Benutzer:Seer Gram/Schamanen
Inhaltsverzeichnis |
Guide
Schamanen sind Begabte und damit von all den Vor- und Nachteilen betroffen, die die Anwesenheit der Gabe mit sich bringt.
Dabei gibt es nicht den Schamanen an sich, sondern eine Vielzahl von durchweg unterschiedlichen Varianten, deren Gemeinsamkeit neben einer weitgehend animistischen Weltsicht insbesondere in der Fähigkeit mit Geistern aller Art in Kontakt zu treten - seien dies Elementar oder Totengeister, besteht. Schamanen finden sich vorwiegend in primitiven Kulturen wieder, wo sich die Rolle des Wunderheilers, des Priesters und des Wettermachers miteinander vermischen. Nahezu durchgehend sind alle Schamanen rein intuitive Magieanwender, die sich auf Versuch und Irrtum stützen um ihre Riten durchzuführen, oftmals durch Überlieferungen verkrüppelt und zur Unkenntlichkeit der ursprünglichen Maßnahme verzerrt. Dennoch: Die meisten Schamanen verstehen ihr Handwerk ausgezeichnet und sind in der Lage den ganzheitlichen Anspruch des schamanistischen Animismus auf eine Weise zu nutzen, der die in starren Muster geprägten typischen Akademiezauber zum Staunen bringen kann.
Einige dieser Varianten sollen hier nun beispielgebend beschrieben werden
Der Geisterrufer
Der Ahnensprecher
Der Ahnenrufer teilt das Schicksal des Getriebenen. Auch er hat erfahren, dass der Tod einer fleischlichen Hülle mitnichten das Ende ist und Zeit seines Lebens flüstern die Geister ihm zu. Ungewöhnlich oft handelt es sich dabei um Ratschläge von Ahnen, teilweise gar früherer Leben, die durch die neue Existenz in ihrer vormaligen Seele angezogen werden. Zumeist ohne echtes Verständnis über das Wie und Warum der Geistererscheinungen, flüchtet er sich in Rituale, Rauschzustände oder Askese um die Blicke herüber in das matte Grau der Nachwelt erträglich zu machen oder herbeizuzwingen. Dabei gelten die Ahnensprecher in fast allen Stammesgemeinschaften als Auserwählte, als Botschafter zwischen dem Jetzt und dem Gestern und genießen daher ein hohes Ansehen, das es ihnen erlaubt ihre Launen auszuleben
Der Zauberpriester
Auch wenn der Zauberpriester nie die Aufmerksamkeit einer Gottheit erfuhr und durch deren Richtspruch zum Geweihten erhoben wurde, ist er doch eine ganz eigene Art von geistlichem Führer. Als derjenige, der den Willen der Geister aus dem Flug der Vögel, dem Knistern des Feuers und Wolkenformationen liest, steht der Zauberpriester zwischen der wirklichen Welt und der der Geister. Im Wissen darum, dass sich die ganze Welt in einem Stein wiederfindet, erkennen Zauberpriester das Gestern und Morgen, bestimmen darüber wohin die Jagdtrupps ziehen um Fleisch zu machen und wann es Zeit wird sich für den Winter bereit zu machen.
Die Bedeutung des Zauberpriesters als Sprachrohr der allmächtigen Natur ist in all den Stämmen geschwächt, die seßhaft geworden sind, um entweder von Ackerbau und Viehzucht oder Raub und Plünderungen leben.
Der Verbündete der Elemente
Für menschliche Forscher stellen die Verbündeten der Elemente immer wieder ein Rätsel dar, eines, das gern mit dem Hinweis auf den Einfluss der Wissenschaft selbst auf Ungebildete hat. Tatsächlich folgen die Verbündeten der Elemente einem geradezu hermetischen Weltbild, das die grundsätzliche Verschwommenheit der animistischen Weltsicht zugunsten klar strukturierter Einzelelemente aufgibt: Die geradezu klassische Elementarsicht von Feuer, Wasser, Luft und Erde ist das Elixier der meisten Verbündeten und auf dieser klaren Ausrichtung folgen bisweilen weitere Grenzen: In einem Stamm kann es nur einen Schamanen des Elementes geben und einen Oberschamanen, der die Herrschaft über alle vier Elemente vereint.