Multiversum/spirituelle

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Die spirituellen Ebenen können vollkommen real wirken, als Orte auftreten, an denen sich alle Elemente finden - aber sie können auch unmöglich verzerrte Abbilder der physikalischen Ebene sein. So oder so: Es gibt keine echte Verbindung zu den elementaren Ebenen hin und mit gewisser Spitzfindigkeit könnte man behaupten, dass die spirituellen Ebenen reine Traumgebilde sind. Bis zu einem gewissen Punkt ist das sicherlich richtig - aber dennoch kann der Tod an einem solchen Ort durchaus real sein.

Es ist nicht bekannt wieviele spirituelle Ebenen es tatsächlich gibt, sicherlich aber existieren mehr, als die Reisenden bislang gesehen haben.

Inhaltsverzeichnis

Iomien

Iomien ist eine Ebene, die vage Ähnlichkeit mit der physikalischen Welt aufweist, aber extrem durch die Kraft der Gefühle und des Willens beherrscht wird. Wo das Weltengefüge auf der physikalischen Welt die formende Wirkung von Karma verhindert, ist die einzige Grenze hier ein fremder Wille. So ist Iomien ständig im Wandel begriffen, wie Schatten formen sich Abbilder bekannter Landschaften um wieder zu vergehen, wenn ein anderes Bewusstsein diese Realität beschreitet. Der Streit Malions und Ryonars fand in Iomien ihren Anfang und wurde schließlich auf die physikalische Ebene getragen, wo zumindest der Große Adler auch heute noch zu finden ist.

Aus Iomien stammt C'en, ein spirituelles Element, das sich auf der physikalischen Ebene als bläulich schimmerndes Metall manifestiert.

Die Dämonenhöllen

In manchen Büchern wird von neun, bisweilen auch von dreizehn oder gar noch mehr Höllen gesprochen, unwirtliche Orte der Verdammnis, die Heimstatt der Dämonen sind und darum finstere Spottbilder sterblicher oder göttlicher Existenz.

Von tosenden Flammen durchzogen, die Besucher verbrennen aber nicht sterben lassen, gefüllt von giftigen Gasen, die die Lungen erbarmungswürdiger Verschleppter verätzen und ihnen doch den Tod nicht gewähren: Die Dämonenhöllen sind Abgründe in denen sich jede sterbliche Angst ausgiebig befriedigt findet.

Die Fürsten der einzelnen Höllen verfolgen dabei durchweg ihre eigenen Ziele und führen Krieg gegen andere Dämonen in einer spiegelbildlichen Perversion gewöhnlicher Königreiche, so dass sich bereits mehr als ein Forscher bereits die Frage stellte, ob diese Dämonen ohne sterbliche Vorbilder überhaupt existieren würden. Dergleichen Spekulationen ließen die Höllenherrscher bislang aber unbeeindruckt, wenn sie daran gingen weitere Seelen in ihre Sammlung einzufügen.

Es gibt Vermutungen, dass Diablo der Herr all dieser Dämonenfürsten ist und hier seine eigene Hölle besitzt, die an grausamer Pracht die seiner Untergebenen noch übertrifft - zugleich der Ort, an den er einst gebannt worden war.

Die Göttersphären

Die Göttersphäre beherbergt die Globule der einzelnen Götter, die aus dem Nichts der Unendlichen Welten in das Schattenwelt-Gefüge getreten sind, um sich dort zu verankern.

Dort befinden sich die Reiche der Götter, von denen aus sie ihre Fäden spinnen, um in die Geschicke der Sterblichen einzugreifen und diese nach ihrem Willen zu lenken. Auch finden sich dort die Sammelplätze ihrer Seelen, die sie einst für sich gewannen und aus der Ebene der Toten führten.

Jede Globule ist ein autonomes System und unterliegt dem Ratschluss des Herrschers. Jedoch vermag mächtigerer Götterwille Begrenzungen zu erschaffen, so dass ein Übertritt in die Welt nicht mehr möglich sein kann. Raynor unterliegt einem solchen Bann, während Diablo den seinen überwand.

Das Schattenreich

Osten betrat das Spielfeld der Kontrahenten und versuchte, diese geheime Hintertür zu schließen, die Marrach zum Sieg verholfen hätte. Marrach spürte die Gefahr und wandte sich von den drei Brüdern ab. Wütend stürzte er sich auf Osten und überlies den drei Brüdern das Spielfeld. Diese lachten laut, denn somit gewannen sie das Spiel und kehrten als Sieger zurück nach Schattenwelt. Osten aber verschloss die Hintertür und wurde von Marrach geschlagen.
  • Die Geschichte der Schattenwelt - Kapitel I
Alle vier waren jetzt auf ewig im Schattenreich gefangen, doch es gab viele Wege in oder aus diesem Schattenreich heraus. Der einfachste war der des Schattenschwertes. Solange das Schwert nicht innerhalb dieses Pentagrammes liegen würde, näherten sich die Schattenwelt und das Schattenreich unaufhaltsam und wenn sie aufeinander treffen würden, könnten die drei Brüder zurück nach Schattenwelt. Die Rüstung würde Osten helfen, die anderen Wege zu versperren und bis in alle Ewigkeit dafür sorgen, das niemals wieder einer der Brüder das Schattenreich verlassen konnte!
  • Die Geschichte der Schattenwelt - Kapitel I

Das Schattenreich wurde nachträglich in das Weltengefüge geschrieben. Durch Ostens Wille und unter der Hilfe Cyclass'Thaars wurde ein Gefängnis geschaffen, das den schöpfungsvernichtenden Willen der Drei von der Welt bannen sollte. Daher ist ein Eintritt in das Schattenreich nur durch Umgehung des Weltengefüges möglich - es sei denn, der Schlüssel bräche.

Alternative Zeitlinien

Neben dem, was wir bewusst wahrnehmen, gibt es eine Fülle an parallel verlaufenden alternativen Zeitlinien. Ihre Zahl lässt sich nicht bemessen, denn aus jeder bewusst getroffenen Entscheidung eines Bewohners gehen unter Umständen neue Stränge hervor. Viele von ihnen unterscheiden sich von der unsrigen Linie nur unwesentlich. In einigen aber ist die Entwicklung der verschiedenen Kulturen derart verlangsamt, dass man die Völker als im wahrsten Sinne des Wortes zurückgeblieben bezeichnen muss, während in anderen Bahnen die Entwicklung soweit fortgeschritten ist, dass die Fertigkeiten ihrer Bewohner die fantastischsten Maschinen hervorgebracht haben.

In manchen würde ein Besucher feststellen, dass er niemals geboren wurde, während es ihm in einer anderen Linie widerfahren kann, sich plötzlich einem pervertierten Abbild seiner selbst gegenüberzustehen.

Über alle diese Alternativen hält Mievaeihn ihre ewige Wacht. An ihr führt der Weg für Reisende zwischen den Zeiten vorbei, wenngleich sie nur wenigen die Überfahrt gestattet. Es kommt aber gelegentlich vor, dass die Linien kollidieren und so einzelnen Individuen ohne das Wissen der Wächterin das Übertreten der räumlichen Grenzen ermöglicht. Bisweilen auch ganz ohne das Zutun des jeweiligen Opfers.

Der Interim ist ein fremdartiger, furchtbarer Ort. Es ist gnädiger, jemanden in ein Meer voller Haie zu werfen und ihm zu sagen, dass er nach Hause schwimmen soll, als ihn ungeschützt in den Interim zu schicken. Man sollte die einfachen Menschen am besten gar nicht durch ihn reisen lassen. Noch besser, man lässt sie nicht einmal wissen, das so etwas möglich ist.
  • Fra Damarn, niedergeschrieben kurz nach der Rückkehr aus einer alternativen Zeitlinie
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