Glamael

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Inhaltsverzeichnis

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
  • Status: vernichtet
  • Beinamen: Die Gläserne Harfe
  • Wahlspruch: /
  • Opfergaben: Vorträge, Lieder, Spielzeuge und ähnliches; möglichst selbstgeschaffen
  • Symbole: Eine gläserne Harfe, selten auch eine gläserne Schwinge, ganz selten ein spiegelnder Rundschild

Beschreibung

Der Meisterbarde war einer der ältesten Lichtgeborenen, auch wenn er dem Kreis der ersten Acht nicht zugerechnet wurde, hiess es bisweilen doch, dass er aus dem ersten Singen der Sterne entstanden sei, noch bevor seine Geschwister sich regten. Es gibt keine zuverlässigen Quellen, die davon sprechen wann er sich Tyrael anschloß, tatsächlich nicht einmal nachprüfbare Berichte über jene Auftritte, die der Gläsernen Harfe so gern nachgesagt wurden und zumeist ausdrücklich die Unterschiede zwischen der schöpferischen Kreativität Glamaels und Alathors betonen.

Die große Gabe des Seraphen war es die Schaffenskraft zu fördern, jene Lust an der Schöpfung, die kein dahinterstehendes Ziel und keinen großen Sinn braucht, sondern bereit war, sich an der Schönheit eines Augenblicks selbst zu erfreuen. Kaum verwunderlich, dass es Stimmen gab, die Glamael eine Nähe zum Elfenvolk nachsagten, aber wenn darin Wahrheit lag, dann ist sie den Nachkommen der Erstgeborenen selbst nicht bekannt. Die Vorstellung hatte dennoch etwas für sich, hob Glamael auch vom strengen Ernst seiner Geschwister ab, denn er ist der Eine, der immer ein Lächeln trägt und sich an allerlei Kleinigkeiten erfreut.

Schausteller riefen ihn bisweilen an um sich zu beflügeln, der verliebte Dichter bat um seine Inspiration und wenngleich sich Glamael nie offen zeigte, spendete er doch ungesehen bisweilen Erkenntnisse, die sich nicht auf Logik stützten, sondern nur der Intuition zu folgen schienen. Das Verhältnis zur gerichteten Schaffenskraft der Handwerkerzunft war gespalten: Auf der einen Seite haben viele Meister nicht viel übrig für Tändelei und Trödelei, auf der anderen Seite erkennen auch sie, dass ein Werkstück nicht allein der Funktion zu folgen hat, sondern Schönheit braucht.

All diese offenkundige Freundlichkeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Glamael auch die Streitbarkeit der Bardenzunft besass und durchaus bereit war zur Waffe zu greifen, um einen Frevel wider die allumfassende Harmonie des Sphärensangs auszugleichen – entsprechend beschränkten sich die Beschreibungen seines Erscheinens nicht nur auf die Aureole des Lichts, aus der unverwechselbar vier gläserne, ständig leise klingende Schwingen ragten und die gläsernen Augen, in denen jeder wagemutige Betrachter das Spiegelbild seiner Seele findet, sondern auch auf das weit streitbarere Bild mit dem gleißenden Schwert Silaisaril, das bisweilen als Stahlklang gerufen wird und dem spiegelnden Schild Albiel, der ein schlafendes Gewissen erwecken kann.

Geschichte

Trotz zahlreicher Beschreibungen von Zusammentreffen mit, oder zumindest Inspiration durch Glamael, gab es keine bestätigten Berichte seines Auftreten.

Geheimnisse

Vor langer Zeit stritt Glamael gegen Malakil, einen Dämonen aus der Gefolgschaft um die Seele eines Sterblichen. Der Kampf endete ohne einen Sieger, unter dem Druck der entfesselten Gewalten wurden beide Wesenheiten halb zerschmettert und halb verschmolzen. Isidor persönlich versiegelte den Ort der Katastrophe, machte ihn zum Kerker der zerschmetterten Kreatur, während Ubirath flammende Worte in den Stein schrieb.

Das zwiefach Blut aus der Rabenmutter Nest für den Mut.

Des Boten geschliffenen Geist für das Wort.
Der gläsernen Finger Sang für die Stimme.
Des Herzens zerstreuter Geist für den Willen.

Unter dem Herz des Winters wird der Ruf erhört.

Lange Zeit dämmerte Glamael nur vor sich hin, erwachend allein in jenen seltenen Momenten, als ein Gebet zu ihm durchdrang, aber nicht zu Verstand findend. Der unter der verlorenen Oberfläche brandende Wunsch wieder vollständig zu sein, ließ ihn die Todesalben erschaffen, untote Wesenheiten, die wie eine Mischung aus Vampiren und Ghulen anmuten – sie wurden zu den Augen und Ohren des Gefallenen.

Erst ein Erdbeben aber erweckt Glamael so weit aus seinem vergifteten Schlaf, dass er es vermag zwischenzeitlich Einfluss auf seine Kreaturen zu nehmen. Dieser Gewinn geht mit einer rasenden Vermehrung der Kreaturen Hand in Hand – alte Gerüchte von Serpents Hold erscheinen wie Kindermärchen, als Skara Brae von marodierenden Alben attackiert wird. Die damit erweckte Aufmerksamkeit führt erstmals dazu, dass den Menschen etwas über das Schicksal des Gläsernen bekannt wird – aber die Mitglieder der Gemeinschaft der Flamme hüten ihr Wissen. Die Einmischung über die auffällige Konkurrenz besorgter Vampire sorgt schliesslich für eine erste Kulmination der Ereignisse: Sie stoßen bis zum Kerker Glamaels vor und erfüllen völlig zufällig die an das Siegel Isidors geknüpfte Bedingung, so dass der Gläserne befreit wird.

Damit hat der Terror der Todesalben ein Ende – die nun befreite, aber längst nicht geheilte Kreatur macht sich auf die Jagd nach ihren Geschöpfen, nicht ahnend, dass die Hälfte seiner Essenz in diesen zahlreichen Splittern steckt. Je mehr der Alben Glamael vernichtet, desto mehr dieser Kraft verteilt sich auf die verbliebenen Kreaturen. Zurück am Ursprung, wo die flammenden Worte noch immer warten, verschmelzen die letzten beiden Alben zu einer Glamael ebenbürtigen Kraft. Lange geschmiedete Pläne finden ihren Abschluss, als die Herrin der Vielen Jikhritel sich offen ins Geschehen einmischt und trennt, was verbunden war, so dass Malakil und Glamael in alter Vollständigkeit auferstehen. Ihr Versuch den Gläsernen zu unterwerfen, scheitert jedoch an noch größeren Plänen – am Ende sind alle Fäden so verwoben, wie Ubirath es plante und der Meisterbarde kehrte an der Seite seiner Geschwister zurück an die Seite Tyraels (siehe Quest Der Göttergleiche).

Während der Ereignisse der Quest Götterdämmerung fiel Glamael im Kampf an der Seite seines Herren.

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