Paladine des Mondes
Die Gemeinschaft der Paladine des Mondes gilt heute als der älteste kämpfende Orden der Schattenwelt, der in Folge der Kriege gegen die Schatten gegründet wurde.
Der Orden vereint die Ideale des weltlichen Kriegertums mit denen des Klerus.
Der Name Paladine des Mondes leitet sich auf zweierlei Weise ab: Auf der einen Seite bezieht er sich auf die Abstammung seiner beiden Gründerinnen, Celina und Sihaya de Avalon, die angeblich dem alten Volk der Mondfeen angehörten, auf der anderen Seite steht der Mond, der Licht in der Dunkelheit spendet, als Symbol für das Licht in einer Welt, die von den Schatten bedroht wird. Ursprünglich als rein weltlicher Verbund gegründet, wandte sich der Orden unter den nachfolgenden Großmeistern der Gottheit Tyrael zu, der man auch heute noch folgt. Der anfängliche militärische Aufgabenbereich wurde in der Folge auch um klerikale und karitative Tätigkeiten erweitert.
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Wappen, Kleidung, Wahlspruch
Das Wappen ist ein Langschwert vor der silbernen Scheibe des Vollmondes.
Die Kleidung der Mitglieder des Ordens wird durch den jeweiligen Zeitgeist mitbeeinflusst, seit der Gründung des Ordens ist jedoch der weiße Mantel mit dem grauen Ordenswappen immer das Wahrzeichen der Paladine des Mondes geblieben. Zur typischen Tracht gehört für den kämpfenden Teil des Ordens heute die graublaue, manchmal auch tiefschwarze Rüstung, zu der Mantel und Schärpe in weiß getragen werden. Im Alltag beschränkt man sich auf schlichte, funktionelle Kleidung in graublauer Farbe, in der Regel ein einfaches Wams, bei Mönchen und Priestern zumeist eine Robe.
Der Wahlspruch lautet „Lux tenebrae vincat - das Licht vertreibt die Dunkelheit“.
Geschichte
Der Ursprung der Paladine des Mondes liegt im Verborgenen. Die einzige überlieferte Quelle stellen die Aufzeichnungen des Ordenschronisten Ornam dar, der seine Gespräche mit den beiden Gründerinnen der Paladine des Mondes niedergeschrieben hat. Ein nicht geringer Teil des fantastisch anmutenden Textes mag den Leser mehr an eine Legende erinnern denn an eine Chronik, die sich auf Fakten stützt.
Gründung
Das genaue Gründungsdatum des Ordens ist nicht bekannt. In keiner der noch vorhandenen Urkunden findet man Zeitangaben, was auf die anfänglichen, elfischen Einflüsse hindeutet. Ornams Aufzeichnungen zufolge kam das Volk der Mondfeen, dem Celina und Sihaya de Avalon angehörten, von einer anderen Welt. An der Seite der Menschen kämpften sie damals gegen ein Bündnis zwischen den Drachen und den sogenannten Kindern des Vulkans. Dem Bündnis gelang es, die Menschen auf seine Seite zu ziehen, und so wurden die Mondfeen nun von einer Übermacht bedrängt. Schließlich stieß man auf die Überlieferungen einer in Vergessenheit geratenen, mysteriösen Stadt der Mondelfen - laut Ornams Aufzeichnungen auf dem Mond gelegen -, wohin man sich zurückzog. Als die beiden Schwestern nach langer Zeit auf die Schattenwelt zurückkehrte, gründeten sie die Gemeinschaft der Paladine des Mondes als Bollwerk gegen die Schatten. Als Hauptsitz dient auch heute noch das Kloster des Ordens im Elfenreich Yew.
Anfänglich waren die Paladine des Mondes Teil des Lichtbundes und direkt dem britannischen König als eine Art Leibgarde unterstellt. In Folge von Kompetenzstreitigkeiten mit der später gegründeten Britannischen Reichsgarde sowie anderen Institutionen Britains zog sich der Orden gänzlich aus Britannien zurück und verlor seine Sonderstellung im Reich. Durch die Lage des Klosters ohnehin an Yew gebunden, beschränkte man in profanen Angelegenheiten seine Loyalität auf das Elfenreich, während man ansonsten vehement darauf hinarbeitete, in keinerlei Abhängigkeit zu anderen weltlichen Strukturen, Organisationen oder Personen zu geraten sondern einzig und allein seine Treue auf Tyrael zu konzentrieren.
Die Aktivitäten des Ordens
Seit ihrer Gründung findet man die Paladine des Mondes auf zahlreichen Schlachtfeldern, bei denen Diener des Lichts für ihre Sache kämpfen.
Zu den größten und in ihrer Folge schwerwiegensten Einsätzen, an denen die Paladine des Mondes maßgeblich beteiligt waren, gehörte der Krieg gegen die Horden des Lichelords auf Moonglow und der Eisinsel Vineta. Der Kriegseinsatz endete trotz eines hart erstrittenen Sieges der Alliierten über die untoten Horden für die Paladine des Mondes in einem Fiasko: Zahlreiche Mitglieder fielen im Kampf. Weitere Brüder und Schwestern kamen bei einem Anschlag auf das Kloster zu Yew ums Leben sowie während der Zerstörung der Ordensfestung Nordstern. Auch wenn die Reihen des Ordens in den folgenden Monaten wieder gefüllt wurden und das Kloster neu erbaut wurde, sind diese Rückschläge bis heute noch nicht gänzlich verwunden.
Obwohl ein Großteil der Aktivitäten des Ordens stets von Kämpfen gegen die Schatten geprägt war, beschäftigte man sich nicht ausschließlich mit dem Kriegshandwerk: So gründete man zusammen mit Streitern anderer Gemeinschaften des Lichts auf der heiligen Insel Lar'Mantis, die der Sage nach den Menschen von Tyrael persönlich zum Geschenk vermacht wurde, die sogenannte Akademie des Lichts sowie den Rat der Paladine. Als Zeichen von Toleranz erhielten nicht nur Paladine Tyraels einen Ratssitz sondern auch Paladine anderer rechtschaffener Glaubensrichtungen. Mittlerweile, nach zwischenzeitlicher Verwaltung durch den sogenannten Orden zu Lar'Mantis, wurde die Insel dem Besitz der Paladine des Mondes einverleibt, wenngleich die Pforten zur Akademie nicht nur den Ordensmitgliedern offen stehen. Weitere Besitzungen der Paladine sind unter anderem ein Hospital in Trinsic, in dem man verstärkt seinen karitativen Aufgaben nachgeht, die südwestlich von Yew gelegene Burg Nordstern - heute nur noch eine Ruine - sowie eine Niederlassung in der Reichshauptstadt Britain.
Der Orden heute
Nach der Vernichtung eines Magierordens an der Ostgrenze Yews, des sogenannten Ordens von Krehl konzentrieren sich die Paladine des Mondes offiziell auf den Kampf gegen die im Norden ansässigen Orkstämme, die für diesen Überfall verantwortlich zeichneten. Darüber hinaus wird ein Hauptaugenmerk auf die wieder erstarkten Reihen der Anhängerschaft Diablos und der Diener Arachnans, des Dunklen Engels, gerichtet. Die zwischen den Paladinen des Mondes und dem in Yew ansässigen Bund der Wachenden bestehende Freundschaft wurde in der sogenannten Allianz von Yew besiegelt. Darüber hinaus wurde die Unabhängigkeit zur britannischen Tyraelkirche aufgegeben - nach langen Verhandlungen trat der Orden der Kirche bei und genießt nun als sog. Divisio Militaris auch wieder einige Rechte im Britannischen Reich.
Aufbau und Organisation des Ordens
Ämter
An der Spitze der Paladine des Mondes steht der Großmeister, der durch Mehrheitsentscheid aus den Reihen des Ordens gewählt wird. In der Regel verbleibt der Inhaber entweder bis zu seinem Tode oder bis zu seinem Rücktritt aus eigener Veranlassung im Amt. Der Großmeister bestimmt dann den Ordensmarschall, dem in erster Linie die Führung des Ordens im Kampf obliegt, bei Abwesenheit des Großmeisters auch die Übernahme von dessen Amtsgeschäften. Traditionell haben Großmeister und Marschall den Rang eines Paladins inne.
Die weiteren Ämter unterliegen keiner festen Regelung oder Hierarchie. So gibt es manchmal einen gesonderten Waffenmeister, der sich um die Ausrüstung der Brüder und Schwestern kümmert, oder einen Tressler, der die Finanzen der Gemeinschaft überwacht. Hin und wieder bestimmt der Marschall einen weiteren Vertreter, den sogenannten Vikar, insbesondere dann, wenn er über längere Zeit nicht im Haupthaus anwesend ist.
Mitglieder
Die meisten Mitglieder des Ordens sind Geweihte - Paladine, Priester und Kleriker. Darüber hinaus schließen sich allerdings auch immer wieder Laienbrüder den Reihen der Paladine des Mondes an, seien es nun Krieger, Bogenschützen oder gar astral Begabte. Geweihte und Laien sind innerhalb des Ordens einander gleichgestellt.
Graumäntler
Nicht alle Männer und Frauen in den Diensten des Ordens haben sich auf Lebenszeit verpflichtet. So beschäftigt man neben einer Vielzahl von Bediensteten auch Soldaten - eine Notwendigkeit, die sich aus der Realität der Ordensmissionen ergibt. Sie, sowie die Anwärter des Ordens bezeichnet man umgangssprachlich als "Graumäntler", ein Begriff, der sich von ihrer Tracht ableitet, da sie im Gegensatz zu den vollwertigen, vereidigten Ordensmitgliedern nicht deren weiße Kleidung tragen dürfen.
