Geweihter
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Inhaltsverzeichnis |
Vorwort
Allgemeiner Begriff für die mit Karma versehenen Diener einer Gottheit (oder vergleichbaren Entität).
Geweihte fallen unter die Wirkung des Götterkraftguides.
Paladine, Priester, Kleriker und Klingentänzer sind Spezialformen des Geweihten - nur ein Char, der auch ein entsprechendes Flag trägt, zählt als geweiht. Ausnahmen müssen mit der Seerschaft individuell ausgehandelt werden.
Magiergeflagte Chars zählen nicht als Geweihte im Sinne der Regeln des Götterkraftguides, wenn sie ihre andersartigen Fähigkeiten von einer Gottheit verliehen bekommen haben, teilen sie jedoch die Bindung an den Codex und die damit einhergehenden Einschränkungen.
Im Gegenzug bedeutet das Tragen eines Paladin- oder Klerikerflags nicht zwingend, dass auch eine Weihe vorliegt.
Bewerbung
Die Bewerbungsmodalitäten für die einzelnen Spezialisierungen des Geweihten finden sich jeweils dort
Gottheiten
Folgende Gottheiten bringen auf Schattenwelt Geweihte entsprechend der Regeln des Götterkraftguides hervor
- Geweihter (Arachnan)
- Geweihter (Der Alte im Berge)
- Geweihter (Der weisse Drache)
- Geweihter (Diablo)
- Geweihter (Gral)
- Geweihter (Malion)
- Geweihter (Nephele)
- Geweihter (Pyrdacor)
- Geweihter (Pyros)
- Geweihter (Ryonar)
- Geweihter (Tairach)
- Geweihter (Tyrael)
- Osten
- Lloth
Die folgenden Gottheiten unterstützen ihre Anhänger nicht durch Karma, sondern durch die Gabe der Magie
Guide
Ursprung
Geweihte gibt es so lange, wie machtvolle Entitäten Sterbliche auserwählt haben, um zu Trägern von Karma zu werden. Möglicherweise finden wir mit dem Erstgeborenen Hista Kindail den allerersten Sterblichen, der diese Gabe empfing.
Entstehung
Um einen gewöhnlichen Sterblichen in einen Geweihten zu verwandeln, braucht es nicht viel mehr als den erklärten Willen der Gottheit - der Wille des Beschenkten ist nicht relevant, auch wenn es nur wenige überlieferte Fälle gibt, in denen das Geschenk wider den Willen des sodann Geweihten gemacht wurde.
Merkmale
Geweihte sind berufene Diener ihrer Gottheiten, Sterbliche, die durch die Berührung einer unsterblichen Entität verwandelt - vielleicht erhoben - wurden. Unabhängig von weltlicher Anerkennung durch die Umwelt, sogar unabhängig von der Anerkennung durch den eigenen Kult, ist dem Geweihten das Siegel des Gottes aufgeprägt worden.
Gewiss kann jeder halbwegs Gebildete den Codex einer Gottheit kennen und viele Lebewesen führen ihre Existenz nach den Vorgaben religiös geprägter Moral und Ethik. Jeder kann die Hände zum Gebet falten und inbrünstig die Hilfe einer Gottheit herbeiflehen - aber nur Geweihte sind auf eine Weise beschenkt worden, die es ihnen erlaubt mit der ihnen verliehenen Kraft von Selbst zu handeln.
Wo ein Magier die angeborene Gabe besitzt astrale Muster zu formen, wo ein Vampir mit dem Erwachen um den Pfad des Blutes weiss, da formen sich die Wege eines Geweihten über den Weg des Karmas - einer ganz eigenen, nur Geweihten zur Verfügung stehenden Art von Zauberer, die gern als Mirakel oder minderes Wunder benannt wird.
Der Magietheorie folgend, kann herkömmliche astrale Zauberei Karmamagie nicht anhand der Strukturen erkennen und tatsächlich gibt es keine Berichte über ungewöhnliche Muster bei Geweihten, gewirkte Mirakel kann ein Zauberer nur anhand der Auswirkung erkennen.
Möglicherweise verhindert der irrationale, im Glauben wurzelnde Ansatz der Geweihten analytische Hellsichtkarmazauberei, möglicherweise bauen sich die Strukturen von Mirakel aber auch auf eine Weise auf, die nicht zu erfassen ist - sicher ist, dass es unter den Geweihten kein Äquivalent zur Hellsichtmagie der Astralzauberer gibt.
Das heisst: Auch ein Geweihter kann fremde Wunder nicht anhand der Strukturen ausmachen und er ist sicher nicht in der Lage anhand zu interpretierender Muster die Wirkung eines fremden Mirakels abzuschätzen. Bestenfalls kann ein erfahrener Geweihter die generelle Anwesenheit wirkender Mirakel erspüren, aber dies liefert außer einer groben Abschätzung: gut/böse, wohlwollend/schadend keine näheren Hinweise.
Gaben
Geweihte fallen unter die Regelungen des Götterkraftguides, sie wirken ihre Wunder mit Karma.
Auch wenn es feste und traditionelle Liturgien gibt, so kann ein Geweihter eine angemessene Wunderwirkung im Rahmen seiner Möglichkeiten beliebig ausformen. Dennoch sind Geweihte nicht in erster Linie "Zauberer". Die Gnade der Gottheit darf nicht verschwendet werden und muss im Einklang mit dem eigenen Codex in ein Wunder geformt werden.
Handicaps
Geweihte sind durch ihren Codex gebunden und können bei Verstoß gegen Selbigem ihre besonderen Kräfte verlieren.
Auch wenn es darüber keine gesicherten Berichte gibt, so scheint es doch möglich, dass speziell gesegnete oder verfluchte Waffen gegen Geweihte eine besonders schädliche Wirkung haben.
Darüber hinaus haben sie jedoch keine speziellen Schwächen und Verwundbarkeiten.
Gesellschaft
Die folgenden Ausführungen zeichnen das Bild eines typischen Geweihten, es besitzt jedoch keine universelle Gültigkeit.
Die Geweihten sind berufene Diener ihrer Gottheiten. Sie predigen das Wort und die Lehren der Gottheit und ihrer besonders berufenen Vertreter, seien dies nun "Engel", Propheten, Heilige oder gar leibliche Kinder der göttlichen Wesenheit. Geweihte sind mit den Riten und Verhaltensregeln ihres Kultes vertraut, sie sind meist die Leiter religiöser Versammlungen. Den Geweihten obliegt für gewöhnlich die "rechte" Auslegung göttlichen Rechts, wenn es zum Streit kommt. Sie sind oftmals die Anführer von religiös geprägten Gemeinschaften und in Kirchen organisiert, zumindest aber gilt ihr Wort als wertvoll.
Ein Kleriker wird wohl eher als ein zurückgezogen lebender Eremit und Mystiker auch einmal zur Waffe greifen, um dem Wort der Gottheit zu Gehör und den Willen der Gottheit zu seinem Recht zu verhelfen. Kleriker sind wohl diejenigen Geistlichen, denen der Gläubige am Häufigsten begegnen wird. Die sehr vergeistigten Mystiker und Priester bleiben meist in Klostergemeinschaften unter sich oder leben allein, die Paladine der Gottheit finden sich selten zu Rast und Ruhe ein, sondern sind immer dort, wo der Name der Gottheit bedroht und die Tugenden in Gefahr sind. Die Kleriker aber sind die Basis des Glaubens, der Gläubige (oder Ungläubige) kann ihnen immer und überall begegnen.
Generell gilt: Geweihte sind frei in ihren Handlungen, solange sie den Codex ihres Herren nicht verletzen und nur in wenigen Fällen greift dieser Codex scharf in das Privatleben eines Geweihten ein.
Freiwillig übernommene Verpflichtungen wie Enthaltsamkeit oder Askese sind zumeist Teil einer individuell angenommenen Vorstellung.
Rollenspielhinweise
Um einen Geweihten glaubhaft darzustellen, muss sich der Spieler der immensen Aufgaben eines Geistlichen für die Gemeinschaft der Gläubigen bewusst sein. Ein Geweihter weiß um die Lehren und Gebote seiner Gottheit, angehende Geweihte sollten bereit sein, von einem erfahrenen Geweihten zu lernen. Der Spieler sollte diese Bereitschaft ebenfalls aufbringen. Für das Spiel von Geweihten unabdingbar ist die Fähigkeit, Glaube lebendig werden zu lassen.
Dazu gehört die Beherrschung der Göttergeschichte, das halbwegs mühelose "Beten" und verfassen eigener Texte und Rituale. Ebenso die intensive Beschäftigung mit dem Glauben auch nach Abschluss der "Ausbildung" um notwendiges Wissen abrufen zu können und auch der Mut zur Improvisation. Oft verlangen Situationen ein spontanes Gebet oder die Weitergabe von Wissen über die eigene Gottheit. Geweihte, denen dazu die Motivation fehlt wirken wenig überzeugend. Und ein Geweihter, der selten oder gar nie überzeugend wirkt, bereichert weder sein eigenes Spiel, noch das Spiel anderer.
Grade hier findet sich aber ein weiterer, wichtiger Aspekt des Geweihtenspiels: Man spielt nicht ausschließlich zu seinem eigenen Vergnügen einen Geweihten, sondern beeinflusst durch seine besondere Stellung oftmals auch das Spiel anderer – und somit auch deren Vergnügen.
