Qu'ellar Velkyn

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Inhaltsverzeichnis

Gesinnung

rechtschaffen Böse
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Beschreibung

"lil alurl velve zhah lila velkyn uss"
  • dunkelelfisches Sprichwort

- Die beste Klinge ist die Verborgene -


"Die Verborgenen" nannte sich dieses Qu’ellar, das die Finsternis des Unterreichs hinter sich ließ. Dem Pfad der Ahnen folgend und damit wandelnd unter dem Sternenhimmel und der brennenden Sonne, suchten diese Dunkelelfen ihr Schicksal an der Oberfläche, mit all ihren Rassen und Kriegen.

Beseelt vom Glauben an die EINE Göttin und in der Gewissheit, dass kein Weg zurückführte, solange die Ziele des “Großen Plans” nicht erreicht wurden, all das Wissen um die Ahnen erfahren war, begann der gnadenlose Kampf um das Überleben - sind die Drow im Unterreich doch die Herrscher, so sind sie an der Oberfläche nur eine Partei von vielen.


Struktur

Stammbaum des Qu'ellar Velkyn

Das Qu'ellar gliedert sich in C'rinti (adlige Drow) und Shebali (gemeine Drow). C'rintri entstammen durch Geburt oder Adoption der herrschenden Dynastie, während Shebali sämtliche andere Drow umfasst. Rothen besitzt das Qu'ellar Velkyn im Moment nicht, da diese alle in Underdark verheizt wurden.


Nur der Adel stellt die höheren Positionen des Hauses (Priesterinnen, Magier - einzige Ausnahme bildet Belgos -, Meisterinnen und Meister), während die Gemeinen das Kriegsvolk des Qu'ellar Velkyn sind.
(Wir bitten dies bei Charakterbewerbungen zu beachten)


Bewerbung

Information

Das Qu'ellar Velkyn wurde aufgrund Spielermangels und eigenem Wunsch der verbleibenden Spieler gelöscht.
Nominell existiert das Qu'ellar Velkyn noch als Größe in Elashinn, wird aber nach und nach an Bedeutung in den Quests verlieren die die verbleibenden Drow aussepielen werden.


Geschichte

Das Schicksal der Ahnen

Die erste Ilharess des Qu'ellar Velkyn (+ Log der Ringprägung)

Tod oder Wiedergeburt - Ein letztes Mal! Iymrae De'val 28.5.2006, 16:41

(OOC: respektvoller Tribut an frühere Rassen GMin Imrae !)

Es war soweit. Der Name "De'val" lag im sterben! In ein paar Stunden schon, würde der tapfere Herzschlag dieses alten Namens, hier in Menzoberranzan, ganz zum Erliegen kommen.

Schon bald würde hier unten, im Har'O'loth (Unterreich), Keiner diesen Namen mehr nennen, geschweige denn aussprechen wollen. Wie es sich ziehmt, wenn ein Haus augenscheinlich ausgelöscht wurde.

Ilharess Iymrae De'val gab eben noch die letzten Instruktionen an ihre Untertanen und Reste ihrer Familie, nun mit dem Abschmarsch in hoffentlich bessere Zeiten und an einen anderen Ort, zu beginnen. Dann drehte sie sich um und eilte die Treppe hinauf, ein letztes Mal ihr Gemach aufzusuchen. Dort ein letztes Gebet, auf würdigem Boden des Unterreiches, an ihre Göttin zu senden. Mit dem Anliegen, dass Lloth ihren Dunkelelfen und Ihr die schützenden Hände auflegen und dieser lang angelegte Plan auch bis zum letzten Detail gelingen möge. Sie wusste, dass sie dazu nicht mehr viel Zeit hatte. Und dass sie sich in Kürze an die Fersen ihrer Untertanen heften musste - Es gab kein Zurück mehr! Noch einmal zog sie Resume der vergangen Monate. Wie konnte es nur dazu kommen? Warum war es nötig diese Schritte zu tun? Was war der Auslöser für dieses halsbrecherische Unterfangen?

Rückblende... Alles begann wohl damit, dass das Haus Noquar, welches schon immer einen angesehen Platz im Häusergefüge Menzoberranzans inne hatte, ihre Zelte an der Oberfläche abbrachen und wieder "nach Hause" zurückkehrten. Für so ein kleines Adelsgeschlecht, wie die De'val, war diese Rückkehr der Noquar wie ein Stoss von Vorne, der Einen taumelnd zurückstraucheln liess. De'val hatte sich innerhalb der letzten Jahrzehnte in mühevoller Kleinstarbeit bis auf den 13. Rang vorkämpfen können. Umso schmerzlicher war es nun zu erkennen, dass man mit dem erneuten Auftauchen eines machtvolleren Hauses, um eine Platzierung zurückgeworfen wurde. Und man sich nun abermals mit dem 14. Rang zu begnügen hatte. Für das Qu'ellar De'val stand aber fest, dass man sich mit diesem Rückschlag nicht abfinden wollte - geschweige denn es dabei zu belassen.

Iymrae musste einen Weg aus dieser demütigenden Position finden und zog ihre engste Beraterin und auch jüngere Schwester Sallyria heran, um gemeinsam eine Taktik auszuarbeiten, damit man sich aus diesem Würgegriff herauswinden konnte. Sallyria war in Ihren Augen schon immer die bessere Strategin, auch wenn Sie es sich selbst nur ungern eingestehen wollte. Aber man musste Das nutzen, was Einen umgab! Sie wusste nur zu genau, was ihr jüngeres Schwesterchen über Sie dachte - Neid! Aber solange Iymrae ihr den Raum gab mitzuregieren, solange würde sie die Finger stillhalten, wäre zu beschäftigt mit ihren Aufgaben, als dass sie grossartig darüber nachdenken konnte, wie man sich der älteren Schwester entledigen könne um selbst den Thron zu besetzen.

Die geheimen Unterredungen waren sehr fruchtbar und anfängliche Ideen konnte man zu einer Struktur weben, auf die ihre grosse Göttin stolz sein würde. Es dauerte ettliche Wochen und Monate diese ganzen miteinander verwobenen Intrigen zu planen und letztendlich umzusetzen. Und mittlerweile zogen die Ereignisse engere Kreise, die schliesslich die Schlinge immer mehr zuzogen. Die Ilharess Iymrae De'val beschloss ihr Haus dort unten abzuziehen und an die Oberfläche zu gehen. Dort zu grösserer Macht zu wachsen, als es im kriegerischen Untergrund möglich war, da man immer mit hinterhältigen Machtrangeleien zu rechnen hatte, was die eigenen Reihen immer wieder aufs Schwerste dezimierte. Um eines Tages erstarkt zurückzukehren und die Häuserrangfolge von hinten her "aufzurollen". Jetzt da Noquar wieder seinen Rang beanspruchte und man augenscheinlich keinerlei Chance sah, jemals siegreich an ihnen vorbei zu kommen, versuchte man die eigenen Ziele wie langsam wirkendes Gift einzuträufeln. Man sammelte Truppen. Rothen (Sklaven), zusammen gesetzt aus vielerlei Rassen des Unterreiches: Gnome, Svirfneblin und anderer mannigfaltiger Herkunft. Zudem wurden nicht ganz unbeträchtliche Zahlen an Söldner der Bregan D'aerthe angeheuert oder bestochen für das Qu'ellar De'val in den Krieg zu ziehen. Diese Truppen sollten vom Qu'el Saruk (Waffenmeister des Hauses) angeführt, gegen Noquar einen Angriff durchführen. Was diese Schlachtengruppe nicht gesagt bekam... dass man damit kalkulierte, dass sie komplett vor den Toren Noquars fallen würden - waren doch die Puzzelsteine im Mosaik schon ausgelegt und würden nun ihren Zusammenschluss erfahren. All diese Opfer nur damit sich der Rest des Hochadels der De'val, wie Diebe in der Nacht davon scheichen konnten, den Rest der Sippe schützend an die Oberfläche zu führen. Das Geschlecht zu erhalten.

Natürlich bedurfte es das Mitwissen einer ganz bestimmten Person. Die Valsharess Vierna Do'Urden. Sie hatte die höchste Machtstellung im "Hohen Konzil" inne. Als Führerin des ältesten und mächtigsten, dem ersten Hauses dieser Stadt. Die eine Macht hatte, wie es sie kein zweites Mal in der "Dunklen Stadt" gab. Sie musste über die hinterhältigen Pläne informiert werden, damit De'val durch sie Rückendeckung, Stillschweigen oder gar Vertuschung erfahren durften, falls jemals ein anderes Haus Zweifel am Untergang De'vals hegen und Nachforschungen anstellen würde. Aber wie jede Bestechung, durfte auch diese Mitwisserschaft und Gnädigkeit der Lüge, nicht ohne angemessene Opfergabe bleiben. Und so schenkte man der Valsharess die älteste Tochter und eigentlich künftige Thronerbin um sie müssig zu stimmen. Solche Opfergaben dieser Grössenordnung waren durchaus üblich, wenn auch nicht alltäglich, und wurden mit offenen Händen entgegen genommen, wie auch von der grossen Spinnengöttin gern gesehen. Auch wenn fast alle Priesterinnen der De'val über diese Opfergabe informiert waren, Eines wussten sie allerdings nicht: Imyrae De'val bekundete totale Unterwerfung unter dem Willen der Valsharess, als sie den Einen Ring der De'val übergeben ließ. Einen mattblauen Ring, der von Lloth eigens mit Macht gespeist war.

Iymrae musste diesen herben Gunst-Verlust, so lange als irgend möglich, vor ihren Untertanen und Kindern verschweigen. Nicht schlimm genug dass sie ihre Erstgeborene opfern musste. Die Demütigung wurde noch erschlagender durch Abgabe dieses Ringes. Wie sollte sie mit Lobpreisungen und Huldigungen ihrer Nachkommen rechnen können, wenn sie wie ein Sklave vor den Augen der Valsharess im Staube kroch?! Ihres Instrumentes beraubt. Niemand durfte etwas darüber wissen oder erfahren! Spätestens wenn sie an der Oberfläche ein neues Zuhause aufgebaut, das grosse Ziel ohne Zwischenfall erreicht, sich somit die Gunst Lloths erneut verdient hätte - Erst DANN konnte sie daran gehen, sich mit Lloths Gnade einen neuen Siegel-Ring unter dem neuen Namen zu schmieden. ...

Jetzt war es soweit. Iymrae kniete ein letztes Mal vor dem prunkvollen Schrein ihres Gemaches. Ein letztes Mal, in ihrem kleinen Königreich De'val, ihrer verehrten Göttin zu huldigen. Schon gleich würde sie ebenfalls das Haus ...ein letztes Mal... verlassen um wohl nie wieder zurückzukehren ... Ein letztes Mal! ... Während hinter ihr geräuschlos die Tür geöffnet wurde ...


Eine muss sich erheben Aun'rae De'val 28.5.2006, 16:46

Lange verharrte Aun'raes Blick auf dem Dolch in ihrer Hand. Ein hauchdünner, dunkelgrüner Schimmer lag auf der Klinge. Nocheinmal wog sie ihn sorgfältig. Gut ausbalanciert war er durchaus, insofern auch gut geeignet um ihn zu werfen, andererseits war er jedoch fast unbrauchbar um einen richtigen Kampf auszutragen, zu klein war die Klinge um auch nur annähernd einen Schlag parieren zu können. Aber es war die perfekte Meuchelwaffe. Und genau das war die Bestimmung Dieses kleinen metallenen Dinges. Er sollte das Leben Aun'raes und das ihres gesamten Qu'ellars nachhaltig ändern. Ein kurzer Blick aus dem Fenster offenbarte ihr die Truppenbewegungen die draußen Vor sich gingen. Der Plan war sehr simpel, aber gerade Diese Simplizität machte ihn so genial. Niemand würde ahnen, dass die Adligen eine Art Fintenangriff starten um selbst zu entkommen. Dafür waren Diese einfältigen Noquar viel zu... Blind. Der Blick fiel auf das Narbondel in der Mitte der Stadt. Bald schon, bald würde es soweit seinund die adligen würden sich zur Flucht einfinden. Flucht, welch schreckliches Wort, taktischer Rückzug, das klingt besser. Es war schon einige Zeit vergangen seit der Söldnertrupp losgezogen war um den Weg zu ebnen. Man sollte leicht zu ihnen aufschließen können, ohne jeglicher Gefahr ausgesetzt zu werden. Jedoch war Aun'rae klar, was auch bald ihrer Mutter, der Ilharess des Qu'ellar De'val klar werden würde. Der wahre Feind liegt nicht an der Oberwelt, auf dem Weg dorthin oder bei den Noquar. Der wahre Feind stand ihr näher als sie vielleicht wahrhaben wollte. Aun'raes Ausbildung an der Arach'Tinilith hatte sie viel gelehrt, wahrscheinlich war Diese Zeit bei ihrer Mutter bereits zu lange zurückliegend, als dass sie sich noch an die warnenden Worte, die ihnen immer wieder gesagt wurden erinnerte. Der Feind lauerte überall.

Aun'rae kam die Aufregung um die Rückkehr der Noquar und der damit zusammnhängende Krieg gerade recht. Ihre Mutter war unvorsichtig geworden. Sie erwartete den tödlichen Bolzen von vorne, den Dolch im Rücken hingegen würde sie erst bemerken, wenn es bereits zu spät ist. Die Gedanken der recht hoch gewachsenen Drow überschlugen sich förmlich. Zwar waren sie zur Emotionslosigkeit was das töten angeht mehr oder minder erzogen.

Jedoch war ein Attentat eine nervliche Belastung, der sich Aun'rae bis dato noch nicht stellen musste. Klar sie war bei vielen Tötungen dabei gewesen, hatte sie betreut, befehligt, aber jemanden hinterrücks zu meucheln war etwas anderes. Noch einmal erinnerte sie sich an das Ziel das vor ihr lag. Sie würde Ilharess des Qu'ellar werden. Eines neuen Qu'ellar.

Ein weiterer Blick auf das Narbondel verriert ihr, dass die Zeit gekommen war. Nun würde sich der Adel treffen und... Taktisch zurückziehen. Sie durfte keinesfalles zu früh sein, aber auch nicht zu spät. Jetzt Aufregung zu erregen würde das Scheitern ihres Planes bedeuten. Noch einmal sandte sie ein kurzes Stoßgebet Gen Lloth und machte sich auf den Weg in den Thronsaal. Der Dolch war inzwischen in ein Lederband am Arm der Yathrin unter ihrer Robe versteckt. Der sichere Schritt, den Aun'rae an den Tag legte, vermittelte ganz und gar nicht die innere Unruhe, die von Aun'rae Besitz ergriffen hatte. Die Worte die die Mutter Oberin an die Anwesenden richtete, gingen komplett an ihr vorbei. Aber das alles war ihr gleich.Dann endlich passierte worauf sie gewartet hatte. Langsam, undendlich langsam setzten sich die anderen Mitglieder des Hauses in Bewegung. Iymrae, ihre Mutter, hingegen verschwand nocheinmal in ihren Gemächern. Genau darauf hatte Aun'rae spekuliert. Sich noch einmal umblickend schlich sie hinter ihr her und betrat leise das Zimmer der Ilharess. Noch nie hatte sie die Gemächer betreten. Prunkvoll waren sie. Bald würde auch Aun'rae, der neuen Ilharess, Dieses Privileg zustehen. Iymrae war in ein Gebet versunken, als sich ihre Tochter langsam näherte. Jedoch sah sie davon ab, ihr Werk nun schon zu vollbringen. Den Dolch hatte sie bereits in der Hand, ihr Blick schien verklärt und über die Welt um Aun'rae herum senkte sich ein Schleier. Nun folgte sie komplett ihren Instinkten, die ihr über Jahre hinweg antrainiert wurden. Als Iymrae die letzten Worte ihres Gebets laut aussprach Machte Aun'rae einen weit ausgreifenden Schritt nach vorn und rammte ihr den Dolch in den Rücken. Unter einem Röcheln erstarben die letzten Worte der alten Ilharess d'lil De'val. Ihr Blick fiel auf die Hand Iymrae's. Doch zu ihrem Erstaunen, und besonders ihrem Entsetzen, befand sich kein Ring an der Hand ihrer Mutter. Was war geschehen? Vollkommen verwirrt sah sie sich hektisch um. Irgendwo musste er doch sein! Das Schmuckkästchen der Ilharess fiel ihr ins Auge. Vielleicht... Hatte sie ihn nur abgelegt. Sie nahm das Kästchen an sich und rüttelte an dem Schloss. Es öffnete sich nicht. Daraufhin verstaute sie das Kästchen sorgsam in ihrer Kleidung, verließ schnell das Gemach und ließ dabei ihren Dolch zurück, ihr langes fortbleiben durfte noch nicht auffallen. Sie hatte noch keinen sicheren Beweis ihrer Macht, sie musste also aufpassen.

Erst längere Zeit, nachdem sie sich bereits den Adligen angeschlossen hatte, verstand sie überhaupt, was sie getan hatte. Außerdem begriff sie erst jetzt, auf welch wackligen Beinen ihr Vorhaben steht, da sie immer noch keinerlei konkreten Machtbeweis hatte, da es ihr immer noch nicht gelungen war, das Kästchen ohne die neugierigen Blicke der Anderen zu öffnen. Hingegen musste sie innerlich schmunzeln, einerseits über die Dummheit der alten Ilharess und andererseits voller Selbstbewusstsein über ihre Tat. Ein wohliger Schauer der Zufriedenheit überkam sie, als sie über den Ausdruck in Iymraes Augen nachdachte. Sie war sich sicher Lloth würde diese Tat belohnen, und der eine Möglichkeit ihre Macht zu beweisen würde sich finden. Des weiteren hatte sie nun den ersten Schritt zur kompletten Kaltblütigkeit vollzogen. Weitere Meuchelmorde dieser Art würden ihr viel leichter fallen und damit hatte sie eine Möglichkeit gefunden, sich unliebsamer Konkurrentinnen bei der Frage nach der Ilharess zu entledigen, sobald diese im Raum steht.


... Zu Spät Sallyria De'val 28.5.2006, 16:48

Die Zeitpläne waren eng gestrickt. Vollzogen sich aber wie erwartet - oder besser gesagt von langer, präziser Hand geplant. Wie eine Kette umfallender Dominosteine, mit all ihrer Hürden und kleiner Spielereien die man vorausschauend, in dieses fein stilisierte Chaos, eingebaut hatte. Der Angriff auf Noquar sollte sich anhand selbst gesetzter zeitlicher Vorgaben, nun doch dem sicheren Ende neigen und schon bald erwartete man deren Rückschlag. Man die eigenen Truppen in den wohl sicheren Tod geschickt hatte, nur damit der Hochadel sich klammheimlich aus Menzoberranzan stehlen konnte. Was man nicht als Flucht bezeichnen durfte, sondern als taktischen Rückzug. Als relevanter Baustein einer Intrige, wie sie kniffliger nicht hätte sein können. Die Pläne waren perfekt! Sallyria hatte just die Eingangshalle verlassen, in der eben noch ihre holde Schwester, die Ilharess Iymrae De'val, die Abreisepläne des restlich verbliebenen Adels durch unterirdische Geheimgänge befehligt hatte. Die ersten Wachen entließen sich schon in Eile der dunklen Gruften, unterhalb ihrer Festung. Hinweg vom gestellten "Zerfall" des Adelsgeschlechts De'val, hinweg von der Schmach im Kampfe gegen Noquar gänzlich zu unterliegen. Sallyria verfolgte nunmehr Iymrae mit den Augen und stellte fest, dass sie noch einmal hinauf in ihre Gemächer rauschte, bevor sie sich wohl auch der Truppe anschließen wollte. Iymrae machte es ihr wirklich einfach. JETZT ward Ihre siegreiche Stunde gekommen! JETZT musste es geschehen! Das Zeitfenster war zu günstig, als dass sie sich diese Chance entgehen lassen dürfte! ... Hinterher könnte sie verkünden, dass einzelne Assassinen der Noquar die Festungsmauern erklommen hatten, sich Zutritt zum Gemach ihrer Schwester verschafften. Die Ilharess wohl überraschten und sie - wie schrecklich - dort kaltblütig des Lebensodems entrissen; sie dem Kriegstreiben des Häuserkampfes zum Opfer fiel... Sie -Sallyria- eben noch dazu kam um Iymrae rächen zu wollen. Die Ilharessenmeuchler in die Flucht oder in den sicheren Tod geschlagen hat, aber jedwede Hilfe für Iymrae selbst, zu spät kam und sie noch in ihren Armen verstarb. Und für Noquar wäre Das auch die gelungene Täuschung, das Haus komplett ausgelöscht zu haben. Perfekt! ... Endlich würde sie sich Zugang zum langersehnten und rechtmäßigen Platz im Hause verschaffen. Ihre ältere Schwester war ihr schon viel zu lange dort im Weg, wo eigentlich Ihr Platz hätte sein müssen. Ihre Schwester Iymrae schien ihr schon immer zu schwach. Schon allein durch die Tatsache, dass sie sehr schnell zu verunsichern war und sie oftmals Beratung bei Ihr selbst suchte um Pläne in die Tat umzusetzen, wie auch der nun weit draußen tobende Scheinangriff gegen Noquar, in groben Umrissen von Sallyria ausgetüftelt wurde. Sie wankte zu oft in ihren Entscheidungen hin und her. War sich unschlüssig darüber, welcher Schachzug doch am Klügsten wäre. Immer kam Iymrae mit ihren unausgegorenen Entschlüssen zu Sallyria. Dieses unfähige Subjekt ihres eigenen Blutes, hatte nicht einmal den Schneid einen abgelegten Jaluk (Mann) nach einer Liebesnacht fachgerecht zu entsorgen. Immer schickte sie Sallyria hinterher, um ihre Fehltritte unsichtbar zu machen, ihre Unzulänglichkeiten zu vertuschen. Nur damit kein Anderer entlarven würde, wie unfähig sie doch (in ihren Augen) war. Nicht einmal ihre eigenen Kinder bekamen von diesen Verdunklungsmanövern etwas mit. Sallyria deckte ihren Rücken schon immer vortrefflich - Doch zu welchem Preis!?

Iymrae hatte damals nur Glück gehabt, den Thron durch natürlichen Tod ihrer Ilha (Mutter) zu erben. Immerhin war sie die Ältere und war laut Rangfolge in solchem Fall als rechtmäßige Thronerbin bestimmt, die nächste Mutter Oberin zu werden. Diese machtvolle Position wurde ihr praktisch schon bei Geburt zum Geschenk gemacht. Welch' unglückliche Fügung der Erstgeborenenstellung. Und die seltenen Momente, in denen Sallyria dieses "Fehlurteil der Natur" hätte beheben können, wurden viel zu oft vereitelt oder kurz gesagt, sie war fast nie wirklich Alleine. Nun hatte Sie diese Spielchen lange genug über sich ergehen lassen! Ihr Hass hatte all die Jahre Platz genug um sich zu multiplizieren. Nicht nur gegen Iymrae, sondern auch ihrer Brut gegenüber! Nicht genug, dass Iymrae ihr ein schmerzender Dorn im Auge war -Nein- sie musste sich auch noch unglücklicherweise, gleich vier Mal vermehren! Vier verzogene Fratzen hatte sie zu all dem Überfluss in die Welt gesetzt: Maya die Älteste, Yu'lin, Aunrae und in ihren Augen, das verweichlichte Prinzlein. Es war an der Zeit diesen Schandfleck der Erbfolge und wie Sie selbst meinte - gröbste Fehlbesetzung aller Dynastien zuvor - auszumerzen, eine kleine Korrektur vorzunehmen. Sich anstelle ihrer, Selbst zu krönen! Und es käme ihr sehr gelegen wenn Iymraes Auslöschung, vertuscht durch den Krieg gegen Haus Noquar, SIE als nächste Erbin, auf den Thron katapultieren würde. Auch wenn in Wirklichkeit Sallyria da ein wenig nachhelfen würde ...

Rasch suchte sie nun Deckung hinter einer der massiven Säulen des kleineren Verbindungssaales zur Kapelle, nur um den Augen möglicher Spione der Eingangshalle zu entkommen. Eben entglitt ihr Iymrae aus dem Visier, als sie am Kopfe der breiten Treppe in den großen verdeckten Säulengang bog, der sie zu ihrem Zimmer geleiten sollte. Schnell suchte Sallyria den Schutz der nächsten Säule, immer gewahr, keine fremden Blicke auf sich zu lenken bis sie sich letztendlich hinter der reichlich verzierten Kapellentür, gänzlich der gierigen Augen Aller entziehen konnte. Hier kannte sie sich Bestens aus. In die Nähe des pompösen Thrones, der an der Kopfseite des 8-eckigen Raumes lag, wagten sich nur Jene die auch privilegiert genug waren, solch heilige Stätte auch betreten zu dürfen. Aber was kaum einer Priesterin bekannt war, außer natürlich der Mutter Oberin und ihr, dass sich an der prunkvollen Täfelung hinter dem Altar, seitlich ein verborgener Druckmechanismus in Form einer Spinne verbarg. Sie fiel in der unzähligen Menge der Spinnenabbildungen kaum auf, da sie wirklich zierlich und unscheinbar gestochen war. Aber Sallyria war dieses kleine Wesen wohl bekannt und hatte ihr sogar einen Namen gegeben: Amal'lyn, was soviel wie "göttliche Spionin" bedeutete. Schnell hatte sie das kleine Tierchen in die richtige Position gedreht und dann in der Wand versenkt, als sich auch schon die kleine Nische auftat. Welche über einen äußerst schmalen Gang, hinauf in den oberen Stock, hinter einen Vorhang führen sollte. Der, wie so viele andere Wandverkleidungen, eigentlich nur eine Dekoration der kalten Mauern darstellte. Sie zog die bewegliche Wand in die ehemalige Position zurück und die kleine Spinne sprang freudig klickend, auf der anderen Seite, wieder auf ihren alten Platz. Dann huschte sie geschwind die ausgetretenen Stufen hinauf.

Jetzt hieß es - nur keine Zeit verschwenden! Iymrae war sich sicher bewusst, dass auch sie kaum noch Zeit hatte. Was nur, hatte sie dort oben noch zu holen? Abermals schüttelte sie den Kopf über die maßlose Planlosigkeit der missratenen Schwester. Aber immerhin gab sie Ihr damit die Chance ihres Lebens - Den Wandel in machtvollere Zeiten, für sich und das Qu'ellar. Iymrae sollte sich nun besser auch anschicken, wenn sie ihren Platz in der letzten Rückzugskolonne noch rechtzeitig einnehmen wollte. Ehe die Truppen Noquars - mit dem zu erwartenden Rachefeldzug als Antwort auf das dreiste Aufbäumen eines kleineren, dem 14. Hause - sich der Festung bemächtigen würden. Um auch den verbleibenden Rest-Adel niederzustrecken und somit die komplette Auslöschung der De'val zu besiegeln, zu vollenden.

Oben auf der Empore angekommen, zog sie die hauchdünne Metallwand nahezu geräuschlos nach innen auf. Nur ein leichter Lufthauch sog kurz an dem schweren weinroten Vorhang, der diese Geheimtür verbergen sollte. Sie lauschte in die mittlerweile eingetretene Stille und Leere, die zwischenzeitlich Besitz der ganzen Hallen ergriffen hatte. Dann hörte sie ein paar zarte Schritte die sich vorne auf dem Gang, Richtung Treppe, rasch entfernten. - Verdammt! Hatte sie Sie um ein paar Augenblicke verfehlt? War nun der günstigste aller Momente verstrichen, unwiderruflich vertan? -

Vorsichtig lugte sie durch den Spalt, der ihr zwischen Wand und Baldachin geschenkt wurde. Aber Das was sich nun immer eiliger entfernte, hatte nicht einmal Ähnlichkeit mit Iymrae. Es war vielmehr die zierlichere Gestalt der Jüngsten - Aunrae, ihre aufmüpfige kleine Nichte, die sie am liebsten schon als Säugling in einem der Taufbecken wollte schwimmen sehen. Dann vernahm sie, dass Aunrae wohl just die Treppe erreicht hatte. Das schnellere Tapsen der Schritte auf Stufen, war unverkennbar zuzuordnen. Jetzt konnte sie ihr Versteck verlassen.

Doch plötzlich, hielt sie inne - Ihr Herz versagte den nächsten Schlag und es blieb für einen Moment förmlich stehen! Eine bitter schmerzende Vorahnung, in Form ätzender Säure, bahnte sich alles zerfressend den Weg aus der empfindlichen Magengrube. Hinauf bis in ihre Kehle, nur um dort als eine explodierende Hitzewelle in ihrem Kopf und dem Gesicht zu zerplatzen.

Sie wird doch nicht ...!?

Die nächsten Sekunden vollzogen sich wie eine Anreihung von Bildgewittern in ihrem Kopf. Geradezu hektisch warf sie sich mit großen Schritten auf die ihr gegenüberliegende Tür und riss sie auf .... Iymrae kniete leblos zusammengesunken vor dem Gebetsschrein ihres Zimmers, die Hände noch krampfend an der oberen Kante des Sockels haltend, ein paar Fingernägel tief in das edle Holz gekrallt. Doch - der verzauberte, machtvolle Gegenstand an ihrem Ringfinger ? - Der Ilharess-Siegelring - War weg! Hatte sich wohl schon eine neue Besitzerin gewählt. Und SIE, war es auch diesmal nicht! Nun konnte sie, die eben noch an sich selbst gerichtete Frage beantworten:

Sie wird doch nicht ... !? - Doch - Sie HAT!

Die schwere Tür hinter ihr zog langsam zurück in den Rahmen. Während sie stockenden Atems, nahezu besinnungslos und schockiert nach hinten taumelte, dem Knacken des Schlosses nachzuhelfen. Dann fuhren ihre Augen im wilden Zick-Zack über das beschämende Etwas. Ein Dolch steckte noch dort, wo Sallyrias Macht hätte beginnen können. Aber es war nicht ihre Waffe... nicht ihr Siegelring ... nicht ihre Tat! Die gemeine Diebin ist ihr zuvor gekommen, nur um ein paar Augenblicke. Und dabei hätte Sie dem Schicksal ihre ganz eigene Wendung geben können. Dann sank Sie wie eine Marionette, der man die Fäden abgeschnitten hatte, an der Tür entlang, schleifend zu Boden.

Das einzige, einzig wahre Ziel der letzten Dekaden (Jahrzehnte), zerbröckelte im Nu wie alter Käse ... Der Traum an Macht zerbrach in tausend Scherben, die wie ein frostig beißender Sturm schneidender Klingen in das Gewand ihres Seelenlebens geschleudert wurden. Niemals zuvor in ihrem Leben wurde sie, mit einem Schlag, So gedemütigt. Und Das auch noch von der jüngsten Ausgeburt ihrer so verhassten Schwester. Selbst noch im Tod schien Iymrae über Sallyria zu höhnen. Indem sie es zugelassen hatte, dass sich ihr kleiner Zögling Aunrae, in Form einer viel zu unerfahrenen Yathrin, an Ihr vorbei mogeln durfte ... ... Zu Spät!...


Nur ein Dolch? - Rachedurst Sallyria (De'val) 29.5.2006, 17:00

Da saß sie nun, aufs Tiefste beschämt von der Tatsache, dass ihre kleinste Nichte den entscheidenden Schachzug vollführen durfte. Schachmatt - Die Ilharess Iymrae, Sallyrias ältere Schwester, starb nicht durch Ihre, sondern wohl durch Aunraes Hand. Sicher hatte sie dafür keinen handfesten Beweis, aber allein die Umstände sprachen Bände. Im Elfen-Reich der dunklen Schönheiten, konnte man sich auf vielerlei Wege die Gunst der großen Spinnengöttin Lloth verdienen. Einer davon war ein hinterhältig und nahezu unsichtbarer Meuchelmord ohne Zeugen. Auch wenn man sich ausmalen konnte oder ahnte, wer die Tat durchgeführt hatte, so galt es durchaus als "gelungen" wenn es keine humanoiden Augen gesehen hatten – Nur diese Art gefiel. Ahnungen allein, hatten keinen Halt. Nur was im Verborgenen geschieht erhält auch die positive Zustimmung der Einen, wie auch innerhalb dieses zwielichtigen Volkes. Sallyria war sich bewusst, dass sie die Gunst Lloths nicht für sich beanspruchen konnte. Sie hatte die Chance verpasst. Hingegen Aunrae, welche die schnellere Hand geführt hatte, durfte sich diesen glorreichen Sieg anheften. Die Ilharess starb durch ihre Hand. Sallyria drehte sich der Magen um, wenn sie daran dachte, dass sie künftig nach dem Wort ihrer viel zu jungen Nichte zu tanzen hatte. Aber sollte es zu einer Ilharessen-Weihungszeremonie kommen, dann würde Sallyria nur mit leeren Händen dastehen, geschweige denn, sich vor Aunrae stellen zu können und die Gunst für sich beanspruchen. Sie konnte sich nun nicht mit fremden federn schmücken und wie selbstverständlich den Thron besteigen. Lloth sah Alles – Und sie hatte die künftige Ilharess schon in ihren mannigfaltigen Augen auserkoren. Aunrae.

Nur mühsam rappelte Sie sich auf, hatte das Gefühl innerhalb von Momenten um Jahre gealtert zu sein. Diese herbe Demütigung schnitt tiefer als jede gebräuchliche Waffe. Noch einmal flüchtig schwang ihr Blick durch den Schlafraum der Verblichenen. Hier war nichts Persönliches mehr, das an Iymrae erinnern konnte, außer die nun langsam auskühlende, sterbliche Hülle ihrer Schwester. Ihre Seele hatte sich schon längst auf die Reise ins ewige Reich Lloths begeben. Hier gab es Nichts mehr, nur Leere und schon bald würde auch die letzte, vernichtende Woge Noquars über diese Festung steigen um den Rest des Hauses De'val zu verschlingen. Es war an der Zeit, sie konnte das Geschehene nicht mehr rückgängig machen. Auch Sie musste sich nun eilen und die Mauern ihrer bisherigen Lebenszeit verlassen. Sicher waren Rylrin, ihr Sohn und auch Aunrae schon in den unterirdischen Gängen um die lange Reise an die Oberfläche zu begehen. Wieder blieben ihre Augen an dem "Instrument der Vernichtung" haften. Der Dolch... kurzerhand ging sie darauf zu und zog ihn langsam heraus. Wenn sie schon nicht die Genugtuung hatte Es selber vollbracht zu haben, dann sollte ihr wenigstens ein kleiner Moment der Erpressung zuteil werden, in welchem sie Aunrae ihre Mitwisserschaft demonstrieren konnte. Malte sich in Gedanken aus, welch' entsetztes Gesicht Aunrae machen würde, wenn Sie ihr diesen Stolperstein präsentieren würde. Diese Stichwaffe konnte immerhin dazu dienen, ein klein wenig Angst, Zweifel und Druck zu erzeugen. Man konnte nie sicher gehen, ob solch unscheinbares Werkzeug doch noch zu Größerem geschmiedet war. Schnell schlug sie den Dolch der Enthronisierung in ein kleines Tuch, welches noch als Zierdeckchen auf dem Tisch lag. Dann schenkte sie ihrer leblosen Schwester noch ein seliges Lächeln, bevor sie sich selber auf den Weg machte. Flugs huschte sie, noch einmal die Gänge des Qu'el (Haus) in friedlichem Schlummer zu wissen, hinaus. Durch die Kapelle zurück in die große Halle. Dort hinter einer Säule lag noch ihr Handgepäck. Fix geschultert und das "Werkzeug" künftiger Ereignisse unter ihre leichte Rüstung geklemmt, stahl auch Sie sich jetzt davon. Hinweg in die vertrauten Gänge, sich der Gruppe an zu schliessen... Hinauf... hoch ans Licht!


Und: Das Wort verklingt in Finsternis Aun'rae Velkyn 29.5.2006, 18:02

- Licht sei Schicksal

Nach einiger Zeit war es der adligen Gruppe gelungen. Sie waren auf der Oberwelt angekommen. Aun'rae sah sich ein wenig irritiert in dem Canyon um, der ihnen von den Angehörigen der Söldnertruppe gezeigt wurde. In diesem Berg sollte Elashinn liegen, der Zufluchtsort der Dunkelelfen der Oberwelt. Kurz verzog Aun'rae ihr Gesicht. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie sie sich in solch einem engen Gebilde entfalten solle. Dann jedoch wurde ihr bewusst, dass dieser Berg all die Macht bedeutete die Aun'rae sich schon lange wünschte. Bald schon würde sie sich auf dem Thron des Qu'ellar einnisten und ihn nicht mehr verlassen.

Das Qu'ellar. Es stand nun gesammelt in einem kleinen Kreis versammelt. Einmal atmete Aun'rae tief durch und trat Dann Vor die Mitglieder ihres Qu'ellar. Ja IHRES Qu'ellar, bald schon wird es komplett ihr gehören.

"C'rinti d'lil Qu'ellar, ich habe euch etwas mitzuteilen." Schweigen breitete sich in der zuvor unruhigen Masse aus. "Die Ilharess ist tot. ... ... Und ihr Ring verloren!"

Nun kam rege Unruhe in die Reihen der Drow, man hörte sowohl höhnische als auch ungläubige Stimmen, von denen erstere jedoch überwiegten. Auf dem Weg auf die Oberwelt hatte Aun'rae das Schmuckkästchen der Ilharess in einem unbeobachteten Moment geöffnet. Was sie dort fand, war keineswegs der Ring, den sie sich erhofft hatte. Vielmehr hatte sie etwas einerseits schockierendes, andererseits jedoch sehr nützliches gefunden. Es war bekannt, dass die Ilharess eine ihrer Töchter als Tribut an die Valsharess entsandt hatte, als ein Pfand um die Flucht von oberster Stelle zu decken. Unbekannt war bis dato jedoch geblieben, dass zu diesem Pfand auch der Ring des Hauses gehörte. Jener lag nun in der Hand der Valsharess. Er wäre ohnehin wertlos geworden. Der Name De'val war tot. Bei diesem Gedanken wandte sich Aun'rae erneut an die anderen Drow: "Velkyn. Qu'ellar Velkyn"

Wieder Schweigen unter den Drow. "Das wird von nun an unser Name sein. Die Verborgenen, ich glaube passender lässt sich unsere Situation nicht beschreiben." Ein kurzes Schmunzeln machte sich auf ihren Zügen breit. Eines war klar. Um ihre Macht zu erlangen, musste Aun'rae den Ring erhalten, der für das neue Qu'ellar geprägt werden musste. "Ein neues Qu'ellar benötigt einen neuen Siegelring. Zu diesem Zwecke, werden wir, die Yathrinnen d'lil Qu'ellar so schnell als möglich ein Ritual zur Findung der neuen Ilharess halten müssen. Lloth muss ihre erste Dienerin erwählen, die Mutter Oberin des Hauses Velkyn.

Und das Band muss gewoben werden. Der Bund geschlossen. Wir werden die Spinnengöttin darum ersuchen - bitten, dass sie uns weiterhin annimmt und einen Herrscherring gewährt.

Das Qu'ellar De'val ist tot - und das Qu'ellar Velkyn muss sich erneut unter dem Willen der Valsharess beugen. Wir benötigen einen zweiten Siegelring. Darum müssen wir Lloth gleichermaßen anflehen.

Macht euch verdient, gerade in dieser Phase des Aufbaues und Lloths Gunst ist uns gewiss."

Nachdem sie sich von den übrigen Dunkelelfen abgewandt hatte, lag ein selbstsicheres Grinsen auf Aun'raes Gesicht. Ihr gefiel Diese Rolle als Anführerin. Bald schon würde dies ihre Lebensaufgabe werden. Nun galt es, den Drow in Elashinn vorstellig zu werden. Sie müsste sich mit der Ilharess des anderen, hier ansässigen Qu'ellars in Verbindung setzen und eine neue Existenz aufbauen. Mit einem lauthals gebrüllten "Velkyn ultrin!" begannen die Drow des neugeborenen Qu'ellar Velkyn die Straßen Elashinns zu bevölkern.


Die Geburt eines Phönix an der Oberfläche Sallyria Velkyn 29.5.2006, 21:17 E

Der lange Weg, die unbarmherzig vielen Schritte gen Oberfläche. Sie hatten darauf verzichtet, Sänften für die weiblichen Drow bereitzustellen. Zu Fuss und ohne aufhaltenden Balast, konnte und wollte man keine Rücksicht nehmen müssen. Ja, selbst die Ilharess, wäre zu Fuss oder via Levitation (Schweben über dem Boden) gereist, falls sie das hinterhältige Attentat überlebt hätte. Aber man hatte sie zurückgelassen. Wozu auch sollte man die sterbliche Hülle der Entmachteten mit sich führen, war ihr Geist ohnehin schon weitergereist – zu Lloth. Und Gebeine aufzubewahren, damit man sich Ihrer erinnern würde? Dies war vielleicht auf der Oberfläche eine übliche Tradition, aber Dunkelelfen bedeuteten Erinnerungen an Verblichene recht wenig. Sie taten ihren Dienst bis zu ihrem Ende. Nur selten waren Tote noch weit über ihren Tod hinaus berühmt oder berüchtigt. Was war, war vergangen. Nur die Zukunft zählte.

Man hatte sich schon Viel von "Oben" erzählt und in Erfahrung gebracht. Wie auch lehrreiche Niederschriften in den Lehrsälen der Akademien gewälz. Sie bewegten sich immer noch in eine mehr als wage Zukunft, aber dieses Risiko wollten sie eingehen, mussten es sogar! Denn die Brücken zurück, waren unausweichlich zerstört. Es gab nur noch das Vorwärts! Der Name De'val war Geschichte und so würde es auch bleiben, solange die Valsharess Gefallen an dem Treiben der "Ausgelöschten" fand. Nun war es soweit. Ein neues Zeitalter sollte für den Adel, und dem nunmehr kümmerlichen Gefolge, anbrechen. An der Oberfläche Schattenwelts unter neuem Namen geboren zu werden: Wie der Phönix aus der Asche steigend - Seinen ersten Flug in ein neues Zeitalter zu beginnen, seine noch jungfräulichen Schwingen ausbreitend, getragen von neuem Mut und Hoffnung, als die alte Welt für ihn bereithielt.

Es war soweit, die ersten Späher die zurückstiessen, verkündeten eine ruhende Gegend, klare Luft und ein paar scheinbar harmlosen Bewohnern, welche mächtige Waffen auf den Köpfen trugen oder gar fellbesetzte Haut. Laut der Informationen aus den "Hallen des Wissens", konnte man diese Wesen wohl als niedere Gattung einstufen. Nutztiere, derer man sich bedienen konnte um Kleidung herzurichten oder andere Nettigkeiten zum Herstellen von Essenzen. Intelligenz und Gebahren als gefahrlos zu betrachten. Seltsamerweise, schien es bis in einem gewissen Umkreis keine Lebewesen zu geben, die über eine Ich-Bin-Bewusstheit verfügten. Also beschloss man kurzerhand, sich der neuen Welt -Da Draussen- zu stellen. Die eigene Rasse war sehr kriegerisch und raffiniert genug, um die ersten möglichen Angriffe intelligenter Wesen abzuwehren, immerhin bewegte man sich auf unbekannten Terrain und die feinen Sinne waren aufs Höchste spezialisiert und geschult. Vorsicht!

Langsam bewegte sich der Tross gen Ausgang. Je näher man dem Schlund kam, der sie alsbald wie Neugeborene ausspucken würde, umso reinlicher und klarer wurde die Luft. Der Atem ging leichter, wie niemals zuvor. Sallyria hatte das Gefühl, dass sich ihre Lungen mit einer zerreissenden Leichtigkeit füllten. Sie hatte das Gefühl: Niemals zuvor war es so einfach Luft zu holen, und doch – je tiefer sie versuchte sich voll zu saugen, umso schmerzhafter schien es ihr. Die Lungenflügel wollten sich kaum bändigen lassen und blähten sich auf wie überfüllte Wasserdärme, bis zum Platzen gespannt. Es tat gleichsam weh, wie auch befriedigend, Luft ohne Erschwernis zu leben. Nur schwerlich konnte sie sich fassen und es versuchen zu kontrollieren. Wie befremdlich, wie unsicher man sich dabei fühlte, die Kontrolle für einen Moment abgegeben zu haben. Doch die anfänglichen Anpassungen hatte sie nach einer Weile wieder in fester Hand.

Man konnte es förmlich riechen, wie nahe man dem Ausgang war. Die Luft war voll von feuchtkühlen Schwaden. Erdiger Geruch, so unbekannt und doch angenehm, setzte sich in den Nasen Aller fest. Die Spannung breitete sich aus, die Schritte wurden vorsichtiger, aber dennoch zielgerichtet. Neugier trieb sie nun voran. Das Unbekannte schien geradezu süßlich dort Draußen zu locken: "Kommt und entdeckt mich, ich erwarte euch!" Die ersten Versuchsobjekte entluden sich in die neue Welt. Ein Raunen und behaglicher, wenn auch leiser "Ah" und "Oh"-Seufzer ging durch die Mitten. Sallyria trat ebenfalls hinaus. Sie wollte schon schützend die Augen bedecken, als der Mond sein fahles Licht auf sie warf.

Wo war das brennende Licht von dem man sich immer wieder erzählte, welches die Augen in Schmerz verzehrt und die Haut aufs Fürchterlichste zersetzen will? Das Feuergebilde welches so vernichtend hernieder schmettert und einem den Atem raubt? Sonne hatte man dazu gesagt. Aber das silbrigmatte Gestirn strafte die Lehren Lügen. Das was dort am Firmament herunterglotzte, hatte nichts mit all diesen Erzählungen gemein. Es war wohl besser diese Geschichten als Märchen, Sagen oder Legenden einzustufen. Viel zu harmlos. Vielleicht erzählte man sich dies' um zu verhindern, dass das Volk der Dunkelelfen sich nicht in diese Gefilde wünscht und lieber dort bleiben wo sie geboren waren. Wollte man Etwas vor ihnen verbergen? Hatten nur die auserwählten, mächtigen Häuser die Macht und Privileg sich hier aufzuhalten? So langsam wurde sie immer zweifelnder, was die Erzählungen besagten. Man hatte sie wohl bewusst dort Unten mit Schauermärchen festketten wollen, nur damit man nicht diese Pracht und Wohlsein des Atmens erfährt. Wie boshaft doch ihre Rasse war…

Die Eindrücke noch frisch und immer noch damit beschäftigt es zu geniessen, baute sich ihre jüngste Nichte und garstiges Weib vor der Menge auf um das Wort zu erheben. Sallyria horchte mehr als nur aufmerksam zu, was dieses verzogene Kind zu verkünden hatte. Die Überraschung ihrer Worte hielt sich in Grenzen. Wusste sie doch ganz genau, warum sich dieses schlangenzüngige Wesen so profilierte! Die anfängliche Zufriedenheit, die diese Umgebung erzeugte, wich vor tief verwurzeltem Gram und gar heiligem Zorn. In ihrem Kopf überschlugen sich die bissigen Gedanken: "Hinterhältiges Gör', du lehnst dich jetzt schon So weit vor... aber du hast da eine Kleinigkeit übersehen, Kindchen: Nämlich mich!"

Aunrae verkündete mit einer nie von ihr gezeigten Selbstbewusstheit, dass nun der Name De'val im Nichts verschwinden sollte und fortan der Name "Velkyn" (Die Verborgenen) das Haus zieren solle... "So soll es sein!...Aber vergiss Mich nicht! Ich werde immer neben dir stehen und mehr als nur zwei Augen auf dich haben und eines Tages wirst du dir wünschen, dass ich schneller als Du gewesen wäre!" ... waren ihre eben verflossenen Gedanken. Den Namen De'val ab zu legen war sicherlich schmerzhaft, aber für das künftige Leben in relativer Sicherheit vor dem Konzil, war dieser Name wahrhaft - vortrefflich!


Velkyn? Rhulqee Ky'Alur 30.5.2006, 16:39

"Gaer zhahus zuul'raght wu'suul l' che'el. Fol noamuth Ilythiiri zhahen draix d' ol - drill usstan xuat talinth, gaer zhahus jala malar..." Rhulqee sah den unterschwellig aufgeregt wirkenden Kämpfer deutlich mißgelaunt an. Gerade war sie dabei, sich zu entkleiden, als es heftig an ihrer Tür pochte. Der nahezu durchscheinende Schleier, den sie sich rasch übergeworfen hatte, wehte hinter ihr her, als sie den Dolch gepackt auf den Mann zuging. "Biu ele ph' dos ghil ulu uns'aa uns'aa xuil nindol?"

"P'wal nind kl'ae l' kaas d' biu Qu'ellar Velkyn, malla Ust Jabbress", kam die hastige Antwort, die die aufgebrachte rechte Hand der Mutter Oberin derart aus dem Konzept brachte, daß sie ihre Wut ob der Störung vorerst einmal hintenanstellte. Vielleicht hatte sie sich ja auch nur verhört? "Velkyn? Ph' dos zhaunus?" Eine schlichte Geste der Zustimmung war die Antwort des Boten. Velkyn? Dieser Name war Rhulqee unbekannt. Ein fahles Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Wie passend der Name damit doch war! Und geradezu eine Aufforderung...

Seit längerem nun schon oblag es ihr selbst, für Ruhe und Sicherheit in der Stadt zu sorgen und ihre Feuertaufe hatte sie dabei im zähem Krieg gegen die Verfluchten bestanden. Heute stand sie an der Spitze der Macht, die eine nichtgeweihte Jalil in einer Stadt innehaben konnte - und sie hatte mit Sicherheit nicht vor, diesen Platz zu räumen, egal ob einer Neiderin oder aufgrund äußerer Umstände. Nachdenklich tippte sie mit der flachen Seite des Dolches auf die Fingerspitzen der linken Hand. Dann sah sie den geduldig wartenden Kämpfer an.

"Nau malar? Al, zexen'uma kyone. Naukhel orn xun jalbol, p'los udos zhaun mzild bauth nindolen lodias. Xo'al ulu inbau mzild selen - lu' lar l' Jabbressen Alauniira lu' Zebey'afay. Nind zhal thalra uns'aa pholor ussta i'dol ulu l' ilharess. Alu, alu!" Nachdem er sich hastig entfernt hatte, machte sich Rhulqee eilig daran, sich anzukleiden und zu rüsten. Niemand hatte es für nötig befunden, die Ankunft eines Streitmacht eines fremden Hauses in der Stadt anzumelden. Davon hätte sie gewußt. Sie war sich sicher, nicht in der Gunst Jhea'krynas gefallen zu sein.

Also blieb nur die Antwort, daß die Fremden entweder keinen Wert auf Etikette legen wollten, was ein Affront und mitgleich Angriff auf das erste Haus am Ort wäre, oder aber aus welchem Grund auch immer keine Zeit für derlei gehabt hatten. Hastig wog sie diverse Möglichkeiten ab. Direkter Angriff? Unwahrscheinlich. Rückkehr des schändlich geflohenen Hauses Noquar? Unter falschem Namen? Blödsinn. Eine Horde Vagabunden? Betrunkene und übermütige Wasauchimmer? Eine List von irgendwem? Also doch ein Angriff? Oder empfand wer auch immer dahinter steckte es nicht für notwendig, diese Ankunft anzumelden? War das Qu'ellar Ky'Alur im Ansehen gefallen? Unwahrscheinlich.

Es mußten mehr Informationen her. Dringend. Vielleicht würde sich alles in Luft auflösen und ein Botentrupp hatte schlichtweg das Pech, als Nahrung für eine der vielfältigen Gefahren des Har'oloth zu dienen. Und selbst wenn, mußte immer noch herausgefunden werden, was es mit dem Namen Velkyn auf sich hatte. Noch einmal strich sie sanft über den haarigen Rücken ihrer Mitbewohnerin. "Ang'ae... usstan inbal ulu alu... usstan xuat zhaun, vel'drav usstan orn yutsu. Aluve' fol yugho cahallin phor gaer..." Mit einem Lächeln fischte sie ein Krabbeltier aus einem Tiegel und plazierte es auf den seidigen Betttüchern. Dann verließ sie eilig ihr Gemach.

Während die Geräusche ihrer Absätze in der Ferne verhallten, krabbelte die Spinne langsam auf ihre Beute zu. Sie war geduldig und würde sich schon zu beschäftigen wissen. ..... "Es gab Aufruhr in der Stadt. Einige fremde Drow waren das Zentrum davon - aber es scheint keinen Kampf gegeben zu haben..." "und warum belästigst du mich mit damit?" "Weil sie den Namen eines Hauses Velkyn führen, ehrenwerte erste Herrin!" "Velkyn? Bist du sicher?" "Kein Kampf? Nun, bleibt wachsam. Niemand unternimmt irgendetwas, bevor wir mehr wissen über diese Leute. Versucht, mehr Informationen zu bekommen - und schick nach den Herinnen Alauniira und Zebey'afay. Sie sollen mich auf meinem Weg zur Mutter Oberin Treffen. Geh, geh!" "Ang'ae... ich muß dich verlassen... ich weiß nicht, wann ich zurückkomme. Ich leg dir da oben was Feines zum Fressen hin..."


Eine Frage der Diplomatie... Alauniira Ky'Alur, Jabbress del Tizzinen 2.6.2006, 13:59

Die Nachricht dieser Neuankömmlinge hatte sie schon erreicht, so war es kein Wunder das Rhulqee, die Anführerin der Truppen nach ihr verlangte. Alauniira hatte bereits einige Informationen erhalten durch einen Jabbuk ihrer Echsenreitertruppe und hatte natürlich sich ähnliche Gedanken gemacht wie ihre Anführerin, ohne das sie voneinander wussten. Das metallene Bustier glänzte matt in der großen Eingangshalle der Ky’Alurfestung und die Kettenhose gab ein leicht klingendes Geräusch von sich, als sie mit eleganten Schritten den Säulengang entlang schritt. Das lange adamantene Killian wippte beim gehen leicht in der Scheide, der prachtvolle Knauf in Form einer Echse blitzte bei jeder Fackel auf, die sie passierte. Am Ende des Ganges wurde sie schon erwartet. Die Ust Jabbress hatte sich gerüstet und stand bereits vor dem Treppenaufgang zum Thronsaal. „Vendui’ malla Ust Jabbress!“ ein nicken quittierte Respekt als Alauniira auf sie zutrat und diese Begrüssungsformel sprach. Sie wurde erwartet. Kurz besprachen die beiden Kriegerinnen die Situation und kamen zu einem Schluss: Es musste etwas getan werden… etwas was sie seit jeher taten. Den Feind zermürben und vertreiben. Doch zuerst war es eine Frage der Diplomatie…


Abwarten Jhea'kryna Ky'Alur, Ilharess d'lil Qu'ellar 3.6.2006, 12:56

Matt flackernd versuchte das Kerzenlicht gegen die allgegenwärtige Dunkelheit anzukämpfen. Nur schemenhaft konnte man einige Fratzen erkennen die als Decken oder Wandschmuck in dem Raum waren. Das Dämmerlicht war für einen Drow der nicht daran gewöhnt war wohl schmerzlich. Aber im Hause Ky'Alur brannte immer irgendwo eine Fackel, eine Kerze oder Lampe. Schließlich wollte man die Oberfläche erobern, und dies wa ein gutes Training den allgegenwärtigen Nachteil wenigstens zum Teil auszugleichen. Ausserdem erleichterte es den Sklaven ihre Arbeit.

Ein Schwall heissen Wassers ergoss sich in die Wanne und Jhea'kryna sank weiter in die tiefen hinab, bis das Wasser über ihrem Kopf zusammen schlug. Sie genoß das heisse Wasser und spürte wie der Schmutz und Stress der letzten Tage von ihrem Körper gewaschen wurden. Ein neues Haus also sollte hier in Elashinn aufgetaucht sein. So berichtete ihr zumindest Rhulqee, ihre erste. Und es stimmte wohl. Öfter einmal saß sie auf ihrem Balkon und warf fragende Blicke hinüber zu dem Gebäude in dem das Haus Zauviir sein Ende fand. Hoffentlich würden dem neuen Haus auch diese Mauern entsprechend 'guten' Schutz bieten.

Viel amüsanter an dem Haus jedoch war, dass bei einem eher zufälligem Treffen noch niemand etwas über die Führung des Hauses aussagen konnte. Jhea'kryna beobachtete einige Luftblasen die aus dem Wasser aufstiegen und an der Oberfläche zerplatzten. "Lu'oh jivvin" murmelte sie vor sich hin und begann mit dem Zeigefinger einige Kreise im Wasser zu ziehen. Abwarten...

"Wie amüsant"


Alles zerfressendes Licht – Licht bereitet Schmerzen! Sallyria Velkyn 2.6.2006, 0:44

Schon ein paar Stunden - oder war es schon länger? – befanden sie sich hier in der Nähe der Oberfläche. Es gab nur diesen Berg, Elashinn in welchem man ein Zuhause fand. Es gab auch noch einen Zweiten, und dort hielten sich wohl ein paar Duergar auf, wie man schnell herausfand. Man wusste um die Dinge dieser so fremdartigen Welt, aber nicht wirklich um die Verbindungen zwischen den Völkern. Alles schien hier so Neu, auch wenn man belesen genug war um sich zurechtfinden zu wollen, ja – sogar müssen! So unbeschreiblich seltsam. Schnell erkannte man, dass die eigentlichen Verhaltensmerkmale der Oberflächenbewohner nur dürftig kommentiert wurden. Man erfuhr zwar sehr Viel über deren Vokabular und Gebahren, aber in der Praxis dies’ Erlernte anzuwenden, gestaltete sich offensichtlich doch etwas schwieriger…

Das was die Velkyn mit an die Oberfläche mitbrachten, was sie am Körper trugen und doch fürwahr im Har'O'loth (Unterreich) durchaus als das Beste galt, schien hier Oben keinerlei Bestand zu haben. Nach und nach zerfielen die mit Runen und magisch verzauberten Gegenstände der Unterwelt, zu Krümeln. Da war es wieder... dieses abscheulich brennende, alles verzehrende Licht, musste dafür schuldbar gemacht werden – sicherlich! Alles was einmal hohen Wert an Haltbarkeit hatte, zerstaubte wie feiner Sand von unterirdischen Winden getragen. Das teure Hab und Gut löste sich auf – einfach so. Schon jetzt verfluchte man diese Gegend. Fassungslosigkeit machte sich im Hause Velkyn breit. Es musste etwas Anderes her – Etwas, dass dem obrigen Lichtern nicht soviel anhaben konnte, wie das eigens Mitgebrachte. Doch wie sollte man daran kommen, ohne den Stolz zu brechen, ohne das hier ansässige Haus Ky'Alur darum Bitten zu müssen. Kriechen, flehen, bitten? Nein, ohne Frage! Der Stolz brannte zu sehr in ihren Herzen! Man wollte sich nicht als Schwach darstellen, wenn man die anderen Drow darum ersuchte, ihnen Etwas zu geben, was angemessenen Schutz vor diesem grauenvollen Licht bot. Deshalb zogen sie los. Es war an der Zeit sich den hier lebenden Völkern zur Schau zu stellen. Man wollte fachkundige Wesen finden, die sich mit den Materialien hier Oben auskannten.

Es gab Namen von Städten, Karten der Umgebung, durchaus auch Hinweise wo man nützliche Rohstoffe erbeuten konnte. Und es war dringlicher als jemals zuvor, sich kundig zu machen. Schutzlos und ohne adäquate Hüllen, diesem Licht und Alles was sich darunter fand, zu trotzen. Es half nichts, man musste sich auf eine Erkundung begeben, um an Das heranzukommen, was All die anderen Lebewesen hier oben kleidete, vortrefflich kleidete! Nur so konnte man die eigene Überlebenskunst auch demonstrieren. Schnell hatte man die Nachschriften alter Karten übertragen, in kleinere Modelle gefügt. Kleine Büchlein waren gefüllt von Informationen, die man über die Oberwelt wissen musste. Uneins darüber, was nun am Besten auszuwählen sei, befand man, einen Ort aufzusuchen, der schlechthin als Ballungspunkt diente. Der mit Rohstoffen und fachkundigen Arbeitern, als "ausreichend" geführt wurde. Minoc...einer Stadt nahegelegen, wohl ein paar Herbergen ansässig, in welchen man genügend Personal finden konnte, die sich mit der Verarbeitung von Rohstoffen auskannte. Dort, wollte man anfangen sich der Risiken dieser Welten auszusetzen. Und fürwahr, die Umgebung zeugte durchaus von schaffenden Händen und wahrlich sehr guter Verarbeitung. Sie wussten noch nicht genau, wie man diesen fremden Völkern begegnen konnte, deshalb versuchten Sie es auf die, nur netteste Art, wie es ihnen nur möglich war - Höflich.

Zu Aller Überraschung fand sich auch recht schnell ein weibliches Individuum, welches sich auch untertänigst für solche Aufträge gewinnen lassen wollte. Die Velkyn waren doch sehr überrascht, wie schnell und einfach man sie bedienen wollte. Während man den Worten der umgänglichen Menschin lauschte, setzte sich ringsumher ein Schwarm gurrender Vögel, auf die Dächer der umliegenden Zelte.

Kaum, war das "nette Wesen" mit der Liste der Wünsche verschwunden, spriessen erst Einer, dann zwei, dann fünf, ja sogar 8 Wesen (oder waren es mehr?) aus den Wiesen oder um Ecken? Lloth allein weiß, woher sie kamen. Einer um den Anderen gesellte sich zu dieser fremdartigen Gruppe. Und alle redeten wirr durcheinander. Kaum einer der Velkyn wusste noch, wer der Wortführer war. Soviele bunte, mannigfaltige Farben auf einem Fleck – hatte man noch nie erblicken müssen. Die Augen der Dunkelelfen flirrten um die Wette, wenn es darum ging diese vielen Eindrücke auf einem Mal verarbeiten zu müssen. Dabei hatte man nur gänzlich banale Wünsche… eigentlich nur Einen – Schutz, vor diesem vernichtenden Lichte!

Ein wenig feineres Leder, als es die Hirsche oder Bären bei sich trugen. Ein wenig Adamant, welches hier an der Oberfläche gewachsen sei. Ein wenig Hier von, ein wenig Da von … kaum der Rede wert. Schlichte, bescheidene Wünsche! Auch gaben sich die Velkyn recht freundlich und für jeden hätte ersichtlich sein müssen, dass man ohne Argwohn kam. Doch diese verbohrte Brut von uneinsichtigen Schandmäulern, wollte keinerlei Nachsicht zeigen, weder vor dem Alter, noch von der momentanen Armut - ohne Hilfsmittel der Oberwelt ausgestattet.

Immerfort forderten sie unaufhörlich, dass man die Velkyn hier nicht dulden möchte, sie schon genug mit ihrer "Art" an Sorgen hatte. Dabei war man doch ganz unbedarft an diese Leute herangetreten. Nahezu überfreundlich sogar... ganz ihrer Art, widersprechend - freundlich! Viele Forderungen wurden kaum verstanden. Sicher, die "Velkyn" wussten genug über die Boshaftigkeit ihres eigenen Volkes und man war sich gewahr, dass man nicht mit Freundlichkeit empfangen würde. Doch in dieser Situation – und mit dem Hintergrund – fiel es doch schwer zu glauben, das diese Menschlein (wie man sie durchaus Nun einordnen konnte) soviel Angst vor unbewaffneten, sichtbar in friedvoller Absicht erscheinenden Dunkelelfen, hatte. Man bot Ihnen Tränke an. Die man wohl dafür nutzte um Reisen zu tätigen. Doch womit? Einfach trinken? Was wäre wenn es wie Gift wirken würden? Man nahm dennoch ihr zweifelhaftes Angebot an. Doch, sie erhielten weder diese Tränke, noch bekamen sie irgendein anderes Angebot, die Stätte zu verlassen. Reisesteine sollte man benutzen?... Ungläubig starrten sie sich an. Niemals zuvor hatte man sich solcher Hilfsmittel bedient. Tränke, Steine...? Schliesslich boten die Velkyn an, sich durch die Stadt zu Fuss entfernen zu können, damit den kleinen, verängstigten "Mundlauten", etwas wohler sein würde. Aber Nein! Auch diese Option lies man nicht zu! Zwei der Ihren schienen einen ganz besonders "reinlichen Glauben" einer Gottheit inne zu haben. "Niemals durch die Stadt !" – Es sei zu gefährlich für die Anwohner dieser Gegend.

Sichtlos ratlos, noch immer wartend auf die Ankunft der Unterhändlerin, welche die versprochenen Rüstungen aus Adamant und weicheres Leder liefern sollte, standen die Dunkelelfen Velkyns beharrlich vor Ort. Doch die verängstigten Menschen zogen mit einem Mal die Waffen und stürmten wie, vom Sonnentau gebissen, auf die schutzlosen Dunkelelfen zu.

Schnell wurde es dunkler... dunkler als in den Höhlen Menzoberranzans... Irgendwann, keiner hatte die Zeit oder andere "Einheiten der Vergänglichkeit" gezählt - erwachten sie. Einer nach dem Anderen. Alle schauten sie sich, die Glieder und Augen reibend, nacheinander an. Hatte man sich Ihnen falsch verhalten... gänzlich unmenschlich, oder anders gesagt: Anders als sie es gewohnt waren?

In der Gruppe wuchs der Hass – Hass auf diese Gattung – Hass auf ihre Gepflogenheiten, die sie wohl irrtümlich als Gastfreundschaft bezeichneten. Man sollte dieser Brut weitaus anders begegnen, als man es zu dieser Stunde tat. Man wurde mit Füssen getreten, obwohl man nur ganz belanglose Dinge erwünscht hatte. Lloth würde sicher aufzeigen, wie man diesen verbogenen Kreaturen beikäme. Diese Taten wollte man nicht ungestraft auf sich haften lassen... Irgendwann, ... irgendwann würde die Stunde kommen, in der man den Tribut für diese feige Handlung - von bis unter die Zähne Gewappneten – den fast nackten Dunkelelfen gegenüber, einfordern würde! Die Velkyn lernten dazu, Süssholzraspeln und unscheinbares Verhalten, bekam diesen Völkern nicht! - Nicht wirklich wohl! Man war sich sicher, dass sie alsbald strengere Töne finden würden...


Tage der Sonne Yu'lin Velkyn 2.6.2006, 14:00

Seit ihrer Ankunft hier oben in Elashin, der Enklave auf der Oberwelt, hatte sich vieles verändert, die wenigen Mannen, die man mit sich führte, die Söldner und Leibgarde, wurden von Tag zu Tag unruhiger. Yu’lin kümmerte sich um Organisation und Führung von einigen kleineren Expeditionen direkt auf die Oberfläche, um sich selbst Bild der Lage zu verschaffen… erkannte sie das Debakel, von der Mann in der Unterwelt nur munkelte, es war wirklich wahr … Ihre einzigartigen Waffen und Rüstungen waren wertlos hier unter der Sonne, so widerstandsfähig die Materialien auch waren, gegen die Sonne bestanden sie nicht, selbst die mächtigsten Artefakte mit Magie geladen, versagten ihren Dienst und zerfielen nach und nach… Yu’lin beschloss alles was wichtig war in die Lagerräume in ihrem neuen Zuhause zu schaffen, alles musste vor goldenen Scheibe beschützt werden, die hier Unheil bringt, wie die Drow die Dunkelheit. Es musste Ersatz geschaffen werden für diese Verluste, auch wenn einiges Unersetzbar ist, als erstes galt es Materialien, Rohstoffe und Rüstzeug zu besorgen, damit sich das Qu’ellar hier oben etablieren konnte, um dann aus den Schatten herauszutreten und eine neue Ära einzuleiten. Erbeutete alte Karten und bruchstückhafte Informationen wiesen auf einen Ort hin mit dem Namen Minoc hin, angeblich eine Stadt, die die Wirtschaft ankurbelte des Menschenreiches, hier nun würden sie auftauchen, vielleicht liess sich ja etwas „erhandeln“. Magie trug sie und ihre kleine Gruppe hin zu dem Ort, unbewaffnet und ohne ihre überlegene Verteidigung standen sie nun im Angesicht einer Spezies die als „Mensch“ bezeichnet wurde. Schnell wurden sie auch fündig nach einer die ihnen Hilfe anbot, um sich den Drow als Hilfskraft anzubieten. Die Art und Weise der Behandlung lies erkennen, dass sie wohl schon mit Drow zutun hatte, doch schlagartig wendete sich das Blatt. Immer mehr Menschen erschienen in der Gegend, alle gerüstet mit fremdartigen Metallen an ihrem Körper, keine Kettenrüstungen, wie die Dunkelelfen sie trugen, sondern starre unförmige, ausgebeulte Rüstungen – Plattenpanzer, wie sehr wünschte sich jetzt Yu’lin ihre Waffen herbei und die Rüstung die sich an ihren Körper schmiegte. Man hörte jeden Schritt eines jeden der solch ein Monstrum trug. Ein Redeführer der Menschen, ergriff ohne dass man ihnen das auch nur gestattet hätte das Wort und bedrohte sie. Nicht nur Drohungen, auch wollte man ihnen gleich den Strick um den Hals legen und falls das nicht langte, in Ketten legen und in die tiefen ihrer Kerker werfen – ist das die richtige Behandlung von Unbewaffneten? Yu’lin verstand die Welt nicht mehr, innerlich kochte sie, hier müssen in der Vergangenheit große Fehler geschehen sein, sicherlich durch das andere Qu’ellar, Ky’Alur hätten sie die Menschen nicht angemessen erziehen können? Die Yathrin erkannte – dass hier reife Früchte nicht mehr zu ernten waren, nur noch fauliges Fallobst, welche sich als Feind entpuppte. Es gab ein Handgemenge und dann wurde es Dunkel, dies war also der Umgangston auf der Oberwelt. Die Augen wieder öffnend, brennender, stechender Schmerz der Sonne.


Anpassung an die Oberwelt Yu'lin Velkyn, Yathrin 5.6.2006, 12:13

Die letzte Schmach, der Oberweltler hatte Yu’lin noch immer nicht verdaut, als sie ihre Utensilien für einen nächsten Ausflug bereit machte. Da sie sich irgendwie verantwortlich fühlte, dass ihre letzte Expedition in einem Desaster endete, entschloss sie nicht wieder die Mehrzahl der Truppen nach oben zu führen, sondern eher ein 2 Mann Trupp, aber dafür mit mehr Schlagkraft. Ein alter Bekannter aus der Unterwelt und Veteran aus der Oberwelt, sollte hier nun für das Sorgen, wo sonst Lloth nur allein für zuständig war: Totale Macht. Ryltar Do’Urden. Die Oberwelt wurde Yu’lin von Tag zu Tag vertrauter und so gelangten die 2 relativ schnell an ihren Bestimmungsort, dort fanden sie auch jenen vor, einen Menschen, ein Opfer und ein williger Diener. Von Beginn an zeigte sich dieses Subjekt als Hilfsbereit, ein wenig mehr Widerstand wäre ihr zwar lieber, aber was sollte man tun? – Man kann nicht alles auf einmal haben. Der Mensch war seines Zeichens ein Schmied und noch ein sehr fähiger dazu und schnell konnte ihm klar gemacht werden, in welchem „Dilemma“ die Erstgeborenen steckten, er untersuchte ein noch überlebendes Rüstungsteil aus der Unterwelt und war begeistert von ihrer Qualität noch mehr durch die Verarbeitung, aber er erkannte sofort die Schwachstelle, die Unbeständigkeit gegenüber der Sonne. Natürlich waren Fakten für Yu’lin nicht von Interesse, aber der Schmied gab sein Wort, dass er diese Rüstungen retten konnte. So wurde ihm eine komplette Rüstung aus dem sagenhaften Adamant aus der Unterwelt besorgt, diese veränderte er nach und nach so dass die natürliche Resistenz auch noch verstärkt wurde gegen das Sonnenlicht – nun gab es auf der Oberwelt kein Hindernis mehr, dass sie davon abhalten konnten, umherzuwandeln. Und so wie Yu’lins Rüstung angepasst worden war, würden nun alle Rüstungen verändert oder neu geschmiedet werden. Der Schmied musste nun noch an das Qu’ellar gebunden werden, aber das wollte man nicht dem Schicksal überlassen, sondern musste Wohlbedacht sein. Ihr Ziel das Qu’ellar mit neuen Rüstungen auszustatten, war damit in greifbare Nähe gekommen…


Die Aufgabe Tahin 5.6.2006, 13:44

Der Tag war schon lange vorbei, doch in der Mine bekam er davon nichts mit. Ab und zu schaute er auf und auch zum Höhleneingang, jedoch war er sehr in seine Arbeit vertieft. Er musste noch einiges an Erzen hervorbringen, ehe er nach hause gehen konnte. Als er wieder einmal zu der Esse nach draussen gehen wollte, sah er zwei Gestallten aus dem nichts auftauchen. Kurz mag er sich fragen, wer diese wohl sind. Doch wenige Augenblicke später erkannte er schon, mit wem oder was er es wohl nun zu tun hatte. Es waren Drow.

Kurz mag er dabei zusammengezuckt sein, da er wohl wusste, was ihm nun blüht. Einen der beiden Drow mag er schon von früher erkannt haben. Da es nicht das erste mal war, das er Drow in Minoc begegnete. Sie schienen immer nur wegen Zwei Dingen nach Minoc zu kommen. Das erste war die schiere Lust der Demütigung und der Peinigung der Menschheit, und die andere war, so schien es in seinen Augen, das Bedürfniss, selber gute geschmiedete Sachen zu haben. Da Drow von Haus aus die Arbeiten in einer Mine ablehnten und das Schmieden, obgleich sie sehr weise sind und es wohl selbst könnten, nie machen würden, war das die einzige Chance, die Tahin in diesem Moment sah, um sein Leben zu verschohnen.

Schnell wurden seine Gedanken bestätigt und es schien, als wäre dies nur ein weiteres, eher friedliches Treffen mit den Erstgeborenen. Nicht Ungern hatte er Kontakt mit ihnen, auch wenn es nur auf diese sehr simple weise passierte. Von daher gab er sich alle Mühe, die er mit seinem Handwerk erbringen konnte. Es galt, eine alte und abgetragene Adamant-Rüstung für die Oberwelt tauglich zu machen.

Er versuchte den zwei Drow kurz zu erklären, das dies etwas länger dauern könnte, und das sie ihn deswegen nicht sofort in Ungnade stürzen lassen. Widerwillig schienen die beiden darauf einzugehen und so fing er an, die Rüstung zu bearbeiten. Es schien eine sehr alte und früher auch mächtige Rüstung gewesen zu sein. Doch wie auch überall, verfiel hier der Glanz. Immer wieder gab er die einzelnen Teile in die Glut der Esse, um das Metall geschmeidig zu machen, um es dann bearbeiten zu können. Es schien, als hätte er seit langem nichts anderes mehr gemacht. Ab und an vermischte er die oberste Schicht des Adamant mit diversen Materialien, um es noch härter zu machen, als es schon war. Schicht für Schicht verband er damit zu einem soliden Konstrukt, wenngleich die Beweglichkeit der Yathrin nicht eingeschränkt wurde deswegen. Der rechte Ärmel schien leicht mitgenommen zu sein und so musste er diesem Teil mehr Zeit widmen, als ihm lieb war. Die Drow schienen ungeduldig sein Werk zu begutachten und drängten ihn, schneller zu machen. Unbeirrt dessen arbeitete er stätig weiter und versuchte, das bestmögliche dabei zu machen. Als auch der Ärmel wieder repariert und veredelt wurde, entschloss er sich, wohl auf sein Risiko hin ertappt zu werden, ein kleines Zeichen von ihm auf die Innsenseite eines Teiles zu machen. Er nahm die Tunica zur Hand und legte sie so hin, das er das Innenteil vom Rücken vor sich liegen sah. Dann nahm er eine Flüssigkeit, welche Sulfur und diverse anderer Inhaltsstoffe hatte, zur Hand und tauchte einen feinen Holzstab darin ein. Dann begann er, ein kleines T verziehrt in einem Ornament zu schreiben. Als er damit fertig war, hielt er diese Stelle noch einmal in die Glut, damit sich das Negativbild dessen, was er geschrieben hatte, einäzen konnte. Kurz mag er genickt haben, als er alle Teile der Rüstung zusammenpackte und sich den Drow zuwandt.

Die Drow schienen zufrieden mit der Arbeit. Wenngleich es von menschlicher Hand hergestellt wurde. Nachdem sie an Tahin noch ein zwei verächtliche Worte richteten, wendeten sie sich ab und verschwanden in der Dunkelheit der Nacht. Etwas später verlies auch Tahin Minoc und überlegte noch eine Zeit lang, wie er dieses Zusammentreffen verstehen solle.


Meisterwerke der anderen Art Yu'lin Velkyn, Yathrin 7.6.2006, 16:18

Die schwarze Spinne schoss ihre ätzende Flüssigkeit auf den Gegendstand, wie eine Motte im Kleiderschrank brannte es ein Loch hinein. Die paar Stoffetzen die hinausragten, hakte sie mit ihren Vordergreifern ein und würgte sie runter. Jedes ihrer 8 Augen schaute kontrollierend in alle Richtungen - wenn Spinnen fluchen könnten hätte sie es jetzt getan - sie sah den herannahenden Besitzer der Robe. Eiligst wob sie einen kleinen seidenen Faden um sich so schnell wie möglich vom Tisch hinunter zulassen. Der Schneider begann nun nach ihr zu schlagen und zu treten, doch die Spinne war geschickter und kroch so schnell ihre 8 kleinen Füsschen sie tragen konnten. Der rettende Türspalt war nah, schnell krauchte sie hindurch, um dann in das nächste Erdloch zu verschwinden. Dort drehte sie sich um und verharrte noch einen Augenblick um zu beobachten was der Mann vorhatte. In Sicherheit wiegend begann sie mit ihrer Reise in die Unterwelt, nach Elashin.

Yu'lin saß an ihrem Tisch aus reinem Adamant, seit dem der Schmied sie mit Material und Rohstoffen versorgte, war nun beinahe so etwas wie ein Normalzustand eingekehrt, aber nur beinahe - es gab noch viel mehr Aufgaben zu erledigen für sie. Die nächste Aufgabe war etwas speziellerer Natur, obwohl sie auch noch die Versorgung des Qu'ellars betraf, es sollten magisch gewebte Rüstungen herangeschafft werden. Dieser Auftrag war allerdings eher mit Feingefühl auszuführen, da Schneider sich selten ausserhalb von Städten aufhielten und der aufkeimende Argwohn der Menschen, wenn ein Drow die Stadt betrat, war ihr nun schon wohlbekannt. Daher hatte sie beschlossen viele kleine Helferchen loszuschicken um Informationen zusammeln, doch bisher war kaum eine Wiedergekehrt und füllte sie, insofern ein Drow derartiges haben, mit einem Gefühl die der Trauer glich. Plötzlich merkte sie wie etwas sachte über ihren Kopf krabbelte, mit ihren zarten Fingern griff sie behutsam danach und nahm ihre Besucherin herunter. Die nun auf der Hand sitzende Spinne, schien sich dort ähnlich wie eine Maus hineinzulegen, Yu'lin kraulte sachte ihren haarigen Körper. "Spinnen sind doch wundervolle Wesen - wie unsere Göttin", raunte sie ihr sanft entgegen. "Imrae, hast du frohe Kund für mich?", leise zur Spinne sprechend, die wohl diesen Namen trug, dabei ging sie mit ihrem Kopf ganz nah an sie heran um sie noch genauer zu betrachten. Die Spinne bäumte sich ein wenig auf und in Yu'lins Hand befand sich ein Stück Stoff, mit einem menschlichen Initial drauf "L". Die Augen der Yathrin wurden feucht vor Freude, das solch ein kleines Wesen doch so nützlich sein kann, gleich heute Abend noch wollte sie Lloth durch ein Ritual danken, das sie Wesen ihrer Natur erschaffen hat. Yu'lin entliess die Spinne in ihr kleines Netz, oben in ihrer Zimmerecke und schenkte ihr noch zum Abschluss ein Lächeln, welches von ungewöhnlicher Schönheit und Sanftmut war, ein Lächeln was wohl nur Imrae jemals zu Gesicht bekommen würde. Die Informationen die sie nun in den Händen hatte reichte aus... L stand für den Namen des Schneiders und das Gebiet in der ihre Dienerin gesucht hatte, war auch klar definiert, der beste Schneider der Oberwelt, so sah man es dem Stoff an, arkane Kraft war darin verflochten. Dies war der Grund warum die Drow ihn aufsuchen würde - das Beste für die Besten - ein Angebot das auch er sicher nicht ablehnen könne.


Nachricht an A'nshal'a d'lil Qu'ellar Do'urden Vierna Do'Urden, Valsharess 15.6.2006, 12:49

Wie aus dem Nichts rematerialisierte sich eine Botschaft genau zwischen den Händen des Erzmagiers. Ein Brief mit Siegel, des Qu’ellar Do’Urden, welches nun in Underdark herrscht, schwarz wie die Nacht und mit einer Magie getränkt, die auf Ober- und Unterwelt ihres Gleichen sucht. Umringt und versiegelt durch Runen der Drow würde es nur ihm, Ryltar Do’Urden, gelingen die Nachricht zu öffnen, denn niemand sonst würde die Insignien und die Geheimschriften des Qu’ellares verstehen, wenn er kein angehöriger dessen war…

Und so steht geschrieben:

„Vendui’ Ryltar, es erwartet dich eine weitere Aufgabe auf der Oberwelt, die deine Aufmerksamkeit erfordert, begib dich zu den Neuankömmlingen – du wirst schon rausfinden wer gemeint ist – Überwache ob alles mit rechten Dingen zugeht, falls nicht, zögere nicht „unsere Gerechtigkeit“ walten zu lassen. Man wird dir einen Gegenstand ausliefern, ein Pfand, schick ihn zu mir und wenn das Geschehen ist, infiltriere das Qu’ellar und erkauf dir ihre Sympathie, ich muss wissen was sie auf der Oberwelt planen und sorge dafür das ihnen dabei niemand in die Quere kommt, das Schicksal aller Ilythiiri kann davon abhängen!

Lloth thlu malla!

Vierna Valsharess und Ilharess des ersten Hauses Do’Urden“ Erhalt der Nachricht Ryltar Do´Urden, A'nshal'a d'lil Qu'ellar Do'urden 15.6.2006, 13:26 Email: keine ICQ: 19087370

Nachdem er die letzte Zeile gelesen hatte löste sich das Pergament auf und rieselte als feiner Staub zwischen seinen ebenholzfarbenen, feingliedrigen Fingern hindurch.

"Immer diese Vorsichtsmaßnahmen...." murmelte der alte Erzmagier, "vielleicht funktioniert mein Gedächtnis ja nicht mehr so gut..., daran denkt natürlich wieder keiner!"

Doch das Gedächtnis des fast 700 Jahre alten Drow funktionierte noch tadellos, ebenso wie er bereits wusste wer die "Neuankömmlinge" waren. Das Haus Velkyn also und die Valsharess wusste und billigte Ihr Handeln offensichtlich, jedenfalls vorerst.

"Kontrollieren, hmmmm" murmelte der weisshaarige Mann, der sich die Hintergründe seiner Ilharess nur zu gut vorstellen konnte.

Als er an die Worte "unsere Gerechtigkeit walten lassen" denken musste, blitze es in seinen Augen kurz auf, amüsiert und mit einer lauernden Mordlust, gepaart mit einer Eigenart die den meisten Erzmagiern zuteil ist, Neugier.

Nun, es wurde sowieso zeit das die Ilythiiri an der Oberfläche wieder aktiver wurden, der Glanz früherer Tage als das Haus Do´Urden, sein Haus, noch diese Welt regierte, war schon zu lange verblasst, als das die kurzlebigen Menschen sich seiner erinnern konnten. Vielleicht konnte er seinen Teil dazu beitragen einen Teil dieser Zeiten wieder aufleben zu lassen und vielleicht konnte er die Neuankömmlinge benutzen um dieses persönliche Ziel zu erreichen. Nebenbei erfüllte er dadurch auch die Aufgabe die ihm die Valsharess aufgetragen hatte.

Händereibend begann sich ein Lächeln um die Züge des stets praktisch denkenden Drow abzuzeichen. Er wusste das die Valsharess ihm bereits den Weg zum Qu´ellar Velkyn geebnet hatte und dass die Ilharess jenes Hauses sein Kommen erwarten würde. Vermutlich war sie nicht begeistert einen "Berater" zugewiesen zu bekommen und mit Sicherheit noch weniger dass es sich dabei um Ihn handelte, jemand der nicht gerade für seine Unterwürfigkeit bekannt war, auch wenn er stets auf der Grenze balancierte ohne sie jedoch zu übertreten. Ihre Möglichkeiten ihn zu steuern waren jedoch sehr beschränkt und das wusste er so gut wie Sie. Unabhängig davon würde er entsprechend seinem Geheiß handeln. Nein, dem Qu´ellar Velkyn würde sich nichts in den Weg stellen, schon alleine aufgrund seiner eigenen Ziele würde er dafür Sorge tragen. Mit einem Schmunzeln im Gesicht öffnete er ein dimensionales Tor und trat hindurch, zum Anwesen des Qu´ellar Velkyn.

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Malion & Arachnan

Zwei Drow, Eine Horde Rivvin und eine Predigt

Die zweite Predigt, und nochmehr Fragen - Anhänger Arachnans ?

Der dritte Tag der Predigt - Auf den Spuren Arachnans

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