Gefährten des Adlers

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Die Gefährten des Adlers sind eine Ordensgemeinschaft die an das göttliche Wesen Ryonar glaubt.


Gesinnung:
Rechtschaffen Gut


Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Zusammenfassung des Hintergrunds

Ryonar

Einst als die Welt, auf der wir leben, nur wenig von Menschen besiedelt war, bevölkerten viele Tiere die Ländereien. Sie bildeten verschiedene Klans, darunter der edelmütige Gebirgsklan und der kriegerische Feuerklan. Unter dem Gebirgsklan will man einen großen weißen Adler beobachtet haben.

Später verhalf ein Erzmagier namens Malion Tsu'Nok ("Rächer des Feuers") dem Feuerklan zu großer Macht. In der Schlacht Yuna'Kre ("Bruderkrieg") konnte dieser Klan nur durch die Hilfe des Weißen Adlers bezwungen werden.

Uriel

Uriel verlor seinen Ziehvater Torgal - wie auch seine Eltern zuvor - wegen eines Dunkelelfen. Er wählte daraufhin ein selbstloses Leben, das er später an der Seite von Nillia verbrachte. Schließlich wurde Uriel zu einem Paladin des Adlers.

Als Malion durch den Kristall Deuterim mächtiger wurde, kam es erneut zu einer Schlacht, in der Uriel mithilfe des Schwertes "Nachtwind" Malion bezwang und dessen Seele in dieser Waffe verschloss.

Siegelkriege und die Vertreibung Malions

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Was danach geschah ...

Ryonar erschien auf Schattenwelt und einige Rassen haben sich ihm verschrieben: Menschen, Zwerge und Elfen. Er verkörpert - wie auch Malion - das Iomienprinzip, dass alle Rassen eigentlich Brüder sind. Ryonar offenbarte den Leuten, dass die Rassen in Freiheit untereinander Leben sollten, als Brüder und Schwestern. So entstanden die Gefährten des Adlers.

Viele Jahre sollten vergehen, in denen die Gefährten sich organisieren konnten und Ryonar einige zu Geweihten erhob. Die getreuen Gefährten mussten den Weg des Adun' begreifen, um die Weihe zu erhalten.

Malion kehrte mitsamt einigen Dienern in die Schattenwelt zurück, woraufhin der Bruderkrieg dort gefochten werden musste. Der NOM bildete sich und hat vielerlei Söldner in den Dienst genommen, eine kleine Armee aufgebaut und einige Dörfer versklavt, als auch alte Ruinen wieder ans Tageslicht gebracht.

Kriege brachen aus und der heilige Bruderkrieg war schon soweit, dass Ryonar auf der Schattenwelt alleine keine Chance hatte und daher mithilfe der Osten- und Tyraelgläubigen in den Krieg gegen den Herren der Furcht zog.

Verschiedene Stützpunkte des NOM wurden angegriffen, der erste Siegelkrieg brach aus.

Es gab mehrere Vorfälle, ein Meteorit wurde aus Iomien beschworen und stürzte nördlich des Friedhofes zu Britain ab. Das Gestein wurde kürzlich geborgen.

Stützpunkte in der Wüste wie die große Pyramide und auf der Kannibaleninsel wurden angegriffen, die ersten Artefakte aus Iomien tauchten auf.

Eine Rüstung - mit einem M gesiegelt - wurde erobert, zumindest teile davon. Der Träger aller Rüstungsteile und der Runenklinge ist in der Lage, die Dämonen aus Iomien zu beherrschen. Sie gehörte einst einem der Heerführer der Malionsarmee.

Die ersten Siegeldämonen konnte man zur Strecke bringen. Es gab sieben Dämonen, die man bezwingen, wollte um Malion zu besiegen, doch in beiden Kriegen gelang es den Streitkräften nur fünf Siegel zu erlangen, welche alle benutzt wurden, um Malion zu bannen. Eigentlich hätte man alle sieben gebraucht, aber durch die Hilfe von Deuterim gelang es schließlich doch.

Deuterim, ein Artefakt geschaffen aus zwei Relikten, verschwand nach den Siegelkriegen spurlos. Die Gefährten suchen noch heute dieses mächtige Artefakt, da es bald seine Kraft verlieren wird und damit der einzige Schutz vor Malions Rückkehr verloren wäre.

Es gab die ersten Geweihten: Atrus Dakomar wurde zum Hohen Paladin erhoben, danach folgten Temoca, Imnovas. Vinus, Kazhar, Bator Umbra und die Priesterin Selune.
Wenige Magier haben sich auf die Untersuchung des besonderen Gesteins C'en aus Iomien spezialisiert. Der Träger des aus C'en gefertigten Stabes hat den Titel des "C'en Magus" inne. Dies ist derzeit Moleus d'Arenior. Sein Vorgänger war Saith.

Wesenszüge Ryonars

Ryonar steht für eine ganze Reihe von Idealen, die sich im Grunde allesamt aus dem am höchsten gehaltenen Ziel "Freiheit" folgern lassen.
Dieses Ideal nimmt für die Gefährten einen derart großen Stellenwert ein, dass sich das Wort Adun', das in der Sprache des Adlers "Freiheit" bedeutet, als Gruß eingebürgert hat.

Hierbei handelt es sich nicht um ein bloßes Bestreben nach Unabhängigkeit, sondern um ein Wunschbild, das in dieser Reinform zwar nicht verwirklicht, aber wenigstens verfolgt werden kann: völlige Freiheit der Entscheidungen sowie absolute Ungebundenheit gegenüber äußeren Einflüssen oder Zwängen.
Daraus folgt allerdings nicht, dass sich ein Ryonargläubiger etwa nach Anarchie sehnt. Er könnte sich beispielsweise sogar einem König fügen, solange er es für das Richtige hält. Die Gefährten gehen nämlich davon aus, dass sich unter solcherlei Umständen ein jeder Mensch frei für ein rechtschaffenes Leben entschiede. Die Freiheit vor äußeren Umständen beinhaltet in der Realität die Fähigkeit des jeweiligen Menschen, der Weltlichkeit zu entsagen. Im Ideal hingegen könnte dies in einem Beispiel so aussehen, dass einem Raubtier die Freiheit vor Hunger geschenkt wird. In diesem Fall hätte es nie die entsprechenden Instinkte entwickelt und würde stattdessen dem Guten in seinem Herzen (an dessen Existenz die Gefährten glauben) folgen.
Darum wird ein Gegner von einem Ryonargläubigen im Allgemeinen nicht als Feind angesehen, sondern als das, was dieser durch angeborene Schwäche wie die vorherrschenden Gegebenheiten geworden ist. Man begegnet seinem Leben daher mit Achtung und versucht es - wenn möglich - zu erhalten.
Außerdem berücksichtigt die GdA die sich daraus ergebende Konsequenz, selbst keinerlei Strafen in diesem Sinne auszusprechen. Ebenso tritt sie nicht etwa als Rächer für vergangene Taten auf, wohl aber ist ihr ein Eingriff zur Prävention solcher erlaubt.
Bemerkung: Ein Gefährte kann freilich auf Waffengewalt zurückgreifen, wenn er ein bestimmtes Verbrechen zwar nicht verhindern konnte, aber davon ausgehen muss, dass die entsprechende Person erneut eine solche oder ähnlich verwerfliche Tat begeht.

Für die Umsetzung und Verbreitung dieses Ideals besteht die Notwendigkeit weiterer Grundsätze. Diese bestehen bei den Ryonargläubigen aus:

  • Ehre: Dieser Begriff ist ausdrücklich nicht so zu verstehen, wie er im Allgemeinen geprägt ist, sondern vielmehr so, dass jede ausgeführte Tat vor anderen wie auch vor sich selbst gerechtfertigt werden kann. Insbesondere bedeutet dies, entsprechend seinem Gewissen zu handeln.
  • Schutz: Natürlich gilt es nicht nur, die Freiheit in die Welt zu tragen, sondern auch, sie zu bewahren. Sofern es keinen Ausweg gibt, darf ein Gefährte im Namen Ryonars Unterdrückte oder Bedrohnte mit Waffengewalt verteidigen. Doch selbst das Leben der Feinde ist dabei zu achten, weil sie gemäß den Vorstellungen der Ryonargläubigen nur aus Schwäche oder wegen verschiedener Umstände überhaupt zu Feinden geworden sind.
  • Wahrheit: Einerseits bedeutet dies, stets die Wahrheit zu sprechen, andererseits auch, sich keinem Selbstbetrug zu unterwerfen. Ansonsten wäre "ehrenvolles" Handeln gefährdet.
  • Liebe: Generell ist hiermit die Liebe zum Leben gemeint. Im Ideal soll jeder Person die Freiheit zu leben zugesprochen werden. Aber auch die Verbundenheit gegenüber anderen ist hier von Bedeutung, da ein Mensch darin zwar seine Schwächen hat, aber zugleich daraus seine Stärke schöpft.
  • Mut: Der Mut geht aus Wahrheit und Ehre hervor. Standhaftigkeit und Überzeugung sind unabhängig von der Bedrohung zu bewahren.


Bemerkungen:

  • Ryonar sieht seine Gläubige nicht als bloße Anhänger, sondern als Mitstreiter. Er erhebt sich nicht selbst über sie. Daher nennen sich seine Gläubigen "Gefährten".
  • Es existiert ein Kodex, der konkrete, allgemeine Aussagen macht. Wie aber auch im Falle der Grundsätze entschließt sich ein Gefährte aus freiem Willen zu ihrer Einhaltung und wird daher nicht in seiner Freiheit beschränkt.


Anhängerschaft

Kaum etwas unterscheidet die Anhängerschaft Ryonars von anderen Gemeinschaften. Ebenso wie jeder weltliche Zusammenschluss steht über ihnen ein großes Ziel - jenes der Gefährten ist die Freiheit, gegeben durch Ryonar, wird sie versucht durch die Hilfe ihres göttlichen Gefährten zu verwirklichen.
Und dennoch findet sich ein Unterschied zu jenen Gemeinschaften, die sich auf Regeln und Vorschriften aufbauen. Denn mag man einmal den Weg in die Anhängerschaft gefunden haben, wird man solcherlei Grundsätze nicht wieder finden. Jeder Mensch möge selbst in der Lage seinen Leitfaden zu finden und dadurch den Pfad Ryonars zu betreten. Tugenden wie Vernunft, Besonnenheit und Tapferkeit werden ihn dabei unterstützen, genauso wie seine Brüder und Schwestern.

Brüder und Schwestern - als eben solche sehen sich die einzelnen Mitglieder der Gefährten. Diese Ansicht begründet alles Verhalten untereinander.
Somit beruhen alle Aufgaben auf der gesamten Gemeinschaft und nur die Erfahrung und das Wissen jedes Einzelnen entscheidet zumeist über die Verteilung.

Verhalten gegenüber anderen Gemeinschaften:

Wie die Gefährten jedes Individuum respektieren, pflegen sie in gleicher Weise ihren Umgang zu anderen Gilden und Zusammenkünften. Es gibt weder "gut" noch "böse", allein das Ausleben der Tugenden Ryonars entscheidet, ob der gleiche Pfad beschritten wird oder ein eigener Weg gesucht wird. Und auch das möge einen jeden Menschen freistehen, sollte er sich nur der Konsequenz seines Handelns bewusst sein - er wird nie die absolute Freiheit an der Seite des großen Adlers spüren.

Ein Erbkrieg wurde den Gefährten des Adlers mit Nok'Tau Orden Malions auferlegt. Wie die Geschichte bereits erzählte, wird dieser Kampf seit Jahrhunderten ausgetragen und wird so schnell kein Ende finden.




Hintergrund der Gefährten des Adlers

Kapitel I - Die Geschichte der Adler

Akturus Sentai - Paladinritter des Adlers

Einst als die Welt, auf der wir leben, nur wenig von Menschen besiedelt war, bevölkerten viele Tiere die Länderein. So wie heute auch bei uns, gab es damals unter ihnen Völker und Klans. Und auch der Krieg war ihnen einst nicht fremd. Meist waren die kleinen Bewohner die Opfer, um die man stritt. Die größeren Klans der Wölfe, Bären und der Adler bekämpften sich häufig gegenseitig. Doch auch untereinander führten die Partein Kriege um Macht und Ansehen. So bildeten sich neue Klans, nach etlichen Jahren des Krieges. Jedoch nicht mehr nach ihren Arten, sondern nach ihren Gesinnungen. So schlossen sich die Bewohner der Eislandschaften zusammen. Der Grund dessen war, dass sie dort in dieser lebensfeindlichen Umgebung jeden Tag um ihr Überleben kämpfen mussten. Dies machte sie skrupellos und brutal. Jeder, der durch diese Landschaften reiste, hörte meist den Ruf der Eisadler und das Heulen der Eiswölfe, als das Letzte in seinem Leben. Anders war der Klan, der in den Bergen hauste. Es ging ihm gut, es war leicht zu überleben. Und so wurde ihr Charakter unter der schwächeren Bewohnern oft als edelmutig dargestellt. Denn sie halfen oft den Tieren, die es schwer hatten zu überleben, ein Heim aufzubauen oder Nahrung zu suchen. Und so ergab es sich, dass sie ihre Beschützer geworden sind. Jedoch gab es auch einen Klan, der überall verstreut lebte. Es war der Klan des ewigen Feuers, wie sie sich nannten. Sie wollten nicht verstehen, wie man seiner "Beute" helfen könne und sahen alles, was nicht dem Bösem verfiel, als ihren Feind an. Sie wurden von einem Roten Wolf angeführt. Man sagt bis heute, er sei von einen Dämon des Feuers besessen gewesen. Sie machten oft Jagd auf die Bewohner der Wälder, indem sie ihre Fähigkeiten gut aufeinander abstimmten. Dadurch kam es aber sehr oft zu Kämpfen mit den Gebirgsklan, die meist sehr blutig ausgingen. Nur wagte der Feuerklan nie die eisigen Landschaften auszubeuten. Es ist jedoch nie wirklich klar geworden, wieso und auch warum der Eis Klan nie mit dem Feuer Klan zusammen gekämpft haben.

Gewiss war nur, dass die Gebirgsbewohner immer der Mittelpunkt des Krieges waren. Mit der Zeit fielen den Gebirgsbewohner, die "anderen" Bewohner des Waldes auf. Die Elfen und die Zwerge, die im Gebirge hausten. Da sie im Grunde friedlich waren, wurden auch sie beschützt, ohne dass sie es bemerkten. Dann eines Tages, als ein kleines Dorf der Elfen von den heimtückischen Feuertieren angegriffen wurde, schien die Lage aussichtslos für die Kämpfer der Elfen zu sein, als sie zuletzt auch noch eingekesselt wurden. Knurrend standen die Feuerwölfe um sie herum und kreisend fielen die Schatten der Feueradler auf sie herab. Als plötzlich ein lautes Heulen aus allen Himmelsrichtungen ertönte und die Sonne sich zu verdunkeln schien, kamen einen Moment später aus dem Walde ringsherum ein Schar von Schwarzbären und Wölfen auf sie zugestürmt und eine Rotte von Adlern schoss vom Himmel herab. Es war der Gebirgsklan. Dann fing die Schlacht an. Jedoch wussten die Elfen nicht wie es um sie geschah. Dennoch halfen sie ihren neuen Mitstreitern. Als sich die Feuertiere dann endlich zurückzogen, kehrte Erleichterung in die Menge. Alle sammelten sich im Dorf vor dem Klan. Der Dorfälteste trat hervor, begrüßte den großen Weißen Adler, der auf ihn zuschritt. Anscheinend verstanden sie sich gegenseitig, denn diese Tage und Wochen sind in die Geschichte eingegangen, als die ersten Ritter und Paladine der Adler, Wölfe und Bären an der Seite der Gebirgsbewohner kämpften. Und mit der Zeit fanden sich immer mehr Elfen, Menschen und Zwerge, die mit den Tieren gemeinsam für das Gute da waren. Sie bauten drei Tempel. Den der Bären, den der Wölfe und den der Adler. Und langsam begann der Frieden sicherer zu werden. Jedoch gab es nicht nur gut gesinnte Menschen, Elfen oder Zwerge. Manche stellten sich gegen die Tempel und traten den Feuer- oder Eisklans bei. So bildete sich ein okkulter Tempel des Feuers. Die dunklen Magier der Völker Schattenwelts halfen dem Tempel das Feuer zu beschwören und für sie kämpfen zu lassen. Schwarze Ritter mit glühenden Rüstungen stellten die neue Armee des Feuerklans dar. Sie wurden mächtiger und mächtiger und dies machte den Paladinen Sorgen. Und endlich trauten sich die Feuerwesen in die Eiswelten vor. Und als Zeichen, dass sie nun die Macht an sich reißen wollten, vernichteten sie den nun schwachen Klan des Eises fast völlig. Viele Schlachten begannen ab diesem Tage an. Die wohl berühmteste war die im Yuna'Kre, als die beiden Fronten aufeinander stießen. Später trat dann auch ein Erzmagier namens Malion Tsu'Nok, was "Rächer des Feuers" hieß, dem Feuerklan bei. Er verhalf ihnen zu neuen Kräften, die sie bis dahin nie besessen hatten...

Kapitel II - Die Schlacht Yuna'Kre

"Es war keinesfalls einfach, diese Schlacht als "leicht zu vergessen" zu bezeichnen. Sie mochte zwar für die Bewohner der großen Städten ein kleines Gemetzel am Rande des Gebirges gewesen sein, jedoch war es für uns etwas viel Tiefgehenderes. Der Feuer Klan aus allen Teilen des Landes schloss sich zusammen. So taten auch wir dies. Einige nordische Stämme, ein Barbarenstamm aus dem Süden, ein Adlertempel, einige Elfen und sogar einige Orks kämpften an diesem Tag an unserer Seite. Alle aus demselben Grunde: Angst. Die bloße Angst vom Bösem verschlungen zu werden. Als die Sonne damals im Horizont verschwand, und das kleine Bergtal in einem glutrotem Meer versank, wussten wir, dass es an der Zeit war, seine Klinge zu ziehen und in die Schlacht zu reiten. Doch als wir dann auf dem Felde standen, hielt uns etwas zurück. Es war der Anblick, wie wir in unseren Gegner wahrnahmen. Es waren nicht einfach Soldaten des Bösen.
Nein. Es waren unsere Schwestern, Brüder und Freunde, die sich dem Bösem angeschlossen hatten. Sie verfielen einst der Gier und dem Hass, dem Bösem. Und nun warteten sie nur darauf, bis wir den ersten Schritt taten. Die Blicke richteten sich zu unserem Anführer. Er gehörte dem Tempel der Adler an. Er schaute lange auf die andere Seite. Gleich ging die Sonne unter und er nahm das Schwert in die Luft empor zum Himmel ragend. Unser Stammeshäuptling drehte sich noch kurz zu uns und nickte uns leicht zu.
"Möge Osten uns in dieser Nacht beistehen!", rief der Paladin an der Spitze unsere Armee und schwang das Schwert in Richtung der Front, während er mit donnernden Hufen losritt. Unser Anführer folgte seinem Kommando, ritt mit einem lauten Kampfesschrei in die Schlacht. Das Tal barg sich in Nebel, als die beiden Armeen auf sich zuliefen. Die ersten Klingenhiebe fielen und demnach die ersten Kämpfer. Die Orientierung ging mir verloren, als die Schlacht in vollen Zügen tobte. Geschrei und Hilferufe nahm ich im Rausche des Kampfes nicht mehr wahr. Donnernd schlugen die Pfeile unserer Elfen in den Boden und manchmal auch in eine Brust ein.


Als das glutrote Tal nun in ein blutiges rotes Meer verwandelt wurde, erhellten nur noch einige Fackeln und die feurigen Geschosse einiger Magier das Toben, das immer heftiger zu werden schien. Die immerwährenden Ruf unseres Anführers ermutigten uns dazu weiterzukämpfen. Dann riss mich eine erneute Welle von Pfeilen zu Boden. Nun lag ich da, unfähig aufzustehen und weiterzukämpfen, starr in den Himmel schauend, als ich am Firmament ein großes Untier sah. Ich erschrak, als ich erkannte, dass es ein Drache war. Ich nahm von da an nur noch alles verschwommen wahr. Doch sah ich, wie er plötzlich auf das Schlachtfeld zuflog und aus seinem Rachen ein gewaltiger Feuerball schoss. Obwohl es soweit weg war, konnte ich spüren, wie es auf meiner Haut brannte. Und wie alles um mich herum in Flammen stand.


Immer leiser wurden die Klingenhiebe um mich herum, bis ich sie nur noch vage wahrnahm. Als ich dem Drache stets zusah, wie er seine Angriffe fortsetzte, war mir klar, wir hatten verloren - wir waren geschlagen. Langsam fielen meine Augen zu, doch dunkel konnte ich noch etwas anderes am Himmel erkennen - es, es war ein großer Adler, ja! Es war der Weiße Adler. Ich sah, als ich blitzartig zu dem Drachen zurückschaute, einen riesigen Feuerball, der direkt auf den Adler zuflog. Als der Feuerball auftraf, explodierte er mit einem lauten Donnern, der das Schlachtfeld zum Erbeben brachte. Aber der König der Lüfte schoss aus dem Flammenmeer heraus, direkt auf das Ungetüm zu. Er breitet sein Gefieder aus, das plötzlich begann ein magisches Glühen um sich herum aufzubauen. Darauf folgten einige Flügelschläge und ein lauter Schrei des Drachens. Als er anfing mit einem weißen Feuer zu brennen und mit einem donnernden Groll in den Boden einschlug. Noch einmal segelte der Adler direkt über unsere Köpfe hinweg und schließlich hinfort. Ein schwaches Gefühl von Glück zog mir durch die Adern, trotz dass ich meine Glieder nun nicht mehr spürte und mir die Augen zufielen.

Wir hatten nun wieder ein Chance. Ich hörte noch Gregor laut in die Schlacht rufen, als ich mein Bewusstein verlor. Als ich meine Augen öffnete, sah ich ein blaues Himmelsmeer, das erhellt von der Sonne gewesen war. Langsam drehte ich mein Kopf, um zu sehen was geschehen war. Das Tal war übersät mit Asche, Leichen, Blut und verstümmelten Verletzten, die um Hilfe riefen. Unzählige Leichen langen rings um mich herum. Mein Gefühl in den Beinen kehrte langsam zurück und ich versuchte aufzustehen, um nachzusehen, wie es meinen Gefährten ging. Als ich aufstand und sah, wie viele Menschen ihr Leben lassen mussten und wie viel Leid den Menschen angetan wurde, wusste ich, dass niemand gesiegt hatte. Der Preis war zu hoch. Nun hoffte ich, dass das Morden endlich ein Ende nimmt. Dann erblickte ich Uriel, den Anführer, durch die morgendlichen Nebelschwaden. Er saß seelenruhig da. Vor ihm lag ein Köper, ich konnte nicht erkennen wer es war. Der Körper war mit den Farben unserer Feinde geschmückt. Jedoch fragte ich mich, ob sie es noch waren, unsere Feinde, als er seinen Kopf langsam zum Gebet hinabsenkte. Dann fiel mir mein Bruder ein. Was war ihm widerfahren? Was war überhaupt geschehen? Ich sah keine Siegermacht triumphierend auf einem Hügel stehen. Ich sah nur den Tod und sah ihm letzte Nacht in das Auge. Das Gleichgewicht schien aber wiederhergestellt zu sein. Nur welchen Preis mussten wir dafür zahlen? Wir mussten unsere Schwestern und unsere Brüder töten. Unsere EIGENEN! Und was gewannen wir? Nichts als ewige Wachsamkeit . . .

Kapitel III - Uriel

Einst wanderten wir durch den westlichen Wald von Britain. Torgal, der Geweihte, Arlin der Barde, Uriel und ich, Talmin der Erzähler. Wir waren auf Heimreise, als wir Arlin trafen. Wir nahmen ihn gerne mit, da er eine menge Sagen und Mythen aus alten Zeiten kannte und sehr redegewandt war. So unterhielt er uns die Reise über mit Geschichten über Zeiten des Wohlstandes, des Krieges und auch über große Helden der Schattenwelt. Uriel, der Jüngste der Gruppe, hörte immer am gespanntesten zu. Man sah ihm an, dass er gerne auch ein großer Held gegen das Böse sein möchte. Torgal zog Uriel auf, da seine Eltern bei einem Plünderzug der Drows starben. Er behandelte ihn wie seinen eigenen Sohn und Uriel fühlte sich auch als Sohn. Er lehrte ihn nicht zu hassen und immer an das Gute zu glauben. Auch Arlin verstand sich auf Anhieb gut mit ihm. Sie sangen zusammen am abendlichen Lagerfeuer einige alte, bekannte Lieder die einiges über die Geschichte Schattenwelts zu berichten hatten. Am zweiten Abend waren sie dann kurz vor ihrer Heimatstadt Trinsic angekommen, als sie leise Hilferufe hinter einigen Bäumen hörten. Uriel erkannte diese Stimmen.
Er rief: "Nillia!" und lief geradewegs auf die Schreie zu. Torgal versuchte ihn noch festzuhalten, doch er war zu alt und zu gebrechlich, um mit dem Jungen Schritt zu halten. Doch sie eilten ihm alle drei hinterher. Angekommen, erkannten sie zwei Strauchdiebe und einen Dunkelelf. Einen Drow! Sie hatten sich wohl zusammengetan. Direkt vor einem der Banditen stand Uriel, der mit einem Stock bewaffnet, versuchte einem der Angreifer in den Rücken zu schlagen. Er fiel auf die Knie, als er den plötzlichen Hieb spürte. Das sah der Dunkelelf, der auf ihn zurannte, mit einem breiten Grinsen. Torgal sah das Unglück kommen und nahm all seine Kraft zusammen und stellte sich in den Weg. Arlin und ich schritten ohne zu zögern in den Kampf ein. Der Drow jedoch holte mit seiner schwarzen Klinge weit aus und schlug mit dem ersten Schlag den Stab des Geweihten in Splitter und mit dem zweiten Schlag durchbohrte er ihn vor den jungen Augen Uriels! Ein zeitgleicher Schrei von Uriel und Torgal ertönte, als er zu Boden fiel. Uriel starrte mit tränenden Augen seinen Vater an und blickte dann mit gebrochenen Blick in die kalten Augen des triumphierenden dunklen Elfen, der sich mit einem lauten Lachen umdrehte und einfach weglief. Noch tief in den Walde hörte Uriel in den Sekunden, die ihm wie Stunden der Hölle vorkamen, das Lachen des Dunkelelfen und den qualvollen Schrei seines Vaters Torgal. Als die beiden Banditen ebenfalls die Flucht ergriffen, hob ich die kleine Nillia auf den Arm und trug sie zum leblosen Körper des alten Torgal. Kein Trost half dem Jungen jetzt. Nur das Lächeln seiner kleinen erretteten Freundin Nilla schenkte ihm einen Moment Trost. Wir brachten den toten Körper zu seinem heimischen Tempel. Schweigen übernahm des Tempels Aura. Ein Bild des Leidens überkam die Geweihten als sie Torgal sahen.
"Es war ein Drow", sprach Uriel mit leiser Stimme. Die Aura wechselte urplötzlich von Leid in Hass. Hass gegen den Urfeind der Menschen.

Den Dunkelelfen. Am nächsten Tag schon sollte Trogal beerdigt werden. Als sie ihn in sein Grab hinab ließen, sah man Uriel einige Tänen an. Aber auch die anderen Trauernden schienen tief betrübt gewesen zu sein, als Arlin der Barde eines seiner Abschiedslieder spielte. Von diesem Moment an beeidigte Uriel seinen Schwur des Guten. Er wollte niemals mehr Gewalt, Schrecken oder Leid in dieser Welt sehen. Doch er wusste, dass sinnlose Gewalt gegen Gewalt nicht den Frieden bringt, sondern noch mehr Hass und Leid. Folglich begann nun sein Kampf um ewigen Frieden auf Osten Erde. So vergingen die Jahre. Uriel verbrachte die Zeit seiner Jugend im Tempel Torgals. Er wurde groß und stark und er stellte immer, wann er konnte, seinen Edelmut unter Beweis. Die Leute aus der Stadt vertrauten ihm. So kamen sie meist, wenn sie etwas auf dem Herzen hatten und beichten wollten, zu Uriel. Der Tempel sah ihn mit Stolz heranwachsen, doch wollte er mit seiner Volljährigkeit einen neuen Weg einschlagen. Uriel war gewillt, seine Zukunft im Lande zu suchen und dort Armen und Schwachen zu helfen und Frieden zu stiften, wo er konnte. Doch dies war nicht einfach. Die Leute waren verschreckt vom Bösen. Sie vertrauten Fremden nicht gerne. So musste er oft im Walde schlafen und seine Nahrung selbst fangen. Doch dann eines Tages, klopfte er an eine Türe, an der er ein vertraute Stimme hörte. Die Türe öffnete sich und er konnte das Gesicht Nillias erblicken. Ein erfreutes Lächeln überkam beide. Sie umarmten sich lange. Man sah ihnen die Sehnsucht an. Als sie wenig bei einem guten Abendmahl erzählten, bekam Uriel erzählt, dass Nillias Vater kürzlich verstorben war und sie nun alleine zurechtkommen sollte. Sie entschieden sich beide eine Zeit zusammenzuleben. Das war einfacher für Nillia und Uriel konnte seiner Berufung weiter folgen.
Jahre vergingen und sie bekamen einen Sohn, dessen Name aber leider bis heute nur einigen wenigen bekannt ist. Dann eines Tages heirateten sie im Tempel Torgals. Ihre Liebe war von Unsterblichkeit gezeichnet. Und sie schienen die glücklichsten Menschen auf Osten Erde zu sein!
Als sich der Alltag wieder eingebürgert hatte, kam eines Tages ein Mann an Uriels Tür vorbei. Er begrüßte ihn freundlich. Und beide schienen einander zu kennen, doch hatten sie sich nie gesehen! Als sie sich bei einem Abendmahl näher kennen lernten, berichtete Alrik - so sein Name - von seinem Orden, von dem er herstammte - er hätte den ehrenvollen Name "Paladin des Adlers". Er erklärte, dass sein Orden den Adler als heiliges Tier ansieht, da es das erhabenste Geschöpf an Osten Himmel sei. Auch Uriel erzählte von sich und seiner Vergangenheit. Alrik erkannte und bot beiden Uriel und Nillia an ihrem Orden beizutreten. Beide fühlten sich durch und durch geehrt einem Orden beizutreten, der dem Frieden gewillt war.
So geschah es. Und Uriel wurde nach einige Monden zu einem Ritter des Adlers geweiht. Auch Nillia hatte sich gut eingelebt. Ein Jahr später folgte der zweite Sohn. Atrus sein Name. Er wuchs mit seinen Eltern im Orden auf. Wobei der erstere Sohn mit jungen Jahren schon den Orden wieder verließ...

Kapitel IV - Malion Tzu'Nok

Viele Monde später, als Uriel seine älteren Jahre erlebte, schien es mit Zeit in der Schattenwelt immer dunkler zu werden. Die Menschen schienen immer betrübter. Und immer kälter werdende Winde zogen über die Lande. Der Gebirgsklan wurde darauf aufmerksam.
Uriel blickte in den Himmel und sprach:"Etwas stimmt nicht. Das Gleichgewicht zwischen dem Guten und dem Bösen beginnt ungleich zu werden."
Der Ordensälteste trat zur aufgeregten Menge vor den Tempel. Er sah in den Himmel und sprach: "Eine neue Bedrohung kommt auf uns zu. Und diesmal braucht der Klan unsere Hilfe. Ohne seine treuen Gefährten wird er versagen."
Malion, ein bosartiges Wesen, fand einen Kristall aus alten Sagen. Dieser hieß "Deuterim". Es barg die Macht eines gesamten alten Elfenzirkels in sich und verlieh ihm damit die Macht, zu einer der größten Bedohungen überhaupt zu werden. Es entstand in einer Nacht in der die Sterne an Ostens Himmel ein bestimmte Konstellation eingingen. Er hatte vor, alle großer Kämpfer des Guten zu vernichten und sich dann den Splitter "Schattenwelt" anzueignen und dort zu herrschen. Doch der Glaube der Paladine war groß und schien unerschütterlich. Das stellte sich für Malion ein Hindernis dar, da seine Macht nicht grenzenlos war. Er war zwar in der Lage, Menschen mit Leichtigkeit zu vernichten, doch mussten diese schwachen, ängstlichen oder hassenden Geistes sein. Uriel jedoch war ungebrochnen Geistes und Glauben an das Gute. So sah Malion tief in Uriels Vergangenheit und fand den Zeitpunkt, an dem Uriel am Boden zerstört war. Nun begab sich Malion auf die Suche nach dem Dunkelelfen der Torgal, Uriels Mentor, tötete, um ihn für sich zu gewinnen. Er verkörperte das Böse schlechthin für Uriel. Die Zeit verging und die Paladine wussten noch keinen Rat. Sie sahen, wie ganze Menschengruppen sich dem Fürst des Grauens anschlossen.
Eines Nachts, als Uriel schlief, ließ Malion den Dunkelelfen Nortaque in seinem Traum erscheinen. Dieser schien sich regelrecht in einen Alptraum zu verwandeln. Uriel versetzte sich zurück in seine Jungend und erlebt noch einmal, wie er den sterbenden Körper seines Vaters in Händen hielt. Und wieder erlebte er den Schmerz, das Leid und Qual, die er gespürt hatte. Hilflosigkeit zeigte sich und Selbstvertrauen schwand allmählich, als er wieder in die kalten Augen Nortaque starrte und tiefe Abneigung, aber auch große Angst verspürte. Und plötzlich schienen sich die Augen zu wandeln und Malion sprach zu Uriel:
"Euer Geist wird schwächer, Uriel! Gebt euch geschlagen und ich werde euch verschonen. Ihr werdet mich nie zerstören können!"
Nun sah mit ängstlichen Blick auf den sterbenden Torgal, der sich in sein sterbendes Ebenbild verwandeln schien. Er sprang erschrocken auf und starrte ängstlich auf die Mauer vor ihm. Nillia bemerkte dies und nahm ihn beruhigend in den Arm. Doch sie hörte nun zum ersten Mal Wort von ihrem Mann.
"Nillia, ich habe Angst! Ich fühle mich so hilflos", sprach er leise mit zitternder Stimme.



Sie war sprachlos und wusste keinen Rat. Aber sie schien den Grund für diese Angst zu wissen. Und sie schien zu wissen, dass Uriel sich Uriel fühlte. Er suchte Alrik am Morgen noch auf, um ihn um Rat zu fragen. Doch der Klan setzte seine gesamte Hoffnung auf Uriel und den Orden. So durften sie ihn nicht im Stich lassen. Sie wünschten nur die Wölfe und die Bären wären endlich von ihrem Kreuzzug in den Eisbergen zurück. Leider konnten sie Malion nicht ausfindig machen, wo der Feuerklan sich auf den Kampf vorbereitete. So blieb ihm nur das stundenlange Warten und der schier endlose Kampf mit seiner Angst und dem Bösen. Die Monde vergingen und immer noch lag kein Hinweis auf Malion vor. Bis dann eines Tages ein alter Weiser des Weges zum Tempel schritt. Ihm war die Ankunft Malions bekannt geworden und was er mit dem Stein vorhatte. Zu aller Erstaunen berichtete er, dass er die alten Sage gut kannte und in einem Kodex verfasst hatte, welchen er ihnen gab. Alle drehten sich zu Alrik und Uriel, die schweigend dastanden und auf einen vorbeifliegenden Adler schauten.
Dann sprach er: "Freunde und Gefährten, so wird die Stunde der Entscheidung näher rücken und wir müssen uns der Gefahr stellen! Wir müssen fest glauben, meine Freunde. Nur fest glauben!"
Als sie sich zum alten Mann umdrehen wollten, war dieser verschwunden und nur ein Ruf des vorbeifliegenden Adler war zu hören. Nun war die Zeit gekommen und die Paladine und Ritter waren entschlossen! Als es dämmerte sahen sie ein grelles rotes Licht durch die schwarze Wolkendecke, das direkt auf einen Berg vor Britain strahlte.
"Morgen brechen wir auf, Brüder. Legt euch zur Ruh'!", sprach Uriel mit lauter Stimme in das Morgenrot.
Unruhe durchfloss den Hof, als der Paladin in den Orden zurückkehrte.
Nillia trat langsam zu Alrik und fragte mit besorgter Stimme "Mein Freund, ich weiß, du wirst in der morgigen Morgendämmerung zusammen mit Uriel gegen Malion antreten. Nur wie wollt ihr ihn besiegen? Mein Freund, ich sah Uriel noch nie so verzweifelt wie an diesem Tage!"
Er legte ihr die Hand auf die Schulter, aber vermochte kein Wort zu sprechen. Er war ebenso verzweifelt.
Dann sprach er doch mit leiser Stimme: "Ich hoffe der Kodex wird uns helfen, Nilla."
Der Morgen brach an. Es herrschte rege Aufregung. Knappen legten ihren Herrn die neugeweihten Plattenharnische an, während die Frauen stillschweigend und besorgt neben ihren Gatten standen. Das feuerrote Licht am Himmel wurde zunehmend greller wie auch die einschleichende Furcht.
"Bei dem großen Ryonar! Nie zuvor geschah es uns so vor einer Schlacht! Was ist nur los?", rief Bruder Itarus in den Hof.
Doch keinerlei Antwort. Akturus und Alrik betraten den Hof, auf dem bald alle versammelt waren.
"Nillia?, rief Alrik "Wo ist Bruder Uriel?"
"Tut mir Leid, ich weiß es nicht. Er war heute Nacht nicht in seinem Gemach."
, erwiderte sie ratlos. Zu ihrer Linken öffnete sich das Tor zur Schreinkapelle.
"Hier bin ich mein Freund", sprach Uriel voll gerüstet in Ryonars Harnisch. Und weiten Schrittes lief er durch den Hof zu ihnen "Sind alle Männer bewaffnet und gesattelt?" und schritt dann langsam an ihnen vorbei.
"Uriel...wir wissen beide, dass uns Malion gewachsen ist!", warf Alrik ein.
"Ja, und dennoch müssen wir diese Schlacht tugendhaft schlagen!"
"Der Kodex alleine reicht nicht. Er ist keine Waffe, sondern der Weg! Du musst diesen Weg gehen und mit dir das Wort des Kodex!",
während Alrik dies auffordernd sprach trat der junge Schmiedelehrling mit seinem Meister im Rücken vor sie. Er junge Knabe hielt ein weites Tuch, worunter etwas verborgen ward. Alrik zog das Tuch hinunter.
"Dies mein Freund, ist die Waffe, das WORT Ryonars!"
Unter dem Tuch schien ein kristallerne Klinge hervor. Es verschlug allem die Sprache bei diesem Anblick.
"Dies, Uriel, ist der "Nachtwind", Ryonars Kralle! Du wirst damit den Weg des Kodex gehen müssen und wir werden dich begleiten!", sprach Alrik und im selben Moment streckte der Knabe Uriel das Schwert ehrfürchtig entgegen.
"Es hat ein Ewigkeit gedauert, dieses Schwert zu schmieden und den Segen Ryonars darauf zu sprechen, Uriel", sagte der Schmied mit stolzer Stimme
"Die Mönche und Schmiede werkten es für einen solchen Tag, wie den heutigen. Es ist ein Teil Ryonars selbst! Nun ist es in der Lage, eine Seele des Schattens in sich zu bannen. Dessen Seele, welche ihr erschlagt!"
Der Paladin griff respektsvoll nach dem Heft der Klinge und hob das Nachtwind hoch in die Luft, sodass sich die rote Morgensonne darin spiegelte und ein göttliches Leuchten ausstrahlte, welches den gesamten Hof mit neuer Hoffnung erfüllte!
"Nun, meine Brüder und Gefährten, werden wir losziehen und den Rächer ein für alle Mal die Stirn bieten und ihn vernichten! Bei Ryonar, lasst uns ziehen, Brüder!", rief Uriel lauter Stimme in die Menge, welche dem Kampf nunmehr entgegen tobte.
Die rund einhundert Ritter und Paladine formierten sich zum Marsch gen das Leuchten am Horizont. Dann brachen sie auf. Doch je näher sie kamen, desto größer schien Malions Macht zu werden und umso stärker schien der Glaube der Paladine an das Gute zu werden. Sie sahen, wie Malion auf einem Berghügel stand und seine Hände nach vorne streckte und wie eine Masse an Menschen zu ihm gingen und sofort ihre Seele verloren. Und sofort schienen diese Untote Wesen auf die Neuankömmlinge zuzugehen.
Alrik rief :"Uriel, wir müssen ihn aufhalten!"
Beide ritten los auf Malion zu, während die anderen ihnen den Rücken deckten.
"Bei Ryonar! Nie zuvor sah solche Massen seelengefangener Untoter! Ein Grausamkeit, die auf uns zurollt, Akturus!", sprach Itarius Metarion an der Spitze der Streitmacht der Adler.
"Und umso größer wird die Ehre sein, diese zu erlösen und ihnen die Freiheit zu schenken! Lassen wir unsere Führer nicht im Stich auf die Feinde, Brüder!", schrie Akturus lauthals, als er in die Schlacht mit voller Hufe preschte.
Die ersten Klingenhiebe fielen und nach ihnen die ersten Untoten. Mit einem Knall schlugen riesige Feuerbälle, die in Säulen aufgingen, in das Schlachtfeld eins und rissen einige Streiter des Adlers in den Tod. Das weit zurückgebliebene Fußvolk der Adler bemerkte die Fall doch am ehesten. Hinter ihnen trat ein weitaus größere Armee der Feueradler auf das Schlachtfeld. Die Talenge ließ ihnen keine Möglichkeit auszuscheren. Weit vor ihnen die Ritter und Paladine im Kampfe gegen die Untoten und hinter ihnen die Ritter des Feueradlers.
"Eine Reihe Männer!", rief der befehlende Gardist. Schnell folgten sie dem Befehl.
"Sie dürfen nicht zu unseren Brüder durch!"
Mit vorgestreckten Hellebarden sahen sie auf die Gegner Massen und preschten auf diese zu. Die ersten Hellebarden prallten auf Metall und dem nach die Feueradler, doch kurz darauf fielen die meisten Gardisten aufgrund ihrer Minderheit. Die Feueradler kamen durch. Im Galopp auf Malion zu hieb plötzlich ein magischer, roter Strahl Alrik vom Pferd. Er hatte sich vor Uriel geworfen, als der Stahl auf seinen Gefährten zuzischte. Uriel stieg hinab und sah Alriks Geist, sich von seinem Körper zu lösen. Plötzlich durchfiel Uriel ein Gefühl, das er schon einmal erlebt hatte.
"Nein!" schrie er "Nicht nocheinmal, wieso hast du das getan?"
Eine schwache Stimme des Geistes flüsterte: "Uriel, mein Freund, ich musste. Mein Freund, ich war nie so stark im Glauben wie du und hätte versagt!"

Uriel wandte sich Malion zu. Der plötzlich die Gestalt eines Drows annahm und dann Torgals und Alriks. Dann sprach er mit seiner Gestalt:
"Uriel, gib dich geschlagen oder willst du, dass noch mehr Leid deinetwegen entsteht?"
Ein rotes Licht erschien um Uriel, als er auf die Knie sank. Malion führte einen Gedankenkrieg. Uriels Geist wehrte sich gegen die Attacken aus der Vergangenheit.
"Sieh auf das Schlachtfeld Uriel. Deine Gefährten sind eingekesselt und dort treffen meine Ritter ein. Und sieh...", sprach Malion mit herrschender Stimme
"Sieh wie Nillia neben Akturus kämpft. Doch beide werden sterben. Und du wirst ihnen in kürze folgen!", laut lachte er auf und Uriel war dabei den Kampf zu verlieren. Mit geschlossenen Augen die zu Boden gerichtet waren, sah er immer wieder die grausamen Bilder seiner Jugend. Und diese ließen ihn nicht los!
"Nun wird die Seele des großen Uriel mir gehören!"
Die Paladine schauten aus dem Kampfgetümmel, das sich weiter unten abspielte, auf und wussten keinen Rat. Außer sich in ihrem Glauben an Uriel zu wenden. Als Uriel dem Ende seiner Kräfte nahe war, drehte er sich noch ein letztes Mal zu seinen Freunden und zu dem, was nun verloren schien. Mit geschwächten Augen sah er dann Nillia, die ihn mit flehenden und hoffenden Augen ansah.
"Der Weg, gehe ihn! Schreite auf ihm mit dem Wort!", rief sie Uriel zu.
"Der Weg hilft dir nun auch nicht weiter, gib endlich auf!", erwiderte Malion gelassen.
Des Paladins Geist war nahezu gebrochen, doch leise konnte man die Worte "Wahrheit, Liebe und Mut!" hören - Mit der Tapferkeit war Torgal bereit, sich für Nillias Leben zu opfern und es zu retten.
Langsam richtete der Paladin wieder auf.
"Führe ich die ehrenvolle Tat Torgals nicht fort, wäre sein Tod und der der anderen grundlos!"
Er umgriff das Heft Nachtwinds fest, während Malion verstört und wütend den an Stärke gewinnenden Paladin anstarrte.
"Vas Ryonar, tirith yar Sanctum an protec yar Tarkonius!"
Uriel holte weit mit dem Nachtwind aus und stürmte auf den Rächer zu.
"Du NARR!", schrie Malion und im selben Moment schoss ein Flamensäule unter Uriel auf. Doch aus dieser heraus Uriel mit der kristallenen Klinge und schlug des Rächers Kopf von den Schultern. Tausende Seele entwichen aus Malions Körper und seine eigene in den Nachtwind. Doch Uriel sank zu Boden. Um ihn die riesenhafte Aura eines goldenen Adler, bis er schließlich die Augen schloss. Die Schlacht begann sich zu lösen, die Feuerkrieger besiegt, die Untoten gebannt. Die wenigen Überlebenden schritten langsam und ehrfürchtig zu Alriks und Uriels Leichnam hinauf.
Geführt von Nillia, die sich schließlich weinend neben Uriel niederließ.
"Selbst er war nicht stark genug, um so ein übermenschliche Tat zu überleben. Doch weilt er nun an einem anderem Ort bei den Göttern. Weint nicht, Nillia ... Ehrt ihn und bestattet ihn, wie er es für euch getan hätte, nebst Alrik zusammen mit dem Siegelschwert", sprach die Stimme Ryonars zu ihnen. Die Adler schauten schweigend in den Himmel. Beide Alrik und Uriel lagen nebst auf dem kalten Stein, gemeinsam gestorben, gemeinsam gesiegt.

Nun vergingen die Monde und Frieden kehrte wieder in die Lande ein. Und mit der Zeit schrumpften die verbleibenden Paladine des Adlers bis man sie schließlich vergaß...

Ordo Ryonar

Ausbildung

Die Ausbildung im Orden ist in zwei grobe Stufen zu unterteilen. Zu einem die Anwärterschaft und zum anderen die Rekrutschaft. In der Anwärterschaft lernt der Anwärter das Grundlegende um den Orden und Ryonar herum. Dann legt dieser vor einem Rat erfahrener Gefährten Zeugnis von seinem lernen ab. Besteht er diese Prüfung in den Augen dieses Gremiums, wird er in die Reihen als Rekrut aufgenommen und einer Lanze im Orden hinzugefügt. In der Rekrutschaft lernt er intensiv die Traditionen im Orden. Auch wenn der Ordo Ryonar die Freiheit verteidigt, gibt es dennoch Regeln und Traditionen an dich sich ein Gefährte von sich aus halten sollten. Das hat der Rekrut zu lernen. Erfüllt er diese Bedingungen und hat ebenso auch noch das Wissen um Ryonar erlernt, wird er in die Reihen der Gefährten aufgenommen.

Das Dasein als Anwärter

Als Anwärter versteht der Orden diejenigen, die Rekruten werden wollen, oder diejenigen, die ihren alten Rang im Ordo wiedererlangen möchten. Normale Anwärter tragen die Schärpenfarbe "gold" wie die Kleidungsfarbe. Das Symbolisiert ihren Status. Ein Anwärter ist er, sobald der Orden abgestimmt hat, ob seine Bewerbung das aussagt, was der Bewerber im Bezug zu Ryonar sein sollte. Wird positiv für ihn gestimmt, so wird er als Anwärter aufgenommen und kann nach Belieben der Gildenführung zur Prüfung herangezogen werden. Besteht er diese, wird er zum Rekruten. Besteht er nicht, bekommt er einen zweite Chance etwa eine Woche später oder auf Belieben frührer. Solange bleibt er Anwärter. Die Prüfung der Anwärter ergibt sich aus Grundlagen des Wissens über Ryonar, den Orden und die Gefährten sowie deren Verhalten und Glauben.

Das Dasein als Rekrut

In der Rekrutschaft, die meist einige Wochen dauert, wird der Rekrut des Ordens in eine Lanze zugewiesen und übernimmt somit die Verantwortung eines richtigen Gefährten. Wenn diese Lanze zum Kampf gegen die Schatten auszieht, sollte der Rekrut von sich aus mitziehen. Da er noch keinen Schwur abgelegt hat, entscheidet sein Verhalten hier über die Weihe zum Gefährten. In der Rekrutschaft soll er zusammen mit seinen Gefährten das Adlertum richtig kennen lernen und intensiv angehen. Die Sprache, die Kampftechnik, das Verhalten und die Sitten sind sehr wichtig, auch das Wissen, was Ryonar wirklich ist und wie er im Bezug zu anderen Mächten dieser Welt steht.

Das Dasein als Gefährte

Nach der Beendigung der Rekrutschaft wird der Rekrut zum Gefährten erhoben. Dies geschieht meist durch den Iu'Ryonar des Ordens der zu einer Feierlichkeit einlädt, die jeder Gefährte erlebt hat - "Yuna Sanctum". Dort wird ihm der Tirith Tarkonius verliehen und somit gehört er dem Orden und seiner Lanze als Gefährte des Adlers an.


Bewerbung

Anmerkung: Anhand deiner Bewerbung wollen wir sehen, inwiefern du Gefährte werden möchtest und wie weit du schon über uns Bescheid weißt. Schreibe ausführlich das, was du uns sagen willst - keine Stichpunkte, aber ein Roman muss es natürlich auch nicht werden.

Folgendes würde uns interessieren: Der Name deines Charakters, ihr/sein Alter, deine anderen Chars, ihre/seine Klasse und sowohl deine ICQ-Nummer als auch deine E-Mailadresse.

Dann solltest du noch einige Fragen beantworten:

Wie schätzt du deine RP Erfahrung ein?

Warum will dein Char ein Gefährte werden?

Warum willst du als Spieler der GdA beitreten?

Wie könnte dein Char ein Gefährte werden?

Hast du das erledigt, genügt es, sich an einen Spieler der GdA zu wenden - ICQ-Nummern und E-Mailadressen findest du in der Chardatenbank. So gelangt deine Bewerbung in unser Forum, wo wir dann darüber abstimmen werden.

Zu diesem Zeitpunkt solltest du dich schon informiert haben. Da wäre die Hintergrundgeschichte, die du hier in der SW-Pedia findest, die Ziele etc.

Die Sprache

Der Ordo hat seine eigene Sprache. Hier findet ihr einiges dazu:

Vokabeln

Meine Werkzeuge