Multiversum/Tod

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Astralebene · Ebene der Toten


Die Ebene der Toten ist eine der transitiven Ebenen und stellt damit eine eingeschränkte Sicht auf ein größeres Ganzes dar.

Die körperlosen Geister von Lebenden, die ihre Bindung an die physikalische Welt verlieren, wechseln in die Ebene der Toten herüber. Das lebende Wesen muss dafür nicht beseelt gewesen sein, es reicht das Vorhandensein eines echten, erkenntnisfähigen Bewusstseins.

Geister die ihre Heimat in anderen Ebenen haben, beispielsweise unmanifestierte Elemente oder Dämonen, können die Ebene der Toten unter normalen Umständen nicht betreten.

Beschreibung

In gewisser Weise ähnelt die Ebene der Toten einem Meer. Ganz nahe der Oberfläche, lassen sich Licht und Land noch erkennen, aber je tiefer man sinkt, desto mehr schwinden diese Merkmale, bis man mit dem Rauschen und der Dunkelheit allein ist.

Der Übergang hierhin kann für einen unvorbereiteten Geist unmerklich geschehen. Vielleicht ist das Licht der Sonne etwas fahl, möglicherweise fällt auf, dass eben noch tobender Wind sich gelegt hat, aber davon ab werfen alle Dinge ihre Schatten wie gewohnt und bieten Fuß und Händen Halt. Früher oder später wird dem Besucher aber deutlich werden, dass er auf keinen einzigen Aspekt der sichtbaren Welt irgendeinen Einfluss ausüben kann: Nicht einmal ein leichter Strohhalm lässt sich bewegen und stellt er sich einer Bewegung in den Weg, wird er einfach zur Seite gerückt, ohne dass irgendeine Verzögerung merklich wäre. Dann könnte auch auffallen, dass jedwede Flüssigkeit so dunkel und undurchsichtig wie Öl ist, dass der Lärm der Lebenden etwas zu gedämpft ist. Noch spürt der Geist hier den Griff der Erdkraft.

Früher oder später wird der Geist dann tiefer abtauchen in seine neue Heimat, sich weiter von der Welt der Lebenden entfernen und ihren Lärm gänzlich zurücklassen. Um ihn herum wandeln sich Bäume und Menschen zu flüchtigen Schemen, die irgendwann durchdrungen werden können und schliesslich gänzlich verschwinden - an Stelle des grünenden Yewwaldes sehen die Augen des Toten nur noch leeres Land. Zu diesem Zeitpunkt ist das Feuer schon verschwunden und mit ihm das Licht und die Dunkelheit zugleich - fahles Zwielicht herrscht nun überall.

Am Ende bleibt nur das Erz bestehen und reist der Geist nur weiter, dann verschwindet selbst dieses, bis nur noch die Schatten übrig sind, die es wirft. Hier könnte er selten einmal Schattenherrinnen der Dunkelelfen antreffen, die ihre eigene Gabe nutzen, um dieses unfreundliche Land zu durchqueren - immer belauert von zahllosen Geistern, die sich hier beliebig in alle Richtungen bewegen können.

Irgendwann werden auch diese Komponenten unschärfer, scheinen in Nebel zu versacken - am Ende befindet der Reisende sich in einem grauen Nichts und ist allein von anderen Toten umgeben.

Bewohner

Die Bewohner dieser Ebene sind die Geister von bewussten Verstorbenen, die sich in verschiedener Tiefe befinden: Entweder ganz nah an der physikalischen Welt, oder weit von ihr entfernt in den Nebeln, die schliesslich zu den spirituellen Ebenen weiterführen. Es gibt keine natürlichen Bewohner dieses Ortes und wenngleich denkbar scheint, dass ein Geist hier die Ewigkeit überdauern kann, verschwinden fast alle von ihnen irgendwann in den Nebeln.

Obwohl alle Geister eine bevorzugte Aufenthaltstiefe haben, können sie doch beliebig auf- und abtauchen, was letztlich auch die einzige Möglichkeit darstellt anderen Geistern zu entgehen oder sie zu finden: Nur Geister die sich auf nahezu identischer Tiefe befinden können einander wahrnehmen und beeinflussen - auch der Grund, warum ein Reisender nicht an jedem Ort von Massen Verstorbener bedrängt wird.

Wer nun glaubt, dass diese Nachwelt friedlich ist, der findet sich enttäuscht: Die Geister der Toten ringen fast ständig miteinander um winzige Fetzen erhaschter Lebenskraft, die genutzt werden kann, um als Anker in die physikalische Welt zu dienen - denn ohne diesen Anker ist eine Einflussnahme, ja sogar Manifestation auf der physikalischen Ebene unmöglich. Es kommt vor, dass ein Ort, Gegenstand oder sogar eine Person der physikalischen Welt als Anker dient und dem Geist auf diese Weise nicht nur das Sichtbarwerden, sondern auch direkten Einfluss und zahlreiche Poltergeisteffekte erlauben, aber diese Bindung erlischt, wenn der Geist sich weiter von der physikalischen Welt entfernt.

Solche aus eigener Kraft bestehenden Geister haben keine Manarepräsentation und können daher nicht ohne Weiteres exorziert oder verbannt werden - einem findigen Zauberer wird außer der Zerstörung des Ankers aber sicher etwas einfallen.

Die Kämpfe zwischen Geistern laufen einfach darauf hinaus gesammelte Lebenskraft zu entziehen und uninteressant sind nur jene Opfer, die bereits völlig beraubt wurden.

Besucher

Um die Ebene der Toten bewusst betreten zu können, muss man wissen, wie man dorthin gelangt und für dieses Wissen gibt es weder Bücher noch Karten: Man muss es erfahren. Wer dem Tod nah genug kommt, kann unter Umständen über die Grenze wechseln und die Ebene der Geister berühren, bisweilen hält sich ein Verstorbener auch an einem Anker fest und kann durch Heilung des Körpers und kundige Hand wiederbelebt werden. Mancherorts gibt es Rituale voller Schmerz und Entrückung, die keinen anderen Zweck haben, als einen Schüler zu initiieren.

Wie auch immer die Befähigung erlangt wurde: Wer die Ebene der Toten einmal aus eigener Kraft betreten hat, der kann sie wiederfinden. Der gefährliche Weg wie bei der ersten Initiation kann vermieden werden, sofern der Reisende in der Lage ist die Astralebene zu berühren, nur durch ihre Nutzung kann ein strapazenloser Weg geöffnet werden.

Wie auch immer der Besucher aber die Ebene der Toten auch erreichen mag, er sollte sich über die Gefahren im Klaren sein: Wenn der Pfad nicht über die astrale Ebene gebahnt wurde, dann stellt die Verbindung zum sterbenden Leib einen Anker dar, der von einem kraftvollen Geist genutzt werden kann, um selbst Herrschaft über das Fleisch zu erlangen.

Über die Astralebene existiert dieser direkte Zugang nicht, so dass der Reisende nicht direkt attackiert werden kann, nur so ist es aber möglich einen Weg zurück für einen ausgewählten Geist zu öffnen - diese Wesen sind dann natürlich durch ihren künstlichen Anker auf der Astralebene präsent.

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