Lug und Trug
Vorwort
Lug und Trug, Akademie für Scharlatanerie aller Art. Eine kleines, unscheinbares Türmchen am Rande eines vermoderten Dorfes. Hierbei ist der Name Programm und bietet für jeden geplagten Geist eine Möglichkeit, sich im Rahmen seiner vermeintlichen, geistigen Defizite fortzubilden. Äußerlich eine Anlaufstelle für Verwirrte sämtlicher Geschmacksrichtungen, im Kern jedoch, eine Ausbildungsstätte für Nekromanten. In den unehrwürdigen Gemäuern entscheidet Ihr, welches Leid auf Euren Schultern hocken und Euch krächzend in das Ohr spucken wird. Magier oder Nekromant.
Das Konzept
Lug und Trug sieht sich nicht als eine Akademie im normalen Sinne. Die Leitung dieser Institution möchte keine autoritär geführten Stunden, in denen die einzige Beteiligung durch etwaiges Aufzeigen erzielt wird, sondern spontane Unterrichtsentwicklungen, die über den vermittelten Stoff hinaus zur Charakterformung beitragen.
In ihrer Organisation erinnert Lug und Trug mehr an ein Schüler - Lehrer System in etwas größerer Form und obwohl ein - in der Tat sehr spezielles - Gebäude vorhanden ist, heißt das noch lange nicht, dass der Unterricht regulär dort stattfindet. In der Vorbereitung wird viel Wert darauf gelegt den Unterricht so zu gestalten, dass die Mitspieler nicht nur den Stoff bestmöglich erlernen, sondern auch Spaß daran haben, was durchaus mit außergewöhnlichen Unterrichtsmethoden vonstatten gehen kann. Daher kann auch festgehalten werden, dass Ziel der Ausbildung ist, voneinander und miteinander zu lernen, anstatt nur Vorträge hinzunehmen und auswendig zu lernen. Lug und Trug legt Wert auf Eigenständigkeit und Eigenverantwortung, allerdings in einem Maße, welches dem Lernenden Handreichungen bietet, wo auch immer er strauchelt. So kann es auch kommen, dass der Lernende durch einen guten Gedanken im Laufe der Stunde zum Lehrenden wird, auf dass die Idee sich gut entfalte.
Man erzählt sich, dass die Lehrkörper, die sich auch durchaus selbst gleichzeitig noch als Schüler sehen, manches Mal hinterlistig kleine Fehler einbauen um zu prüfen ob der Schüler auch bei der Sache ist. Auch wenn diverse Unfälle, Explosionen und spontane Selbstentzündung keine Seltenheit sein mögen, handelt es sich um einen Ort seriösen Lernens. Woher der Name rührt, weiß kaum jemand. Man munkelt, dass es sich in der Tat um einen Ort lächerlicher Scharlatanerie handelt, oder um eine Gaunerbande, die sich als Magierbande ausgibt. Ob der Name mit Ironie spielt und eine vermeintliche Offensichtlichkeit mehr Geheimes birgt, als die oberflächliche Abhandlung des Ganzen zu enthüllen imstande ist, wird wohl nur der neugierige Geist erfahren.
Ausbildung
Die Ausbildung bietet zwei Wege. Die des Magiers und des Nekromanten. Dabei sei gesagt, dass die beiden Ausbildungen auf dem Magier basieren und der Nekromant eine Spezialisierung darstellt, dessen Ausbildungsweg nur durch besonderes Auffallen und mit Genehmigung der Lehrerschaft eingeschlagen werden kann. Die Nekromantenausbildung findet im geschlossenen und geheimen Kreis statt. Die Magierausbildung hingegen ist frei zugänglich für jeden und stellt mit der Bewerbung an der Akademie den ersten Schritt dar.

