Die eiserne Krone

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Die Gilde

Die eiserne Krone ist eine Gemeinschaft die zur Öffentlichkeit hin stets ein sauberes Äußeres bewahrt. Sie organisieren Feste, Turnier oder sonstige Veranstaltungen. Nach außen hin scheinen sie wie eine einfache Handelsgilde die sogar im Besitz einiger sehr erfolgreichen Betriebe ist. Darunter: ein Marktplatz, ein Kasino, eine Taverne und, für die kulturellen Belange, ein Theater. Wie einfache, reiche, der Öffentlichkeit recht zugetane Leute scheinen sie. Doch das Geld für die feinen Kleider und den Schmuck den sie tragen, und das weiß zum Glück niemand, stammt nicht nur aus den gehobenen Geschäften des fairen Wettbewerbs. Das Äußere ist meist nur eine Kulisse zum reinwaschen schmutziger Gelder welche aus dem Schutzgeldhandel und dem Schmuggel gewonnen worden. Die eiserne Krone zieht als Syndikat die Fäden des kriminellen Treibens inzwischen schon zwischen der Namoth Grenzen und den stolzen Mauern Trinsic's, welche ihnen ein Heim geworden waren. Doch ist die eiserne Krone nicht das einzige Syndikat in diesen Ländereien, immerhin braucht man ab und zu ein wenig Hilfe von Geschäftspartnern. Die Gilde verhandelt daher manchmal mit anderen Syndikats Capo's oder gar Don's.



Geschichte

Kapitel 1 – Der Grundstein -


Die Geschichte der eisernen Krone begann vor etwa einem halben Jahr in der Stadt Britain, mit zwei Männer namens Arcumarin Fiendhammer und Barin Sitar welche beschlossen die Hauptstadt zu verlassen in der Hoffnung Reichtum und Ansehen zu erlangen. Sie planten Händler zu werden. Es zog sie in ein Dorf nördlich von Britain. Zurzeit blühte dort der Handel im Minerberreich. Es war ein guter Ausgangspunkt den sie wollten etwas Einzigartiges auf dieser Welt schaffen. Etwas was aufsehen erregen würde, worüber man auch in fernen Ländern noch in den Tavernen sprechen würde. Sie planten den einzigen Privaten und größten Marktplatz auf Schattenwelt aufzubauen. Die Anzahl der Märkte ging in den letzten Jahren zurück und das Volk hatte schon fast vergessen was es für eine herrliche Beschäftigung es sein konnte auf einem Markt zu spazieren und sich die Waren anzusehen. Die Nachricht machte im Dorf schnell die Runde. Es wurde viel gesprochen über die neuen Ansiedler und schon bald war die Idee einen Markt im Dorf zu bauen sehr beliebt. Ein Handwerker namens Nemacrates Ulentus erklärte sich dazu bereit ihnen dabei zu helfen. Er war ein fleißiger Mann und ein guter Miner dazu. Hilfe konnte der Markt auch gebrauchen bei dem Ziel dass er sich gesetzt hatte. Die Aufbauzeit dauerte sehr lang. Viele Wochen mussten die drei hart in der Mine des Dorfes arbeiten. Sie schürften das Eisen und luden es auf ihre Packtiere um es dann so schnell wie möglich um einen guten Preis weiterzuverkaufen. Doch das war nicht die einzige Art wie sie sich ihr Geld erarbeiteten. Das Geld und der Markt waren immer an erster Stelle und so war es ihnen egal wie sie an Gold kamen. Weder vor Geschäften mit Kopfgeldjägern noch vor jenen mit Schattenbundanhängern machten sie halt. Eines Tages war jedoch auch der Grundstein gelegt. Ein Teil war geschafft. Doch die Arbeiten wurden nicht leichter und somit wurden überall im Land folgender Zettel verteilt um neue Mitglieder anzuwerben.




Bekanntgebung


Im nördlichen Teil des Britannischen Reiches soll


ein Marktplatz errichtet werden. Doch mangelt es


momentan an Hilfe und darum werden jene die sich


dazu berufen fühlen am größten Markt des Landes mit-


-zuarbeiten gebeten am Sonntag dieser Woche sich


dort einzufinden um sich über den Markt zu informieren


oder angeworben zu werden.


Gesucht sind Händler und Handwerker chaotisch neutralen


Geistes, welche engagiert mitarbeiten wollen.




  • Eine kleine Karte die den Weg zum Markt zeigt ist aufgezeichnet*




An jenem Sonntag waren einige Leute aus dem Landesumkreis gekommen. Es war eine gemütliche Sitzung. Man aß und trank und sprach über den Markt und dessen Zukunft. Einige Leute hatten sich beworben mitzuarbeiten und wurden über ihr können und Engagement befragt. Letztendlich wurden 4 Leute aufgenommen. Die Neuanwerber hießen: Harvok, Clifford, Archeudos und Arif al’Shala. Sie wurden schnell in die Dimensionen des Marktes eingeführt aufdass die neue Hilfe auch bald seine Wirkung zu entfalten vermochte. Die Arbeit ging, mit den neuen Mitglieder natürlich schneller aber sonst wie gewohnt, weiter. Es wurde weiter geschürft und weiter, manchmal nicht ganz legaler, Handel getrieben. Der Markt wurde immer mehr erweitert und immer näher kam das Ziel den größten und gültigsten Markt des Landes zu bauen. Neben dem Grundstein entstand ein weiteres Haus. Land wurde gekauft, Zäune in den Boden getrieben und Stände geschreinert. Alles ging wunderbar voran und der erste Markttag war nicht mehr weit entfernt. Nach langer harter Arbeit war der Markt schließlich fertiggestellt. Es war wirklich herrlich gewesen. Die Mitarbeiter hatten wahrlich einen der größten Marktplätze in den uns bekannten Reichen errichtet.


Endlich war es vollbracht, der Marktplatz von dem die Gemeinschaft schon so lange geträumt hatten war endlich fertiggestellt.

Während einige Leute wie Nemacrates Ulentus oder Barin Sitar noch draußen an der Verzierung arbeiteten zeichnete Arcumarin an einer passenden Marktpforte.

Er hatte schon lange ein mit Bannern verziertes Tor vor Augen und versuchte nun alles geschickt in seinen Aufzeichnungen unterzubringen. Es war der letzte Schliff der nun getätigt wurde.

Am Abend als alle bei der Marktbar saßen und auf den Erfolg des Tages tranken stand der alte Fiendhammer auf und sprach zu seinen Leuten: "Gefährten, wir haben nun schon einiges geschafft was den Markt angeht doch sollten wir uns nun auf einen Namen einigen".

Seine Kameraden saßen teilweise ratlos da, und sie meinten letztendlich er solle daß übernehmen.

Und so sagte Arcumarin: "So taufe ich diesen Markt hier, Eisenkronenmarkt. Das Eisen gilt als das Metall des normalen Arbeiters und die Krone als etwas Herrschaftliches, Reiches". Dies bedeutete soviel wie eine Gebundenheit an jede Volksschicht. Denn der Markt war für jeden da, für Bauern sowie für Adelige.

Die Krieger und Händler stimmten mit ihm überein.

Und sie tranken und speisten, auf das Wohl dieser Gesellschaft noch tief bis in die Nacht hinein. Denn das Leben war für viele besser als je zuvor.

Und schon bald war die Zeit gekommen in der der Eisenkronenmarkt eröffnet werden sollte.




Kapitel 2 - Der erste Markttag/Die Erkenntnis -



Am nächsten Morgen war Arcumarin schon früh aufgestanden. Er saß auf seinem Sessel und vor ihm auf dem Tisch lag ein Stück Pergament. Er tauchte eine Feder in das neben ihm stehende Tintenfässchen und begann zu schreiben:




Grüße Händler Schattenwelts


Am Sonntag dem 20ten des 7 Monats zur 8ten Abendstunde wird am Eisenkronenmarkt eine Marktveranstaltung gehalten.

Jene die daran interessiert wären einen Stand zu mieten mögen sich bitte per Taube unter diesen Koordinaten melden:

2898 Ost 20055 West


Die Mieter kommen daraufhin bitte zum Markt und suchen sich einen Stand aus. Die Preise sind 1-3k je nach Größe des Standes.

Wir erhoffen eine gute Zusammenarbeit und laden hiermit einen jeden herzlichst zum Markttag ein. Zur Feier des Eröffnungsjubiläums werden an der Bar jegliche Getränke kostenlos ausgeschenkt.


Mit freundlichen Grüßen

Arcumarin Fiendhammer, Markthalter




Noch am selben Tag, bis in den späten Nachmittag hinein, wurden viele Kopien des Schriftstückes gefertigt und in allen freien Städten aufgehängt. Nun war es soweit. Man konnte nur warten und hoffen dass diese Schriftstücke ihre Wirkung taten. Doch machten sich schon nach etwa 2 Tagen Unruhen am Markt breit. Keiner wollte einen Stand mieten. Langsam wurde man unsicher ob der Markt Erfolg haben würde. Um einen Misserfolg abzuwenden wurden täglich Boten in die Städte geschickt um die verbleibenden Tage bis zum Markt preiszugeben. Doch nichts half. Die Gemeinschaftsmitglieder wurden zusammengerufen. Sie diskutierten wie man diese Erfolgsniederlage verhindern konnte. Schließlich kam man zum Entschluss Briefe an die Einflußreichsten Handelsgilden und Höfe zu senden um sie persönlich einzuladen. Nach einigen Tagen kamen die Antworten und es schien so als zeigte sich endlich Erfolg. Die Gilden willigten beim Angebot eines Marktstandes ein.


Es waren noch ein paar Tage bis zum Markt. Der letzte Schliff wurde getan was die Verzierung anging.


Und dann war es soweit. Der 20te Juli war gekommen. Doch wie es das Schicksal wollte brach eine halbe Stunde vor dem Markttag Hektik unter den Mitgliedern des Platzes aus. Man fragte sich ob wirklich Leute kommen würden. Letztendlich würde die Tatsache wie viele Leute den Markt besuchten, über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Die ersten Gilden trafen ein und besetzten die Stände. Arcumarin blickte auf den Stand der Sonne. Es war so weit. Es war die 20te Stunde des Tages und die ersten Besucher betraten den Markt. Nun konnte die Gemeinschaft nichts mehr tun als abzuwarten. In der ersten viertel Stunde geschah, was keiner für möglich gehalten hatte. Es strömten so viele Leute auf den Platz dass man kaum dazu vermochte einen Schritt zu tun ohne gleich wieder vor einem Besucher zu stehen. Es war Perfekt und Arcumarin begriff das man die Ziele die er sich vor nun fast schon einem halben Jahr gesetzt hatte am besten durch die Verknüpfung von Handel, Kultur und Veranstaltungen erlangen konnte. Ansehen und Reichtum. Das war es. Die Gemeinschaft hatte den Lauf der Dinge erkannt. Arcumarin zum Beispiel, war früher Söldner gewesen. Und einige der Marktbesucher wussten das. Doch nun sahen sie darüber hinweg. Warum? Weil Arcumarin und seine Leute doch diesen schönen Markt veranstaltet haben. Er musste lächeln da er die Menschen nun endlich verstand. Ja! „Gib ihnen Kultur und Wohlstand zu fressen, dann lassen sie dich auch in Ruhe“. So konnten die Gemeinschaft ihre Ziele erreichen. Sie konnten Reichtum und Ansehen erlangen und brauchten dabei nicht einmal besonders auf Gesetze zu achten. Es musste immer nur danach aussehen als wären sie Leute von hohem Anstand und Organisationsfähigkeit. Doch ein Markt alleine würde dazu nicht reichen die Leute abzulenken und bei Laune zu halten. Man müsste mehr bauen. Turniere veranstalten und Theater errichten. Doch zu aller erst brauchte man ein Aushängeschild für Stolz, und Anstand. Nichts würde sich besser dazu eignen als die Gemeinschaft in einer Gilde zu einen. Arcumarin und Barin spielten schon früher mit dem Gedanken eine Gilde zu gründen. Doch fehlte noch der nötige Grundstein dafür. Doch nun war er da, es war der Markt. Schon am nächsten morgen machte sich Arcumarin auf den Weg in die verschiedenen Städte um Gebäude zu besichtigen die Anstand und Stolz verkörperten. Und er fand eines. Es war ein recht hübscher Hof in der Stadt Trinsic. Seine Mauern waren aus Wunderbarem Sandstein. Dieser Hof verkörperte die eiserne Krone nach aussen hin so Stolz und Anständig wie sie war. Doch Trinsic hatte nur ein Problem. Es war so gut wie leer. Eine Herausforderung für die Gemeinschaft und baldige Gilde der eisernen Krone. Die Straßen waren von Gewächsen überwuchert und es war wirklich nichts los. Doch man würde diese Stadt, diese wunderbare „Perle des Südens“ wiederbeleben. Schon bald würde die Eiserne Krone in die neue Residenz einziehen und Stadt wird blühen. Egal unter welchen Umständen.




Kapitel 3 – Die eiserne Krone -



Noch am selben Abend fanden sich alle Mitglieder am Marktplatz ein. Arcumarin hatte sie hergebeten um ihnen von seiner Idee zu erzählen. Als alle Platz genommen hatten erhob er sich von seinem Stuhl. Alle schauten gespannt zu ihm doch vermochte Arcumarin keinen der Blicke zu erwidern. Er starrte auf den Tisch. Plötzlich hob er den Kopf, schaute einmal durch die Runde und sprach dann: „Meine Freunde! Nach dem Erfolg des ersten Markttages bin ich zum Entschluß gekommen dass dies hier keine Handelsgesellschaft mehr sein sollte.“ Die Mitglieder begannen zu murmeln, doch da sprach er weiter. „Wir müssen Stolz, Ruhm und Tatengeist verkörpern so dass man auf der ganzen Welt zu uns hochsehen kann und noch in fernen Ländern über uns spricht. Denn wenn man zu uns hochsieht wird uns jeder lieben. Wenn wir unser Umfeld unterhalten, wird ein jeder über unsere „Fehler“ hinwegsehen. Wir müssen die Leute unterhalten und wir können alles tun und lassen was wir wollen. Ob wir nun Kopfgelder aussetzen oder für den Schattenbund arbeiten, solange wir ein sauberes Äußeres bewahren wird man uns mögen und vertrauen. Schließlich bringen die verbotenen Geschäfte noch das meiste Geld. Oder wie sagt das Zwergische Sprichwort so schön: Gold über Gesetze.“ Das murmeln in den Reihen wurde leiser schließlich war den Leuten recht was er sagte, den auch sie waren chaotisch neutraler Gesinnung. „Und somit bin ich zum Entschluß gekommen dass nichts mehr Ruhm, Stolz, Offizalität, und Tatengeist repräsentiert als eine Gilde.“ Arcumarin erhob das Glas und sprach zu allerletzt: „Willkommen in der Gilde der eisernen Krone.“ Die Mitglieder lehnten sich zu allererst einmal zurück um das zu verdauen was man ihnen sagte. Doch sie fanden Gefallen an dem Gedanken zu einer Offiziellen Gilde zu gehören und befürworteten die Idee des Marktleiters. Sie aßen und tranken ein wenig und da erhob plötzlich Barin Sitar das Wort: „Aber wie sollen wir mit diesem Markt Stolz repräsentieren. Hier kann jeder rein und raus wann immer er will, das ist doch kein Gildengelände.“ „Keine Angst mein Freund,“ sprach der Marktleiter „Für eine Residenz die unsere Tugenden verkörpert ist schon gesorgt, ich habe einen Hof in Trinsic ausgemacht. Ein recht hübscher Hof“ Barin setzte sich wieder und als einige Mitglieder das Wort Trinsic hörten schüttelten sie den Kopf. Ein Mann namens Vento, welcher zwar erst vor einigen Tagen zur Gemeinschaft gestoßen war weil er Arbeit suchte und jedoch trotzdem ein erfahrener Händler war, sprach: „Trinsic? Wie seid ihr den auf diese Idee gekommen. Die Stadt ist seit dem Krieg so gut wie ausgestorben. Die Straßen sind verwachsen und die dort ansässigen Gilden auch nicht sehr aktiv was Kultur angeht.“ „Beruhigt euch Vento“ Arcumarin lächelte und sprach dann weiter „Genau darum ziehen wir dort ein. Es ist eine Herausforderung um uns als Gilde zu behaupten. Ich verspreche dir wenn wir erst dort sind wird der Handel neu erblühen und die Kultur der Stadt wird hochgradiger sein als jene in Britain.“


Der Rest des Abends verlief sehr gelassen. Die meisten freuten sich. Ein paar waren skeptisch. Doch war nun die Zeit gekommen in der Arbeit den Alltag der Eisernen Krone bestimmen würde. Es war viel zu tun. Goldstücke mussten verdient werden. Sie mussten es verdienen um aufzubrechen, aufzubrechen in eine neue Etappe der Geschichte der eisernen Krone. Eine Etappe in der Südstadt Trinsic.

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