. Doch die Tropfen des Güldenen Herrschers der Welt waren weitaus zahlreicher. Daher kam es, dass nach einer weiteren Ewigkeit beinahe alle Nachkommen vom Silbernen, Veriten, Valoriten, Mytherilten, Schwarzfelsen´, Kupfernen und Eisernen Herrscher der Welt verschlungen waren. Als die sieben übrigen Herrscher der Welt der Übermacht Gewahr wurden war es bereits zu spät, denn ihr Hunger hatte sie blind gemacht. Daher mussten sie sich ihrer Vernichtung stellen oder kapitulieren. Und da einjeder hoffte, er könne sich durch seine Unterwürfigkeit auf die Seite des Siegers, des Güldenen Herrschers der Welt stellen, neigten sie alle ihr Haupt vor ihm. Dann sprach der Güldenen Herrscher der Welt: „Mein Name sei Syzzlan'Kar, der Einzige Herrscher der Welt.“ Und die anderen Drachen zischten und brodelten voller Neid, Zorn und Hunger.
Das Zeitalter der Drachen
So unterjochte der Güldenen Herrscher der Welt die übrigen Drachen der Unterwelt. Vom Herzen der Welt zogen sie nun aus und einjeder erhielt eine Himmelsrichtung als sein Reich. Osten, Südosten, Südwesten, Norden, Nordwesten, Nordosten, Westen und Süden. Und die Drachen machten sich zusammen mit ihren Kindern alle Geschöpfe die sie fanden Untertan. Keine Macht der Unterwelt war ihrer Kraft gewachsen. Ihr metallisches Schuppenkleid konnte von keiner Waffe der Unterwelt durchdrungen werden. Mit gewaltigen Feuer ihres Mauls brannten sie alle Festen und Anlagen ihrer Feinde gnadenlos nieder und fraßen ihre verkohlten Leichen. Alsbald hatten die Drachen alle Gebiete erobert. Diese Herrschaft sollte fünf Ewigkeiten andauern. Der Einzige Herrscher der Welt, Syzzlan'Kar beschloß darauf fünf Ewigkeiten ein Zeitalter zu nennen. Das Zeitalter der Drachen.
Ankunft der kleinen Herren
Wie die Geschichte bekanntlicherweise schreibt, konnten Westen und seine Brüder den gütigen Gott Osten nicht bezwingen. Denn sogar Westens Streitmächte kehrten ihm den Rücken, als sie Ostens gesalbte Worte vernahmen. So wurden die Kleinwüchsigen, denen man aufgrund ihrer unwichtigen, missgestalteten Art noch keinen Namen gegeben hatte, hinab in die Erde. Ihre kleinen, zähen Körper waren wie gemacht für die harsche und ungastliche Umgebung der Unterwelt. Geschwind wie der Wind gruben sie sich tiefer und tiefer. Sie gelangten beinahe bis an das Herz der Welt, wo die größten und reichsten Erzvorkommen dieser Welt auf sie warteten. Doch wie ebenfalls bekannt ist durchquerten sie das Reich der Drachen, das Reich des Syzzlan'Kar. Und er war ein gieriger, tückischer Herrscher. Doch das Zeitalter der Herrschaft hatte seinen Hunger beinahe stillen können und so war er besonnen und listig geworden. Seine Herrschaft war weitgehend unbestritten, weshalb er kaum Gegner zu fürchten hatte. Allerdings war Syzzlan'Kar kein Dummkopf und sähte stets Zwietracht zwischen seinen Konkurrenten, was meistens nicht einmal nötig waren, denn die übrigen Drachen der ersten Generation gönnten einander nicht das Schwarze unter ihren Nägeln. Die Kleinwüchsigen begegneten nicht den Dienern des Syzzlan'Kar als erstes, sondern den Dienern des Silbernen Herrschers der Welt, der sich mitunter Ebrul nannte. Ebrul ließ bisauf wenige der kleinen Herren töten und den Rest in seinen Hort verschleppen. Er witterte eine Chance seine Stellung zu verbessern. Die Kleinwüchsigen, aber, erzürnt über den Tod ihrer Brüder schwiegen als Ebrul sie nach ihrem Begehr fragte. Nun witterte er eine List des Syzzlan'Kar und sperrte die Kleinwüchsigen fort in ein Verlies. Kurzsichtig war diese Entscheidung allemal, denn kaum einer ist übertroffen in der Gabe sich durch Stein und Staub zu graben wie die Kleinwüchsigen. Und sie fanden einen Weg sich einen Tunnel in die Freiheit zu bahnen, den jedoch beinahe alle der kleinen Herren mit ihrem Leben bezahlen mussten, da ihnen die Werkzeuge fehlten. Die Kleinwüchsigen rannten um ihr Leben, doch noch war die Unterwelt nicht ihre Heimat und sie gelangten vom Regen in die Traufe. Die Diener des Syszzlan'Kar spürten sie auf, nahmen sie gefangen und fraßen die Hälfte von ihnen auf. Als Syszzlan'Kar die niederen Geschöpfe sah, wollte er sie zunächst einfach nur auffressen für ihre Vergehen, sein Reich zu betreten. Jedoch horchte er dem panischen Geplapper der Kleinwüchsigen. Er hörte von vier Brüdern, jeder Herrscher über ein Reich. Die Kleinwüchsigen schwärmten von ihrer Macht, dem Reichtum ihrer Schatzhorte und der Schönheit ihrer Reiche. Dort oben gebe es eine riesige Scheibe aus Gold, die am Himmel prangerte und nur darauf zu warten schien von den geflügelten Drachen gepflückt zu werden. Und all diese Geschichten drangen auch an die Ohren der Diener und der anderen Drachen. Wie ein Lauffeuer verbreiteten sich wildeste Geschichten über eine mystische Welt auf der Oberfläche, die voller Gold und Untertanen zu sein schien. Eine Welt die darauf wartete unterjocht zu werden. Wer als erster kam würde sich wohl sicherlich den größten Teil des Kuchens sichern können. Allem voran die güldene Scheibe am Himmelszelt hatte es den Drachen angetan und manch einer türmte noch bei den Worten gen Oberfläche. Niemals hat man etwas von diesen Geschöpfen gehört, denn sie sollen aus der Erde heraus immer weiter der Sonne entgegen gestrebt sein um in den Höhen der Sterne zu verglühen.
Syzzlan'Kar jedoch witterte erneut eine List eines Konkurrenten, der versuchte ihn seiner Diener zu berauben. Er verschmähte die Oberwelt und befahl bei der Todestrafe jedem Drachen die Unterwelt nicht zu verlassen. Nun schlug die Stunde des Ebrul, welcher mit listigen Worten auch die Diener des Syzzlan'Kar um sich versammelte. Geschickt entsendete er Intriganten die die Dienerschaft Syzzlan'Kars unterminierten. Er pries den goldenen Schein der Oberwelt und schimpfte den Einzigen Herrscher der Welt einen Feigling, warteten doch nur vier niedere Kreaturen dort oben auf ihre Niederlage gegen die höchsten Wesen der Welt. So sammelte Ebrul beinahe alle Diener um sich und blies zum Angriff gegen den Herrscher. Doch dieser war in einem Zeitalter mehr in seiner Macht gewachsen als alle anderen Herrscher. Sein Verstand war so alt und sein Geist so überlegen, dass er beinahe gottähnliche Kräfte besaß. Und so nahm er die Kleinwüchsigen in seine Armee auf, gab ihnen mächtige Waffen die der Unterwelt entsprungen waren und rüstete sie mit gleißenden Rüsten aus. Er nannte sie Zwerge. Gleichzeitig steig er empor und stellte sich allein seinen ehemals treuen Dienern. Zum letzten mal rief er sie zur Aufgabe auf, doch sie verhöhnten ihn und spien Feuer. Doch ihre Macht war gering und Syzzlan'Kars Wut unermesslich. Da fegte er sie hinfort wie der Wind die Asche und jenen die seinen ersten Zorn überstanden nahm er den Verstand. Die Zwerge, ausgerüstet mit den mächtigen Götterwaffen und dem Wissen von Syzzlan'Kar, wie man die Kinder der Drachen am schnellsten niederstreckt schlugen sich gegen die Diener der übrigen Herrscher durch. Dezimierten ihre Reihen und verbeiteten Furcht und Schrecken unter den Herrschern der Welt. Bis auf Ebrul erschlugen sie alle Herrscher der Welt und schabten ihnen die Schuppenkleider vom Leib. Ebrul erkannte sein Niederlage und floh. Keiner seiner Diener folgte ihm, sondern sie flohen gen Oberfläche. Syzzlan'Kar verbannte sie aus dem Reich der Drachen. An der Oberfläche angekommen, mussten die übrigen Diener erkennen, dass die Kinder der vier Brüder ihnen eine Gefahr waren. Mit den Waffen die ihnen Westen gegeben hatte, konnten die Brüder von Hista Kindail die Kinder der Drachen erschlagen, ihre Nester ausräuchern und ihre Eier zertrampeln. Nach siegreicher Schlacht kehrten die Zwerge zu Syzzlan'Kar zurück und priesen ihren neuen Gönner. Sie gaben ihm den Namen Pyrdacor, der goldene Drache. Pyrdacor, beinahe seines ganzen Reiches entrissen, nahm die Unterwerfung der Zwerge an und erklärte sie zu seinen Leibdienern. Aus den Trümmern von Ebruls Hort errichtete der Herrscher für seine neuen Kinder eine Heimat, denn diese hatten die Unterwelt zu ihrem neuen Zuhause erkoren. Dort waren sie sicher vor dem Zwist der Vier Brüder und hatten einen mächtigen Schutzpatron, dem sie huldigten. So zogen die kleinen Herren ein in die Stadt Umrazim, wie sie ihr Gott Pyrdacor nannte. Umrazim, die Strahlende, denn ihren Gassen waren aus edlem Stein geschlagen, mit all der Kunstfertigkeit des Syzzlan'Kar gefertigt. Das Werk eines Gottes. Manche der Zwerge aber erkauften sich mit der Belohnung für ihre Treue die Freiheit von Syzzlan'Kar und zogen zurück an die Oberfläche. Im Gepäck trugen sie heimlich die Metalle, welche Westen verlangt hatte. Er hatte das Herz jener Zwerge schon zu Urzeiten verdunkelt und so gehörte einzig und allein ihm ihre Treue. Der übrige Teil wurde zu großen Teilen zur Leibwache des edlen Drachen erkoren, so dass die meisten Nachkommen der Zwerge tatsächlich so etwas wie Kinder des Drachen sind. So entstand schließlich das Schattenschwert.
Die Tage des Zorns - der Fall Umrazims
„(...) Hunderttausende von Jahren waren vergangen und längst gab es viele verschieden Rassen die sich aus den Erstgeborenen entwickelt hatten. Zwerge, Orks, Trolle, Ettins, Elfen und Drow. Über viele Jahrtausende lebten sie friedlich nebeneinander oder bekämpften sich in kleineren Kriegen. Kaum einer wußte noch von seiner wahren Herkunft und längst glaubten sie nicht mehr an die Brüder. Götter hatten sich ihrer Gedanken und Seelen bemächtigt und spielten mit ihnen wie andere Leute Schach spielen würden. Die Magie wurde stärker und viele versuchten mit dieser neuen Macht zu spielen, doch meistens mißlang es und furchterregende Kreaturen krochen aus den Tiefen der Hölle hervor und zogen mordend über die Lande! (...)“
– aus der Schattenwelt Geschichte
Jedes Volk schreibt seine eigene Geschichte. Mit jeder
Existenz führt die Feder des Schicksals den Faden der Zeit
weiter und weiter. Doch Häufig werden ganze Kulturen zerstört, usurpiert von expandierenden Besatzern. Manchmal mag sich die alte Kultur mit der neuen vermischen, doch nicht selten verschwindet sie gänzlich vom Gesicht der Welt. Dann ist Faden dieses Volkes durchtrennt, und die Feder des
Besatzers schreibt die Geschichte.
„(...) Sie waren zu einem grimmigen, gierigen und expandierenden Volk geworden. Ihre Schätzen waren wichtiger als alles andere für ihre kleinen Herzen. Kein Volk sollte sie ihnen nehmen und so kam es, dass sie über die Zeit die Orks und ihre Lagerstätten einnahmen und die grünhäutigen Schützlinge Tairachs versklavten um in ihren Stollen zu arbeiten. Denn sie waren zu stolz um Schmutz und Dreck an sich zu sehen. (...)“
– Drachenkrieger – zwergische Helden, erste Auflage
Das Volk von Umrazim lebte in den Tiefen der Erde unter ihrem listigen und mächtigen Herren Pyrdacor. Bald schon schätzten die Zwerge die Schönheit der Unterwelt mehr als das grelle Licht der Oberwelt und ihre kleinen Augen begannen sich an die ständige Dunkelheit vortrefflich zu gewöhnen. Mit den Erzen der Erde und der Hitze des Herzens der Erde, schufen sie Werkzeuge und Artefakte die sie ihrem Herrn widmeten. Damit gruben sie lange Stollen in den starken Fels um mehr und mehr des teuren Stoffs zu bergen. Gewaltige Tore errichteten sie mit all dem Metall, fertigten Waffen und Rüsten nach dem Abbild derer die ihnen Syzzlan'Kar geschenkt hatte. So erwehrten sie sich der zahlreichen Geschöpfe, welche nach der Flucht der Drachen erneut die Herrschaft der Unterwelt anstrebten. Grünhäutige Wesen, Goblins und Orks tauften sie die Zwerge, aber auch Wesen die die Gestalt von Insekten und anderem Getier hatten fielen über die Strahlende her. Doch mit dem Schutz ihres Gottes waren die Zwerge jedem Gegner überlegen. An den mächtigen Mauern der Stadt brandeten die Gegner ab wie die Wellen an der Küste. Tausende Leiber zerteilten die fein geschmiedeten Waffen der Zwerge, die Pyr'uzkul-dur, die Götterwaffen. Als die Jahrhunderte verstrichen, machte sich Selbstsicherheit unter dem kurzen Volk breit. Die Überheblichkeit ergriff ihre Seelen und die Gier nach mehr und mehr der kostbaren Metalle. Sie erkannten die Macht des Erzes und meinten schon die Macht gehöre einzig und alleine ihnen, den Zwergen.
„(...) Es verlangte sie nach mehr Schätzen, als der Gott aller Angroschim ihnen zugestand. Ihr Tribut wurde von Jahrzehnt zu Jahrzehnt geringer, wohingegen ihr eigener Reichtum wuchs. So wollte Syzzlan'Kar seine Kinder warnen, verführt, wie sie waren, und nahm ihnen ihren Sinn, das Gold der Erde zu spüren, und ließ sie blind werden in ihren Stollen. Doch statt ihren Frevel zu erkennen und zu bereuen, hieß die Gier ihrer Herzen sie, die Macht des Drachen mit Mißachtung zu vekennen. Sie gingen zum Herzen der Erde, und flehten zu ihm. Da entstieg der ewigen Glut und Hitze ein mächtiger Titan, dessen Leib aus Asche und Feuer bestand. Die Zwerge baten ihn, etwas zu schaffen, damit sie die Schätze der Erde wieder fänden. (...)“
Der feurige Titan welcher der Avatar einer höheren Macht war, deren Namen die Zwerge niemals hören sollten, schlug ihnen einen Pakt vor. Er würde ihnen ein Artefakt schenken, welches sie ihrer Qualen erlöste, er im Gegenzug verlangte ihre Treue und einen Teil ihrer Schätze. In ihrer Verzweiflung über den Verlust ihres Reichtums und getrieben von Gier und Hass auf Syzzlan'Kar, willigten die Zwerge ein und unterwarfen sich dem Feuertitan Pyros, der dem Herzen der Welt entstiegen war. Jenes Artefakt tauften die Zwerge Goldauge, denn es war ein Edelstein von vollendetem Schliff, dessen Schönheit jeden des kurzen Volkes in seinen Bann zog. Der Feuertitan hatte es aus den Untiefen der Erde geborgen, dort hatte es geschlummert unbemerkt von jeglichem Leben. Es war dort unten in einer einsamen Kammer verborgen gewesen. Kein Tunnel, kein Zugang hatte dorthin existiert, nur ein eine große Kerbe die einen Kreis beschrieb war im Boden eingelassen, sodass Dämonen dorthin reisen mochten. Daher gelangte der Feuertitan leichtens in das Versteck um das Kleinod zu bergen. Doch Goldauge war ein verfluchter Kristall, dessen Kraft jeden Besitzer unweigerlich in seinen Bann zog. Kein Lebewesen konnte sich seiner Schönheit widersetzen und giert stets danach es zu nutzen um mehr und mehr teures Gold mit ihm zu finden. Syzzlan'Kar erkannte den Frevel seiner Jünger zu spät. Ihr Tribut an den Drachengott wurde geringer, ihre Ansprüche wuchsen. Bald kleideten sich die wohlhabenden Zwerge nur noch in Gold und Geschmeide, lebten in maßlosem Überfluss. Sie ersannen furchterregende Pläne das Unterreich zu unterwerfen, alles Leben auszulöschen. Nicht einmal Ehrfurcht von Pyrdacor besaßen die Zwerge noch. Und so gruben und gruben die Zwerge. Doch ihr Herr sah dem nicht tatenlos zu, sondern ersann eine Strafe für seine frevlerischen Jünger. Der Zorn des Pyrdacor sollte fürchterlich sein, denn die niederen Wesen hatten es gewagt ihn in seinem Stolz zu kränken. Sie meinten sich über seine Macht erheben zu können. Und so kamen für die Zwerge die Tage des Zorns. Der Götterdrache nahm den Zwergen die Gunst seines Schutzes und machte damit die Strahlende verwundbar. Er lenkte das Glück zugunsten der Angreifer, einer Horde von Unterreich Wesen welche gierig und neidisch nach dem Wohlstand der Zwerge geiferten.
„(...) Und die Orken hörten auf den Ruf des Gottes und sie kämpften unter der Führung eines mächtigen Orken namens Korogh nach Seinem Gefallen. Stollen um Stollen fiel an die Pelzigen. Und auch die Strahlende fiel, Umrazim selbst, nach Tagen und Wochen im Angesicht der scheußlichen Feinde, um die Gunst des strengen Herrn ringend. Aber Er hatte ihnen den Rücken gekehrt und hörte sie nicht, nahm ihre Gaben nicht und ließ sie allein. So eroberten die Orken die Strahlende und nahmen Gold und Geschmeide der Angroschim, zerstörten Stollen und Häuser und die Feste. Die letzten der Bewohner des einstmaligen Umrazims trieben sie nackt hinaus. Mit ihrem Schicksal hadernd, verkrochen diese sich in den Ruinen ihrer tiefsten Stollen, und bald aßen sie Erde und verloren allesamt ihren Verstand. (...)“
- Drachenkrieger – zwergsiche Helden, erste Auflage
Nicht einer von ihnen überlebte den Zorn des gerechten Gottes. Das Goldauge aber war verschollen. Und an dem Orte, wohin das verfluchte Werk eines gottlosen Stammes verschwunden, möge es ruhen auf ewig, denn grauenhaft ist sein Wirken. In diesen Tagen waren wenige unter den Zwergen welche dem wahren Gott des Volkes, dem goldenen Pyrdacor noch huldigten. Sie waren jene wenige, die übrig geblieben waren von der Schlacht gegen Ebrul und sein Gefolge. Es waren jene die Syzzlan'Kar zu seiner Leibgarde erwählt hatte. Ausgestattet mit viel des mächtigen Wissens über göttliche Kräfte wie Runen und die verwundbaren Stellen der Drachen. Ihnen reichte der Drachengott als erstes die mächtigen Rüsten und Waffen, welche ihre Kräfte ansteigen ließen. Jene geringe Elite hatten dem Goldenen Herrscher der Welt ewige Treue geschworen und diesen Schwur mit gottgleicher Magie besiegelt. Ihr Herz gehörte allein Pyrdacor – ihrem Beschützer. Es war ein ganz und gar intimes Verhältnis zwischen diesen Kriegern und ihrem Herrn. Sie waren die einzigen der sterblichen Wesen, welche den Hort ihres Herrn erreichen mochten um dort Zuflucht zu suchen. Sie sahen bald die großen Verwerfungen zwischen ihrem Volk und dem Gott der Zwerge. Sie predigten zur Mäßigung, beschwichtigten die feisten Könige ihre expansiven Streifzüge zu mildern. Doch gegen den Fluch des mächtigen Goldauge waren sie machtlos. Die Gier des Steins hatte alle Tugenden der Zwerge aufgezehrt und so konnten die Drachenkrieger nichts als zusehen. Das Schicksal der Zwerge war besiegelt. Sodann legten die meisten der Drachenkrieger ihre Rüsten in geheime Verstecke, denn der Zorn des Volkes richtete sich gegen jene die den alten Idealen nachstrebten. In der Verzweiflung zwischen den beiden Lieben ihre Lebens wählen zu müssen, dem Zwergenvolk und ihrem Gott, legten viele den Titel Drachenkrieger nieder und tauchten scheinbar unter. Sie verließen ihre Städte und nannten sich Bewahrer der Traditionen. In der Hoffnung das alte Wissen über den Fluch zu retten.
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