Drachenschiffe

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Drachenschiff.JPG


Das Drachenschiff ist das gefürchtete Kriegsschiff der Wikinger oder auch Nordmänner genannt. Jenes gibt es in einer kleinen Form und in einer großen Form.

das große Drachenschiff

Das große Drachenschiff besteht aus drei Rümpfen, deren Spanten VVV-artig verlaufen. Der mittlere Hauptrumpf beherbergt die Mannschaftsquartiere sowie die Geschütze. Die beiden Ausleger dienen der Stabilität und bieten Platz für die Ruderer. Am Bug des Hauptrumpfes befindet sich ein rundes Vorderkastell, in dem sich rundum Öffnungen für Geschütze befinden. Ganz vorne am Bug ragt ein metallener Rammsporn hervor. Die seitlichen Geschütze werden von Seitenverkleidungen, die gleichzeitig als Seitenwände zu den Auslegern fungieren, geschützt. Am Heck befindet sich die Kapitänskajüte und die sechs Schritt hohe, mit Schnitzereien verzierte Heckflosse. Diese Heckflosse besitzen auch die beiden Ausleger, die zusätzlich am Bug die Schnitzerei Eisbärenkopfes tragen. Die größten Drachenschiffe erreichen Längen von bis zu 50 Schritt. Durch die drei Rümpfe ist das große Drachenschiff so stabil, dass es praktisch unkenterbar wird. Gefahr besteht nur bei hohem Wellengang, der aber in den Meeren um die Eisinsel kaum einmal vorkommt. Dank der drei Rümpfe besitzt das Schiff kaum Tiefgang, kann also bis dicht an die Küste gesegelt werden. Der Tiefgang ist allerdings genau ausreichend, um eine Abdrift zu verhindern. Das große Drachenschiff ist äußerst wendig, sobald die wikingerischen Segel mit Wind gefüllt sind. Diese Segelart erlaubt die Fahrt bis sehr hart am Wind. Die Halse geht sehr leicht vonstatten, allerdings braucht der Vorgang der Wende viel Zeit und gelingt nicht immer auf Anhieb. Um die Wendigkeit zu erhöhen werden die Ruderer in den beiden Auslegern eingesetzt. Die Ruderer können Wendigkeit und Geschwindigkeit des großen Drachenschiffes um einiges erhöhen erhöhen. Bei vielen großen Drachenschiffen werden die Seitenwände vor Brandpfeilen und anderen Geschossen durch Metallplatten, meistens aus Kupfer, geschützt. Im Laufe der Zeit färbt sich das Kupfer türkisgrün und bietet somit eine natürliche Tarnfarbe, die zwar nicht sonderlich viel nützt, aber auf Grund eines alten wikingerischen Aberglaubens werden auch heute noch viele Kriegsschiffe der Wikinger sogar mit türkisblauen Segeln und türkisblauem Anstrich versehen.

Das kleine Drachenschiff

Heutzutage verlieren kleine Drachenschiffe oder auch Ruderschiffe in der Schattenwelt zunehmend an Bedeutung, da sie einem Segelschiff durch ihre geringere Schusskraft hoffnungslos unterlegen sind. Der gesamte Rumpf wird von den Ruderern eingenommen und es bleibt nur noch in Bug und Heck Platz für wenige Geschütze. Es wurde mehrmals vergeblich versucht, die Konstruktion des nordmännichen, großen Drachenschiffes nachzuahmen, aber sämtliche Prototypen brachen nach wenigen Wellenschlägen auseinander. Der einzige Vorteil der kleinen Drachenschiffe besteht in ihrer Unabhängigkeit vom Wind und ihrer damit verbundenen Wendigkeit im Manöver. So können sie als einzige Schiffsart bremsen und rückwärts fahren oder auf der Stelle drehen, was allerdings aufgrund ihrer Länge nur langsam vonstatten geht. Ihre Angriffsstrategie ist grundsätzlich auf Rammen und Entern angelegt. Der metallene Rammsporn wird in die Breitseite des Gegners gerammt und die Schiffe bleiben ineinander verkeilt, woraufhin der Enterkampf folgt. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, musste die Ruderanzahl erhöht werden, was eine Verlängerung des Schiffes mit gleichzeitigem Stabilitätsverlust bedeutete. Deshalb ging man dazu über, die Ruderer in zwei bis drei Reihen versetzt übereinander zu setzen. Diese Schiffe waren aber in keiner Weise seetüchtig. Wegen ihrer leichten Bauweise und des geringen Tiefgangs kenterten sie schon bei starken Böen.

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