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Cylandor Ashaska

Serverdaten

Rasse: Vampir
Geschlecht: männlich

Erstellt am: 2.7.2007
Alter: 1684 Tage (Echtzeit)

letzte DB - Aktualisierung
Benutzerdaten: 23.1.2009
Serverdatenübernahme: 27.9.2011

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Der wahre Anfang?...


Nun ward es still geworden. Was war wohl geschehen? Noch etwas benommen, sammelte er seine letzten Kräfte zusammen und wankte in Richtung des Brunnens. Er nahm den rostigen Henkel des Eimers zaghaft in die Hand und hob ihn auf. Wenn man ihn beobachten würde, würde man den Verdacht bekommen, dass sich in dem Eimer Steine befinden mussten, denn es schien ihm nicht ohne weiteres zu gelingen ihn in den Brunnen zu hieven. Mit einem Poltern rutschte der Eimer in den tiefen Brunnen an welchem Ende er dann auf Wasser prallte. Vorsichtig und etwas Anstrengung zog er den randvollen Kübel schließlich empor. Kaum hatte er ihn oben in Empfang genommen, tauchte er auch schon seinen Kopf tief hinein. Überall hatte er Blut kleben. An den Händen, im Gesicht, am ganzen Körper. Behutsam wusch er sich. Das Blut war schon etwas eingetrocknet, jedoch ließ es sich mit der entsprechenden Menge Wasser wieder abwaschen. Noch immer ein wenig außer Kräften steuerte er auf einen großen Eichenbaum zu, unter Welchen er sich auch zugleich niederließ. Kurz verschnaufte er bevor er die Ereignisse der letzten Stunden Revue passieren ließ. Der Morgen dieses Tages begann wie jeder Andere auch. Cylandor stand zeitig am Morgen auf um noch ein wenig in seinen alten staubigen Büchern zu lesen bevor er sich wieder auf den Weg machte um ein wenig Gold zu verdienen. Das wenige Gold das er verdiente, bekam er aus dem Handel mit den verschiedensten Waren. Dies war ihm jedoch schon immer zutiefst unangenehm doch es brachte gutes Gold und immerhin musste er ja von etwas leben. Als er nun eines Tages wieder einmal einen Handel mit einer etwas suspekten Gestalt abschließen wollte, zückte der Fremde plötzlich ein Messer heraus und bedrohte ihn. Cylandor führte bis zu diesem Zeitpunkt nie eine Waffe mit sich. Er drehte sich hastig und versuchte das Weite zu suchen. Doch verwarf er diesen Plan wieder als vernahm dass sich ein Gefährte des Angreifers hinter ihn geschlichen hatte. Eingeklemmt zwischen den beiden wusste er nicht was er tun sollte. Innerlich schloss er mit seinem Leben bereits ab, denn die beiden hatten es nicht nur auf seine Waren abgesehen, sie wollten auch verhindern dass er sie später wieder erkennen könnte. Kurz bevor die beiden ihn erdolchen wollten, formte sich plötzlich in seinen Händen ein Feuerball. Er konnte nicht fassen was er da sah. Auch die zwei Räuber trauten ihren Augen nicht. Sie waren wie erstarrt. Cylandor erkannte nach kurzem Benommensein was hier vor sich ging. Er richtet seine Hand in Richtung des einen Mannes und plötzlich schleuderte der Feuerball auf Diesen zu. Als der Feuerball auf der Brust des Mannes aufprallte, platzte dessen Brust auf wie eine Melone. Als er erkannte zu was er fähig war, wendete er sich in Windeseile um und versuchte dasselbe bei dem anderen Angreifer. Selbiger vermochte sich noch immer nicht von der Stelle zu bewegen. Abermals versuchte Cylandor einen Feuerball zu formen. Doch es gelang ihm nicht. Er wusste nicht wie bzw. warum er diesen Feuerball formen konnte. Da er ein überdurchschnittlich intelligenter Mann ist, der noch dazu eine schnelle Auffassungsgabe hat, ergriff er den Dolch des toten Mannes und stach unaufhörlich auf den anscheinend immer noch paralysierten Mann ein. Immer und immer wieder. Als dieser leblos zusammen sackte beendete er die Attacke. Einige Sekunden vergingen bevor auch Cylandor auf den Boden sank. Der Dolch glitt ihm aus den Fingern und er schloss seine Augen. Einige Stunden später saß er immer noch nachdenkend unter dem Eichenbaum und dachte über Alles nach. Wie konnte es möglich sein das ER einen Feuerball in seinen Händen formen kann? Wie hatte er dies bewerkstelligt? In seinen Büchern hatte er schon des Öfteren über Magier gelesen, welche diese Zauber wirken können, doch war es möglich dass auch er diese Gabe besitzt? Er war sich sicher, doch wie konnte mehr darüber erfahren? Er ging schnellen Schrittes nach Hause und kramte ein paar Bücher hervor. Er entsinnte sich schon einmal von einem Institut gelesen zu haben welches die Arkanen Künste lehrt. Als er das richtige Buch fand stand auch der Standort dieses Institut dabei und so machte er sich daran ein Schreiben zu verfassen in welchem er um ein Vorsprechen bittet. Er hoffte nun, dort endlich Antworten auf seine vielen Fragen zu bekommen.



Lang war jener Weg den er noch vor sich hatte, doch verging die Zeit wie im Flug, da er mit seinen Gedanken bei dem bereits verstrichenen war. Seine Konzentration richtete sich auf die Erklärung dessen, was geschehen war, doch wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht, dass die Antwort seinen derzeitigen Horizont bei Weitem überschreiten würde. Er durchschritt Wälder, überquerte Flüsse, kämpfte sich durch dichtes Gebüsch, unwegsame Täler und glühendheiße Wüsten. Doch von einer innerlichen Kraft getrieben, peitschte er seinen bereits schwach gewordenen Körper immer weiter voran. Keine Hitze, keine Kälte und kein Schmerz in den Gliedmaßen konnten ihn stoppen, so dachte er zumindest. Doch er hatte sich geirrte. Mit schweren Schritten erklomm er soeben einen steilen Hügel, als ihm plötzlich die Kraft aus den Beinen schwand. Er sackte zu Boden, keuchte aus tiefster Atemnot. Mit seinen Händen stützte er sich noch, die letzte Barriere, würde seine Kraft auch aus seinen Händen weichen, so würde er unweigerlich flach mit Bauch und Gesicht voran auf dem grasigen Boden aufschlagen. Ein langer Kampf ward es gewesen und zwischenzeitlich schien es als würde er durch sein tiefes Ein- und Ausschnaufen wieder zu Luft und Kräften kommen, doch auch hier hatte er sich getäuscht. Er verlor jegliches Gefühl in den Händen und Armen, Dunkelheit umfing seine Augen und das Letzte was er merkte, war wie die Haut seines Gesichtes das angetaute Gras des Hügels berührt, danach umgab ihn die vollkommene Dunkelheit und Stille.



Eine wundersame Bekanntschaft




Einige Zeit war verstrichen, die Sonne hatte sich schon zur Hälfte vom Horizont verdecken lassen und es schien ein kühle, aber trockene Nacht zu werden. Nicht das Cylandor etwas davon mitbekommen würde, denn immerhin machte er noch keine Anzeichen, sich bald zu erheben. Er hatte die Ermüdungserscheinungen seines Körpers wohl doch mehr ignoriert als er dachte und nun musste er dafür seinen Zoll bezahlen. Schutzlos, ja nicht einmal gegen den Angriff eines Hundes hätte er sich wehren können. Kurz bevor die Sonne nun ganz verschwunden war, er lag noch immer regungslos auf dem grasigen Boden, näherte sich ihm eine kleine, zierlich Gestalt. Den Umrissen nach hätte es sich hierbei um ein Kind handeln können, wobei man auch nicht so ganz falsch liegen würde, doch war es ein schon etwas älteres Kind, ein Mädchen um genau zu sein. Sie kniete sich neben ihn hin und fuhr ihm vorsichtig mit den Fingern durch die Haare. Ein erleichtertes Ausatmen verließ ihren Mund, als sie bemerkte das Cylandor noch am Leben war. Langsam schloss sie ihre Augen, murmelte leise vor sich hin, wobei das Wort Mutter übermäßig oft vorkam und plötzlich riss Cylandor, wie von der Tarantel gestochen seine Augen und keuchte lautstark auf. Erschrocken blickte er sich hastig um. Das junge Mädchen machte einen Satz zurück als er so überraschend aufsprang und starrte ihn nur an. Als er sie nun auch erblickte, sein Blick war noch etwas betrübt von dem langen Schlaf, sprach er sie sogleich an: "W...W...Wer bist du? Was machst du hier?" Seine Stimme klang noch etwas zittrig und unsicher. Er wusste nicht was er von ihr halten sollte, doch wirkte sie auf ihn bei genauerer Betrachtung nicht gefährlich, doch wie so oft im Leben konnte man sich täuschen und unter Umständen könnte so ein Fehler auch der Letzte sein, weswegen er einen sicherer Abstand zu ihr hielt. Das zierliche Mädchen allerdings schien wenig beeindruckt von ihm zu sein und begann gleich fröhlich darauf los zu reden: "Mein Name ist Laiyla. Ich spaziere hier öfters auf den Hügel, weil man eine so schöne Aussicht hat, vor allem beim Sonnenuntergang. Und wer bist du?" Er blickte sie erstaunt an. Sie fand einen regungslosen Körper mitten auf einem Hügel und anstatt sich etwas zu distanzieren, half sie ihm auch noch. Die Gutgläubigkeit, oder war es doch nur töricht, des Mädchen war ihm nicht verständlich und auch nicht bekannt. Da wo er herkam, herrschte das Misstrauen und die Angst, doch von diesen Dingen schien Laiyla noch völlig unberührt geblieben zu sein. "Man nennt mich Cylandor und ich komme von weit her um Antworten auf einige Fragen zu finden, aber sag mir junge, aber mutige Laiyla, was treibst dich zu so später Stunde noch hier her, noch dazu so Mutter Seelen alleine?" Sie legte den Kopf schief und kräuselte die Augenbrauen. Scheinbar hatte sie sich über Frage Cylandors gewundert und nicht damit gerechnet. Ein paar Augenblicke verstrichen ehe sie ihre angestrengt wirkende Mine wieder etwas lockerte und leise, aber dennoch verständlich zu sprechen begann: "Weshalb sollte ich mich denn nicht nach hier oben begeben? Es gibt doch kaum etwas Schöneres als der Sonne zuzusehen wenn sie am Horizont in den Boden versinkt. Fast jeden Tage betrachte ich sie." Mit den letzten Worten richtete sie ihren Blick zu der fast bereits vollständig verschwunden Sonne und ein wehmütiges Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. Als er sie so sah, entschloss er sich mit seinen weiteren Fragen noch ein wenig zu warten und er wandte seinen Blick ebenfalls auf die untergehende Sonne und auch in seinem sonst so gezeichnetem und angespanntem Gesicht zeichnete sich ein leises Lächeln ab, so wunderschön war dieser Moment.




Gemeinsam ist der Weg nur halb so weit



Die Nacht war hereingebrochen und es war so dunkel geworden, dass es den Beiden nicht einmal mehr möglich war die Hand vor den Augen zu erkennen. Sie hatten beschlossen sich den weiteren Weg zu teilen, denn sie hatten dasselbe Ziel. Laiyla war hier schon des Öfteren entlang gewandert und so kannte sie auch im Gegensatz zu Cylandor den Weg. Lange unterhielt sie sich während sie halb blind durch Gras, dann wieder durch Wälder und durch dichtes Gebüsch irrten. Cylandor, der nach Außen hin die Ruhe selbst zu sein schien, bekannte sich selbst zu jenen Menschen, welche sich nicht leicht reizen ließen, doch wenn es jemand tatsächlich schaffen sollte ihn zur Weißglut zu bringen, dann war es sehr gut möglich das er die Kontrolle über sein Handeln verlieren konnte. Laiyla konnte das nicht verstehen, da sie immer an das Gute im Menschen glaubt und sie auch noch niemals die Kontrolle über ihr Handeln verloren hatte. Sie ist noch jung, dachte er bei sich und beließ es auch dabei. Dieses junge Mädchen hatte etwas an sich, was er nicht kannte, aber was er auch nicht beschreiben konnte. Etwas vertrautes, Geborgenheit und das wichtigste, sie strahlt eine unglaubliche Ehrlichkeit aus. Er war von Natur aus immer schon ein äußerst misstrauischer Mensch gewesen, nie hätte er sich früher von jemand den er nicht kannte den Weg weisen lassen, doch bei ihr hatte er keine Bedenken, dass sie ihn hätte in eine Falle locken können oder sie ihm auch nur im Ansatz böse gesinnt war. Doch stellte er sich selbst die Frage warum ein so junges Mädchen, nachts keine Angst hatte alleine im Wald umher zulaufen? Es war schon eigenartig, sie war eigenartig. Doch solange er auch nachdachte und eine Lösung suchte, er fand keine. Bis er sich nicht mehr zurück halten konnte und sie in ihrem Redensfluss, sie erzählt gerade etwas über sie und die Tiere des Waldes, unterbrach. "Sag mal Laiyla, hast du eigentlich keine Angst hier im Wald umher zulaufen? Ich meine, was ist, wenn ein paar Räuber, Orks oder Ähnliches sich hier aufhalten und dir Leid antun wollen?" Sie stockte. Sie sah ihn mit weit geöffneten Augen an und beugte sich dann etwas nach vorne, deutete ihm an, dass er sich zu ihr hinunter bücken solle und flüsterte ihm dann ins Ohr: "Ich habe keine Angst. Nichts kann mir geschehen, denn Mutter passt auf mich auf" Nach diesen, für ihn etwas leichtgläubigen Kinderworten, stellte sie sich aufrecht hin, blickte sich kurz um, setzte ihr verspieltes Lächeln auf und deutete ihm an, er solle ihr folgen. Immer noch erstaunt über ihre Worte, folgt er ihr Wortlos. Wie kann ihre Mutter auf sie aufpassen, hier ist doch weit und breit niemand außer uns, dachte er bei sich. Langsam, aber sicher, kam ihm Laiyla immer seltsamer und seltsamer vor. Stunden waren sie nun schon bei Nacht und Dunkelheit unterwegs gewesen und die Müdigkeit schlich sich langsam aber unweigerlich erneut ein. Laiyla schien auch von den Strapazen der Wanderung unbeeindruckt, sie redete und redete und zeigte dabei kein Zeichen von Erschöpfung. Cylandor jedoch wollte ein erneutes Zusammenbrechen seines Körpers verhindern und so bat er sie um ein Nachtlager. Sie willigte ein und schnell errichteten die Beiden ein provisorisches Lager. Sie entfachten ein Feuer und warfen genügend Holz hinein, damit es auch bis zum Anbruch des nächsten Tages brennen würde, somit wären sie wenigstens vor den wilden Tieren sicher, die sich in ihrer Nähe aufhielten. Sie legten sich nieder und es dauerte nicht lange, da hatten sich seine Augen auch schon wieder geschlossen. Immer wieder jedoch, gingen im die Worte Laiyla´s durch den Kopf, wie konnte ihre Mutter auf sie aufpassen, war sie nur verwirrt? Hatte sie ihre Mutter verloren und sah sie sie jetzt als Geist bei sich? Er entschloss sich diesen Fragen erst am nächsten Morgen nach zugehen, da er merkte, wie die Müdigkeit ihn bereits überwältigte. Die ersten Sonnenstrahlen des Tages schienen ihm ins Gesicht. Er blinzelte, öffnete langsam seine Augen, rieb sich jene noch etwas und setzte sich danach auf. Lautstark begann er zu gähnen, ehe er sich umsah. Laiyla war weg. Hastig sprang er auf und schaute nervös in der Gegend umher, doch keine Spur war von ihr zu erkennen. Er sank zu Boden und griff sich mit beiden Händen an den Kopf. Doch genau in jenem Moment erklang nicht weit von ihm ein fröhliches Pfeifen. Er drehte seinen Kopf zur Seite und erblickte auch schon Laiyla, welche hinter einem Busch hervor trat, mit den Händen voller Beeren. "Ich habe uns ein kleines Frühstück besorgt, während du noch geschlafen hast. Hier, probier mal. Vor Allem die schwarzen Beeren, die sind köstlich." Sie streckte ihm die mit verschiedensten Beeren gefüllte Hand entgegen und lächelte ihn freundlich an. Er wusste nicht was er sagen sollte, er starrte sie einen Moment lang an, nickt dann und kostete die Beeren. Sie hatte recht, köstlich. Er verschlang Eine nach der Anderen. Er bedankte sich und danach setzten sie ihre Wanderung fort. Sogleich fielen ihm auch wieder ihre Worte vom Vortag ein. "Wie kommst du eigentlich darauf, dass dich hier draußen deine Mutter beschützt? Ich sehe sie hier nirgends oder ist sie ein Geist?" Bei seinen letzten Worten musste er selbst ein wenig schmunzeln, da er wusste das es Unsinn war, aber sogleich setzte er wieder eine ernstere Mine auf und sah sie fragend an. Sie schaute ihn nur kurz an, machte eine kreisende Bewegung mit ihren Händen, mit welcher sie auf alles in ihrer Umgebung deutete. "Das hier alles, ist Mutter. Sie beschützt mich, nur manchmal will sie auch nicht, doch das kommt nicht oft vor." Er verstand kein Wort, sie musste etwas verwirrt sein, das arme Ding, doch er beschloss es dabei zu belassen und nickte ihr zu als würde er genau verstehen wovon sie sprach. Und so setzten sie nun ihre Reise fort, Cylandor eher schweigsam, Laiyla hingegen erzählte immer wieder eine neue Geschichte von ihr, Mutter und den Tieren welchen sie begegnet war.




Eine schicksalhafte Begegnung




Sie betraten nun ein dunkles, kaltes Tal. Ein Schauer lief ihm über den Rücken, denn überall lagen Knochen und Skelettschädel herum. Hier musste vor vielen vielen Jahren ein großer Kampf stattgefunden haben. Laiyla blieb von den verrotteten Leichenteilen völlig unbeeindruckt, scheinbar hatte sie sie schon öfter gesehen oder sie waren ihr einfach egal, was er sich Anbetrachts ihres Alters nicht vorstellen konnte, denn er hatte schon viel gesehen, doch dieser Anblick schlug sich selbst bei ihm auf den Magen. Sie war, so wie auch die ganze Zeit zuvor, ein paar Schritte vor ihm gegangen, doch plötzlich stoppte sie. Sie neigte den Kopf leicht zur Seite und sprach leise zu ihm, dass er vorsichtig sein solle und leise, denn sonst würden SIE erwachen. Er hatte nicht die geringste Ahnung wovon sie sprach, aber in Anbetracht der Vielzahl der Leichen ringsum ihn, beschloss er sich nicht länger nach zu fragen, sondern das zu tun, was sie ihm auftrug. Langsam und sehr behutsam bei jedem Schritt, drangen sie nun immer tiefer in die Schlucht vor. Sein Blick schwenkte hastig von einer Seite zur Anderen, einmal nach oben und dann wieder zu seinen Füßen. Er hatte keine Waffe bei sich, außer sein Vertrauen in jene Gabe die er schon einmal einsetzte, doch er war sich nicht sicher ob dazu noch einmal im Stande sein würde. Sein Blick wanderte gerade von den Beinen Laiyla´s hoch zur Kante des Tals, als er plötzlich einen riesigen Stein sah, welcher gerade dabei war sich aus der Wand zu lösen und auf die Beiden hinab zu stürzen, kaum hatte er jenen auch registriert, löste er sich auch und schnellte mit unheimlicher Geschwindigkeit Richtung Boden. Cylandor reagiert schnell und schrie laut auf, während er gleichzeitig Laiyla einen kräftigen Schuppser nach vorne gab. In letzter Sekunde flog sie nach vorne und er machte einen Satz zurück, Sekundenbruchteile später schlug der Felsen zwischen den Beiden auf dem Boden auf. Der Felsen musste mindestens einen Durchmesser von fünf Metern gehabt haben, denn er versperrte nun den Durchgang zur anderen Seite auf welcher sich Laiyla befand. "Ist alles in Ordnung bei dir, Laiyla?" rief er hinüber, was wiederum, " Ja, alles bestens!" zur Folge hatte. Er schnaufte gerade tief durch und wollte sich noch überlegen, wie er nun am besten und einfachsten auf die andere Seite kommen würde, als er plötzlich Laiyla laut aufschreien hörte. Er hörte das Klappern von Rüstungen und die Hilfeschrei von Laiyla, den Lauten nach zu Urteilen dürfte es sich bei den Angreiffern um Menschen handeln, wahrscheinlich Banditen. Hastig suchte er einen Weg, einen Halten an welchem er sich auf den Felsen ziehen könnte um seiner Weggefährtin zur Hilfe zu eilen, und er hatte Glück. Als der Felsen aus dem Stein gebrochen war, hatten sich große Risse gebildet an welchen er sich nun hinauf ziehen konnte. Die Schreie wurden immer lauter und eindringlicher. Cylandor hatte schon Angst er würde zu spät kommen, doch noch hatten sie Laiyla noch nicht erreicht. Mit einem mächtigen Satz sprang er von dem eben erklommenen Felsen und stellte sich vor sie. Die heranstürmenden Männer, es waren vier an der Zahl, schrieen laut um sich und wirbelten ihre Säbel und Äxte durch die Luft. Sie waren nur mehr ein paar Meter von ihnen entfernt, Cylandor machte sich Kampfbereit, er versuchte jenes Phänomen zu wiederholen, welches er vor langer Zeit zustande gebracht hatte, er konzentrierte sich, richtete seinen ganzen Zorn auf die heran nahende Gefahr, doch nichts geschah. Nun hatte er die Antwort, kurz vor seinem bevorstehenden Tod, erhalten. Er hatte keine astrale Gabe, zumindest konnte er sie nicht bewusst Nutzen. Diese neu gewonnene Erkenntnis war zwar gut zu wissen für ihn, doch würde sie ihm nun auch gleichzeitig das Leben kosten. Er drückte Laiyla hinter sich und drängte sie immer weiter zurück zum Felsen, bis sie schließlich anstanden. Er hörte sie hinter sich etwas murmeln, er konnte allerdings nicht genau verstehen was sie sagte, doch das Wort "Mutter" kam öfters vor und plötzlich war sie verschwunden. Er griff hinter sich, aber er griff ins Leere. Als er sich umdrehte konnte er seinen Augen nicht trauen. Sie war verschwunden. Vom Erdboden verschluckt. Hektisch blickte er sich um, rauf runter, links rechts, doch nichts war von ihr mehr zu sehen. Als er seinen Blick nach oben richtete, sah er jedoch etwas anderes. Ein relativ große, dunkle Gestalt, welche er gerade noch erkennen konnte, da sie im Schatten eines Felsvorsprunges stand. Beide Arme waren vor der Brust verschränkt und ohne jegliche Regung starrte die Gestalt auf das Geschehen in welchem Cylandor unter Anderem auch verwickelt war. Die Angreifer rasten noch immer ungebremst unter lautem Gebrüll auf ihn zu. Kurz sah er noch einmal zu dem Felsvorsprung hinauf, doch die Gestalt von eben war verschwunden. Bruchteil einer Sekunde später, tauchte die Gestalt plötzlich vor ihm auf, eine Kapuze war weit ins Gesicht gezogen, es hatte ungefähr die gleiche Größe wie er selbst, kalte, durchbohrende Augen starrten ihn an. Sie stand alle im Schatten, daher war es der Umgebung entsprechend kühl, doch als diese Gestalt vor ihm auftauchte, verspürte er Kälte wie er sie noch nie zuvor empfunden hatte. Sie schien sich von innen heraus auszubreiten und tiefer zu dringen als alles andere zuvor. Als die Banditen, das plötzliche Erscheinen der Gestalt registrierten, hielten sie Inne. Cylandor musterte es von oben bis unten, irgendetwas störte ihn an dieser Gestalt, doch er konnte es noch nicht zuordnen. Mit ungeheuerlicher Geschwindigkeit wendete es sich um, zückte in dessen Bewegung einen Dolch und sprang auf die Räuber los. So etwas hatte Cylandor noch nicht gesehen, diese Kraft, Wendigkeit und Schnelligkeit. Er traute seinen Augen, die Vier hatten nicht den Funken einer Chance gegen die Attacken der mysteriösen Gestalt gehabt. Blutüberströmt lagen sie am Boden und rührten sich nicht mehr. Nach getaner Arbeit beugte es sich über einen der toten Männer, Cylandor konnte nicht sehen was es tat. Ein paar Sekunden vergingen ehe es sich des leblosen Körpers wieder entledigte. Die Gestalt, er konnte noch nicht erkennen ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte, drehte sich zu ihm und kam näher. Cylandor konnte dabei spüren wie Kälte in seinem Körper wieder anstieg, je näher es kam...

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