Paladin (Nephele)

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Inhaltsverzeichnis

Der Anfang: Warum?

In der Tat ist das eine gute Frage. Warum sollte Nephele dich zu einem Paladin machen, wo doch der Genuss ihre höchste Tugend ist. Und wie soll man etwas geniessen, vor dir zehn Ungläubige, hinter dir hundert zitternde Gläubige? Nun, die Antwort darauf ist ebenso einfach wie enttäuschend: Gar nicht. Paladine jeden Gottes geben einen Teil dessen auf, was sie sich wünschen, um es all jenen, deren Glauben vielleicht nicht so fest ist, möglich zu machen. Auf den ersten Blick ist das kein einfacher Gedanke, wie kann man Nephele dienen, indem man ihr weniger dient? Indem man Freude aus der Schar der Gläubigen schöpft. Denn was wahr ist, das kann den Mut haben, überall zu erscheinen. Und wer könnte bestehen vor dem Paladin der Schlange?"

Ein Paladin zu seinem Knappen

Die Suche: Knappschaft unter dem Schlangenbanner

Die Ehre, junge Paladine der Schlange zu berufen und auf ihre Pflichten vorzubereiten, fällt in der Nephelekirche ihren Vorgängern zu. Jedem Paladin steht es frei, einen Knappen zu erwählen und an die Hand zu nehmen. Damit beginnt für beide ein langer Weg. Der junge Knappe wird in der Kunst des Schwertes geschult, ebenso allerdings wird sein Geist geschult. Viele Stunden verbringen Paladin und Knappe in Gebet, im Gespräch, auf dem Schwertacker gemeinsam. Drei Prüfungen muss der junge Knappe in dieser Zeit bestehen, damit er sich der abschliessenden Prüfung durch seinen Mentor und zumindest einen Kleriker der Schlange stellen darf.

  • Die Prüfung des Mutes ist, oberflächlich betrachtet, die leichteste Prüfung. Mut scheint eine Eigenschaft zu sein, die nicht nur die Paladine, sondern auch die meisten Krieger auszeichnet. Allerorten bieten die Kämpfer das Leder der gefährlichsten Drachen zu Spottpreisen feil, bieten selbst Handwerker Pfeile, befiedert nur mit den Schwungfedern der Steinharpien an.

So ist es inzwischen nicht mehr üblich, dass der Paladin seinem Knappen einen Gegner weist, den jener bezwingen muss. Vielmehr wird der Knappe über eine Nacht - am Frühjahrsequinoxium - im Kloster alleingelassen. Eine Stunde vor Sonnenuntergang treffen sich die lokalen Gläubigen und huldigen Nephele in einer kleinen Zeremonie, zu dessen Ende der Knappe einen Becher mit heiligem Wein gereicht bekommt. Dieser fördert die tiefe Meditation so dass der Knappe eine Nacht allein mit seinen Ängsten, ob sie nun so körperlich sind wie die vor einem wilden Tier oder ungreifbar wie die vor der Dunkelheit; berechtigt wie die vor dem Feuer oder aus Abscheu geboren wie die Angst vor Käfern. Ob es eine kleine Angst, eine grosse Angst oder gar mehrere sind, das entscheidet allein die Tiefe der Meditation. Am nächsten Morgen, bei Sonnenaufgang, wird der junge Knappe aus dem Wald treten und seine Ängste kennen, bereit ihnen entgegenzutreten.

  • Die Prüfung der Wahrheit ist zugleich eine Prüfung der Überzeugung. Was sich nicht beugen muss vor anderen, das ist wahr und unanfechtbar., so lautet die Stelle in der inneren Triade, der diese Prüfung entstammt, und sie wird stets "im Feindesland" erfüllt. Jeder angehende Knappe hat den Gottesdienst einer fremden Gottheit zu besuchen, und im Anschluss daran zu ermessen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Glauben an Nephele diesen auszeichnen. Zudem wird er - noch unter Anleitung seines Mentors - versuchen, auf die Unterschiede Nepheles Lehren anzuwenden.
  • Die Prüfung der Liebe schliesst die drei Prüfungen ab. Obwohl wenige schriftliche Aufzeichnungen über die vergangenheit des Kultes existieren, kann man mit Fug und recht behaupten, dass diese Prüfung sich über die Zeit am häufigsten gewandelt hat. Zukünftige Historiker mögen das mit dem Wandel der Gesellschaft an sich in Zusammenhang bringen, für die heutigen Gläubigen Nepheles ist es natürlich allein Ausdruck der Vielfalt ihrer Göttin.

Was auch immer davon zutrifft, so kann man doch dies sagen: Wo in einer sehr frühen Kultvergangenheit häufig die Prüfung der Liebe eine sehr körperliche Prüfung, die in den zweifelhaften Vierteln der Stadt abgehalten wurde, und aus der jüngeren Vergangenheit eigentlich nichts überliefert ist, wird heute eine eher spirituelle Prüfung der körperlichen Liebe vorgezogen. Eine Weile lang war der Weg der Wahl, dem Knappen aufzuerlegen, ein Gedicht im Geiste Nepheles zu verfassen. Das waren schöne Zeiten, in denen noch fast jeder junge Kämpe in seiner freien Zeit mildes Kraut paffte und dazu leicht schwülstige Gedichte an seine Flamme verfasste. Da diese aber lang vergangen sind, und auch jene, deren Wort sich nicht immer reimt, einen guten Paladin abgeben, steht es heute einem jeden Knappen frei, seine Liebe auch auf andere Weise zu prüfen. Da die Liebe frei ist, und nichtmal eine Göttin sie erzwingen kann, so ist auch die Form der prüfung freigestellt. Ob Nephele sie jedoch annimmt, ist dann eine andere Frage.


Der Weg: Paladin Nepheles

Noch mehr als bei anderen Kulten sind es in der Kirche der Schlange die Paladine, die den Kult im Alltag repräsentieren, und auch oft für die weltlichen Aufgaben der Organisation. Die Auslegung der Worte Nepheles wird auf der anderen Seite in fast allen Fällen den Klerikern überantwortet, nur selten einmal findet sich ein Paladin, der auch Visionen und Nepheles Schriften interpretiert. Zumeist ist er zudem nicht ganz einfach zu erkennen im Gewühl Gläubiger - gäbe es dieses Gewühl - da er nur wenig gemeinsam hat mit dem Paladin mit starrem Blick auf hohem Ross, der über den Gläubigen thront und in glänzender Rüstung schweigend in die Schlacht reitet. Wo Paladine anderer Götter oft entrückt wirken, sind die Paladine der Schlange wirklich weltliche Diener im besten Wortsinne. Oft sind es Krieger, die die Leidenschaft in sich spüren. Ob die Leidenschaft für den Kampf zuerst kam, und die Sehnsucht danach, die Gemeinschaft der Nephele zu stärken, ihm folgte oder andersherum, ist dabei von Fall zu Fall verschieden und für Nephele wohl auch unerheblich. Von den Klerikerin wird ihnen zumeist die Repräsentation des Kultes überlassen, während die Auslegung der Schriften Nepheles selten von einem Paladin übernommen wird. Diese recht strikte "berufliche Trennung" und die naturgemäßige Nähe in religiösem und privatem führt übrigens dazu, dass in der Vergangenheit häufig ein Zwiegespann aus Kleriker und Priester auch in Nepheles Namen in den Hafen der Ehe einsegelten.


Nephele est finis viae

OOC: Ausbildung zum Nephele- Paladin

Es gelten dieselben Bedingungen wie bei allen anderen Paladinen.

  • Charalter: Der Charakter muss mindestens 6 Monate alt sein.
  • Account: Der Account darf keine Einträge für PK, Non-RP oder ähnliches aufweisen.
  • Ausbilder: Die Paladinwandlung / die letzte Ausbildung eines Knappen muss zumindest 6 Monate zurückliegen
  • Skills: Anforderungen an bestimmte Skills werden nicht gestellt.

Ansonsten gelten dieselben Anforderungen wie für andere Paladine auch.

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